Tauchkurs auf Cozumel: Tauchen am zweitgrößten Riffsystem der Welt

Ein Tauchkurs stand schon immer ganz weit oben auf meiner Bucket-Liste. Anfang 2020 war es dann soweit, ich absolvierte meinen PADI Open Water Diver auf Cozumel.

Tauchen hat mich schon immer fasziniert, jedoch wollte ich nie einen Tauchkurs alleine absolvieren (schließlich benötigt man beim Tauchen immer einen Buddy). Als aber keiner meiner Kollegen mitkommen wollte, entschloss ich mich dazu alleine zum Kurs zu gehen, dann lernt man auch einfacher neue Leute kennen. Also flog ich Ende Februar von San Luis Potosí nach Cancún, nahm den Bus nach Playa del Carmen und die Fähre nach Cozumel. Warum Cozumel? Weil das Korallenriff um die Insel zum zweitgrößten Barrier-Riff der Welt gehört und wunderschöne Tauchspots bietet. Der Tauchkurs sollte drei Tage dauern, sicherheitshalber hatte ich 4,5 Tage eingeplant, falls wegen schlechten Wetters ein Tag ausfallen sollte.

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Meine Empfehlung: Der beste Reiseführer für eure Mexiko-Reise*.

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  • 980 Seiten - 05.12.2018 (Veröffentlichungsdatum) - LONELY PLANET DEUTSCHLAND (Herausgeber)

 

Anreise

Von San Luis Potosí aus

Von San Luis Potosí aus gibt es täglich einen Direktflug nach Cancún mit Viva Aerobus oder Volaris, am Samstag sogar zwei. Leider sind die Flugzeiten ein wenig bescheiden (vor allem, falls ihr nach der Ankunft gleich nach Cozumel wollt), daher könnt ihr auch über Mexiko-Stadt nach Cancún fliegen. Das dauert dann zwar ca. 4 h (mit Umsteigezeit), d.h. 2 h mehr als mit dem Direktflug, aber ihr seid viel flexibler. Günstige Flüge gibt es bei Opodo*.

 

Von anderen Orten aus

Ihr werdet es nicht glauben, aber Cozumel hat einen eigenen Flughafen, und der ist sogar international! Von 11 Flughäfen könnt ihr die Insel direkt anfliegen (Stand 03.10.2020: Monterrey, Mexiko-City, Miami, Houston, Dallas, Denver, Minneapolis, Chicago, Charlotte, Toronto und Montreal). Falls euch das zu wenig ist, dann fliegt ihr nach Cancún und fahrt von dort mit Bus und Fähre nach Cozumel. Cancún wird von 111 (!) Flughäfen direkt angeflogen, die will ich aber nicht alle aufzählen, die Direktverbindungen findet ihr hier. Günstige Flüge gibt es bei Opodo*.

 

Mit Bus und Fähre von Cancún nach Cozumel

Normalerweise nehme ich mir auf Yucatán immer einen Mietwagen*. Da ich aber die nächsten vier Tage an einem Ort verbringen wollte, hätte das nicht viel Sinn gemacht. Die Alternativen sind entweder Taxis (Uber gibt es nicht und die Taxis vom Flughafen sind in der Regel recht teuer) oder Busse. Direkt am Terminal 2 befindet sich das ADO Busterminal – von hier aus könnt ihr super günstig durch das Land und sogar in die Nachbarländer Belize und Guatemala reisen. Tickets könnt ihr direkt auf der Website von ADO buchen. Mit dem Bus Fahrt ihr nach Playa del Carmen (Fahrtzeit 1 h, direkt, ca. 10€). Dort befindet sich der Busbahnhof neben dem Fährhafen, d.h. umsteigen und weiter geht’s. Bei der Fähre könnt ihr zwischen Winjet und Ultramar wählen. In der Regel fährt jede Stunde eine Fähre, die Kosten liegen bei 10€ pro Fahrt, Fahrtdauer ca. 45 Minuten.


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Unterkunft

Viele Tauchschulen auf der Insel bieten euch auch gleich eine Möglichkeit zur Übernachtung in Mehrbettzimmern mit anderen Kursteilnehmern. Da ich Abends jedoch gerne meine Ruhe habe, habe ich mir eine andere Unterkunft gesucht (im Nachhinein betrachtet wäre es aber zusammen mit den anderen Teilnehmern sicher lustiger geworden). Ich habe im Bedsfriendshostel in einem Einzelzimmer übernachtet. Das Hostel liegt relativ zentral, hat einen kleinen Pool und eine tolle Bar. Jeden Tag gibt es gute Musik bis 22 Uhr und tolle 2-für-1-Angebote (Cocktails oder Essen). Es wird von mehreren Argentiniern geleitet, mit denen ich am Abend gerne gequatscht habe. Das Hostel bietet übrigens auch Tauchkurse an (wusste ich aber bei der Buchung nicht). Essen und Cocktails waren gut und mein Zimmer okay (in der Mitte gab es noch eine Hängematte). Das einzige, was mich gestört hat, war der Gärtner, der früh 6 Uhr immer vor meinem Fenster (es gibt keine Glasscheiben, nur Holzjalousien) sauber gemacht hat (nächstes Mal bringe ich meine Kopfhörer*).

