22.09.2012 | Yosemite Nationalpark

Yosemite Nationalpark

Heute früh sind wir ziemlich fertig aufgewacht. Der harte Steinboden und die Kälte der Nacht haben uns nicht allzu lange schlafen lassen – vom Zelten haben wir erstmal die Nase voll. Heutiges Ziel ist der Yosemite Nationalpark.

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Nach dem Aufstehen konnten wir uns auch mal den überbevölkerten Zeltplatz richtig anschauen. Die meisten Amis dort haben in ihren riesigen Wohnmobilen übernachtet (hier fährt man halbe Häuser durch die Gegend und damit man mobil ist, hängt man sein normales Auto noch hinten ran – Sprit kostet ja nix :D). Sie haben die zwei Deutschen mit ihrem kleinen Zelt bestimmt ausgelacht… . Der Zeltplatz war umgeben von hohen Felsen und sah sehr schick aus. Nach dem Aufstehen und dem Frühstück sind wir zum Yosemite Nationalpark gefahren (hier auf dem Zeltplatz stehen übrigens Schilder, dass man sein Essen nicht offen stehen lassen soll, weil ab und zu Bären vorbei kommen^^).

Der Name Yosemite kommt von den Miwok-Indianern. Der in der Region lebende Stamm wurde Yosemi’te genannt („diejenigen, die töten“). Der Park selbst wurde 1864 geschaffen und 1984 zum UNESCO Weltnaturerbe erkärt (aufgrund beeindruckender Granitfelsen, klaren Bächen und Wasserfällen, den Riesenmammutbäumen und der Artenvielfalt). Er ist einer der bekanntesten und größten Nationalparks der USA und wird jährlich von mehr als 3 Millionen Touristen besucht. Leider mussten wir feststellen, dass er so groß ist, dass ein Tag zur Besichtigung bei weitem nicht ausreicht (man muss auch erstmal über eine Stunde hinein fahren, bevor man zum Zentrum des Yosemite Valleys kommt). Übrigens liegt der Park in einer Höhe von 600-4000m ü. NN., dadurch beinhaltet er fünf verschiedene Ökosysteme! Mehr Infos gibts wieder immer auf Wikipedia.

Nach einer knappen Stunde Fahrt sind wir im Yosemite Valley angekommen. Das Valley macht nur ca. 1% der Parkfläche aus, zieht jedoch die meisten Touristen an. Neben dem Visitor Center findet man dort auch mehrere Zeltcamps, u.a. das Curry Village, welches momentan aufgrund des Hantaviruses in den Schlagzeilen ist. Über dem Tal thront der „El Capitan“, ein bei Kletterern bekannter Berg. Nachdem wir ein wenig durch die Gegend geirrt sind, haben wir einen Aufstieg in der Nähe des Visitor Centers gewagt – leider sagte uns niemand, dass das Ganze recht anstregend wird. Da uns nach der Hälfte der Strecke immer noch 2h bevorstanden und wir das Ganze dann noch zurück mussten, haben wir die Wanderung leider wieder abbrechen müssen.

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Danach sind wir zum Südende des Parks gefahren, denn dort gibt es einige Riesenmammutbäume (Sequoiadendron giganteum), das sind sehr alte, riesig große, beeindruckende Rotholz-Bäume (bis zu 95m Wuchs, über 2000 Jahre alt). Viel Zeit hatten wir nicht, sodass wir nur schnell einige Bäume angeschaut haben. Man kann dort übrigens auch einen der Bäume durch einen Tunnel durchqueren. Auf dem Rückweg hatte man wieder das Gefühl, dass der Park ewig kein Ende nimmt und nachdem wir endlich raus waren, sind wir nach Minden weiter gefahren, eine Stadt in der Nähe des Lake Tahoe, hier übernachten wir jetzt in einem schäbigen Motel (die Gegend ist übrigens wunderschön und in der Nähe des Lake Tahoe gibt es ein gutes Wintersportgebiet). Normalerweise sind wir damit einen Umweg gefahren, jedoch haben und im Zion Nationalpark einige andere Touristen den Lake Tahoe empfohlen, also schauen wir da morgen mal :). Danach geht es weiter nach Sacramento.

 

Fazit Yosemite Nationalpark:

Der Park ist definitiv einen Besuch wert, aber bitte Zeit mitbringen! Ich denke, dass selbst zwei Tage nicht ausreichen, dafür ist der einfach zu groß. Auch sollte man sich eventuell eine Bleibe innerhalb des Parks suchen, dann umgeht man die ca. einstündige Fahrt zum Yosemite Valley (bitte ausreichend Essen und Trinken mitnehmen). Leider gibt es im Park nur wenig Beschilderung zu den Wegen und Trails – auch keine Schwierigkeitsgrade oder die Zeit, die man unterwegs sein wird. Hier könnte man noch nachbessern.

 

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