Alternative (Luxus): Presidente InterContinental Cozumel Resort & Spa* – zwei Strände, super Ecke zum Schnorcheln und Tauchen, mehrere Restaurants, Pool, Shuttle-Service, luxuriöse Zimmer uvm.. Über eine Webcam kann man den Zustand des Strandes im Internet sehen.

Alternative (Standard): Hacienda Boutique Mi Casa tu Casa B&B* – Haus in mexikanischem Stil, Pool, Jacuzzi, etwas abseits des Zentrums (ruhige Lage), dafür nah an der Cozumel Dive School.

Weitere Hotels:*



Booking.com

Alternative: AirBnb’s gibt es ebenfalls viele auf Cozumel (falls ihr noch nicht bei AirBnb registriert seid, könnt ihr hier* bis zu 34€ Rabatt auf eure erste Buchung erhalten).

 

Tauchschule Cozumel Dive School

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Die Auswahl an Tauchschulen auf der kleinen Insel ist relativ groß, daher verbrachte ich vor meiner Tour einige Zeit mit der Recherche. Nachdem ich unzählige Rezensionen und Preise verglichen hatte, entschied ich mich für Cozumel Dive School. Vom Hostel aus erreicht ihr die Schule innerhalb weniger Minuten zu Fuß. Es werden verschiedene Kurse angeboten – vom Discover Scuba Diving (quasi ein Schnuppertauchen, es wird euch übrigens als erster Tauchgang angerechnet, falls ihr euch für einen weiteren Kurs entscheidet; Dauer 2-3 h) über den Open Water Diver (3 Tage) bis hin zu spezialisierten Kursen. Das komplette Programm mit den aktuellen Preisen kann auf der Website der Cozumel Dive School eingesehen werden.

Da ich noch nie tauchen war, entschied ich mich für ein Schnuppertauchen (65 USD) und einen Open Water Diver Kurs (375 USD, den hätte ich canceln können, falls mir das Schuppertauchen nicht gefallen oder ich gesundheitliche Probleme beim tauchen gehabt hätte). Ich klärte alles vorab per Mail mit Meghan, der Leiterin der Tauchschule.

Mein Flug ging am Donnerstag, den 27.02.20, direkt von San Luis Potosí nach Cancún. Angekommen nahm ich den ADO Bus nach Playa del Carmen (Tickets kaufte ich online über mein Handy). Am Hafen von Playa besorgte ich dann noch ein Hin- und Rückfahrt-Ticket für die Fähre (Ultramar) und setzte über. Angekommen in Cozumel lief ich zum Hostel (ich hatte ja nur einen kleinen Rucksack, von daher ging es super zu Fuß) und checkte ein. Das Wetter für die folgenden Tage sah nicht allzu gut aus (zu windig), sodass ich schon befürchtete, dass mein Kurs nicht stattfinden würde.

Am ersten Abend aß ich im Hostel, es gab Hamburger 2-for-1 und Cocktails – ich glaube, ich habe noch nie soviel gegessen… . Es war relativ schwer für mich mit den Gästen Kontakt aufzunehmen, doch ich kam nach ein paar Drinks mit der Bedienung an der Bar ins Gespräch. Zum Schluss bekam ich sogar noch meinen Carajillo (für alle, die es nicht kennen, Carajillo ist Likör 43 mit Espresso und Eis – super lecker).

Exkurs: PADI oder SSI

Wenn du Tauchen lernen möchtest, dann wirst du dich höchstwahrscheinlich für einen der beiden großen internationalen Tauchverbänden entscheiden müssen. Im Grunde brauchst du dir um die Qualität der Ausbildung bei PADI (Professional Association of Diving Instructors) und SSI (Scuba Schools International) keine Gedanken machen. Beide Schulen sind international anerkannt, folgen festen Ausbildungsstandards und bieten ein ähnlich gutes Ausbildungsniveau. Auch wenn die Kurse unterschiedlich heißen, werden sie von der jeweiligen anderen Organisation anerkannt, d.h. du kannst einen PADI Kurs belegen und später bei SSI einen weiteren Kurs darauf aufbauend buchen.

Es existieren jedoch kleine Unterschiede, die deine Entscheidung beeinflussen könnten (neben der Verfügbarkeit einer entsprechenden Tauchschule natürlich): PADI existiert bereits länger (seit 1966) als SSI (seit 1970) und besitzt eine höhere Bekanntheit. Das Online-System und die App sind bei SSI ist deutlich moderner und Unterrichtsmaterialien stehen euch kostenfrei online zur Verfügung (bzw. können vor Ort kostenfrei ausgeliehen werden). Bei PADI zahlt ihr für das eLearning für einen Open Water Diver bereits 185€ (wollt ihr nicht online lernen, müsst ihr die Materialien kaufen), daher sind PADI Kurse oft etwas teurer. Der Ablauf der Ausbildung ist ähnlich – er besteht aus einem Theorieteil (Materialien lesen, Videos schauen, Test) und einem praktischen Teil (Tauchgänge im Pool und mind. zwei Tauchgänge im offenen Wasser). In Urlaubsgebieten werden die Kurse meist an einem Stück durchgeführt (ca. 3 Tage für einen Open Water Diver), bei Tauchschulen in Deutschland gibt es oft auch Wochenendkurse (2 Wochenenden) oder Abendkurse.

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PADI Open Water Diver Tag 0

Da ich in der Woche vor dem Tauchkurs in der Arbeit viel zu tun hatte, hab ich mir meine Buchungsunterlagen gar nicht so genau durchgelesen. Dies nahm ich mir für den Hinflug vor und mir fiel auf, dass ich das eLearning bereits vor Kursbeginn absolvieren sollte. Dies besteht bei PADI aus etlichen langen PDFs, die per App abgerufen werden können. Die PDFs sind nicht für das Handy optimiert, sodass man beim lesen dauernd scrollen muss…nervig. Nach kurzen Abschnitten erfolgt immer eine kleine Wissenabfrage. Ich begann im Flugzeug zu lesen und war von der Menge des Materials wirklich überrascht – die Zeit im Bus, in der Fähre und an meinem ersten Abend im Hostel musste ich komplett nutzen, um mich vorzubereiten. Daher mein Tipp: Bitte lest eure Buchungsbestätigung genau durch und plant Zeit für das eLearning.

Am Freitagmorgen ging ich nach dem leckeren Frühstück im Hostel direkt zur Tauchschule. Am Anfang war ich ein wenig verwirrt, weil im Haus der Schule etliche Leute rumliefen und irgendwie jeder jeden kannte. Ich war der einzige Schüler, der nicht im Haus übernachtete^^. Wie ich bereits ahnte, war das Wetter für den Schuppertauchgang nicht geeignet, sodass ich diesen ausfallen lassen musste ich direkt mit der Theorie für den Open Water Diver begann. Mit meinem Dive Buddy, einem netten Mädchen aus den USA, schaute ich etliche Tauchvideos an und hatte am Nachmittag frei (zum Glück hatte ich einen Tag Reserve eingeplant).

Die Cozumel Dive School besteht aus einem mehrstöckigen Haus mit Pool. Sie beinhaltet Räume für Kurse und Equipment, Mehrbettzimmer für Gäste, die sich für Dive & Stay entscheiden und eine großen gemeinschaftlichen Wohnküche. Meghan, die freundliche Chefin der Schule, kommt aus den USA und steht euch bei Fragen immer zur Seite. Die Tauchlehrer kamen aus den USA und Dänemark und sind nicht das ganze Jahr vor Ort (man kann mit der entsprechenden Ausbildung auch während dem Urlaub vor Ort Tauchkurse geben; es gibt auch Tauch-Praktika, bei denen man die Ausbildung zum Tauchlehrer absolvieren kann und während dieser Zeit in der Tauchschule unterkommt). Ganz wichtig: Falls ihr euch für einen Kurs auf Cozumel entscheidet, solltet ihr gut Englisch sprechen können.

 

Mein freier Nachmittag auf Cozumel

Cozumel hatte ich in der Vergangenheit schon einmal besucht – ihr erinnert euch sicher an die Buggy-, bzw. Jeep-Tour, nachdem der Buggy kaputt gegangen war und das Schorcheln bei El Cielo (das ich nicht genießen konnte aufgrund einer Ohrenentzündung). Auf der Westseite der Insel findet man kaum tolle Strände und da das Wetter an meinem ersten Tag nicht allzu toll war, entschied ich mich für eine Tour durch die Stadt und einem Museumsbesuch.

 

Graffiti

Auf Cozumel findet ihr mal wieder viele tolle Graffitis – also Kamera bereit halten!

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Museo de la Isla de Cozumel

Das Museum befindet sich an der Westküste der Insel, drei Blöcke nördlich der Anlegestellte der Fähre. Es wurde gerade erst neu renoviert (Eröffnung am 21.02.2020) und somit war ich einer der ersten Besucher^^. Der Eintritt kostet 180 Peso pro Person (mit der Resident Card bekommt ihr aber Rabatt). Es beinhaltet 11 Säle mit Ausstellungsstücken über die Entstehung und Geschichte der Insel, sowie ihren Bewohnern. Zwei weitere Säle enthalten temporäre Ausstellungen. Ich habe für meinen Besuch etwa 1,5 h gebraucht und kann das Museum für einen bewölkten/kalten Tag empfehlen.

 

So geht es weiter…

Auch am nächsten Tag machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, dafür habe ich jedoch beim Strand saubermachen geholfen und habe die wunderschöne Ostseite der Insel kennengelernt. Den Tauchkurs habe ich trotzdem noch geschafft – wie genau, dass erfahrt ihr im nächsten Bericht.

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