New York City

USA – Zusammenfassung und wichtige Tipps für eure Reise

Man was war das für eine verrückte Zeit damals…sieben Monate USA, sieben Monate dicke Menschen, Hamburger und viele Abenteuer. Auch wenn es schon lange her ist, möchte ich diesen Artikel als Fazit nutzen und euch Tipps für eure Reise in die USA geben.

 

Inhaltsverzeichnis:

Der folgende Artikel ist sehr lang, daher gibt es hier ein kleines Inhaltsverzeichnis:

Fazit

Während meiner Schul- und Studienzeit hatte ich eine sehr negative Meinung über die USA. Die Politiker waren für mich alle Kriegstreiber, die Einwohner politikverdrossen, dick und durch zuviel TV- und Internetkonsum verblödet, außerdem waren die Leute für mich Waffennarren. Beim Thema Arbeitsrecht dachte ich sofort an Hire&Fire. Eine Reise in die USA war so ziemlich das Letzte, was ich damals tun wollte. Es kam jedoch mal wieder alles anders. Als ich das Angebot des Praktikums bekam, musste ich zuschlagen. Wann bekommt man schon mal die Chance für einen festen Zeitraum komplett abgesichert in ein anderes Land zu gehen? Im Laufe der Zeit vor Ort relativierten sich dann einige meiner Ansichten. Alles in allem kann ich jedoch sagen, dass ich jederzeit wieder in die USA gehen würde – jedoch nur für einen Urlaub. Für immer dort leben, das möchte ich nicht.

Kommen wir doch nochmal zurück zu meinen Ansichte – was habe ich gelernt?:

  • US-amerikanische Politiker sind Kriegstreiber: Ja, das stimmt, an dieser Ansicht hat sich für mich nichts geändert.
  • Die Einwohner sind politikverdrossen: Stimmt teilweise, aber das trifft auch für Deutschland zu. Ich habe so viele interessante Leute auf meiner Reise kennengelernt und konnte einen großen Unterschied zwischen dem konservativen Süden und dem liberalen Norden feststellen. Es war einfacher mit den Leuten im Norden über Politik zu sprechen.
  • Amis sind dick: Ein Freund hat mir damals gesagt, die Amis sind entweder doppelt so dick oder doppelt so groß wie du. Irgendwie hatte er damit Recht. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch nie ein Land mit so vielen dicken Menschen gesehen.
  • Die Leute sind verblödet: Das stimmt nicht. Aber TV und Medien strengen sich sehr an, genau das zu erreichen. Nachrichtensendungen sind ein Witz und so gar nicht unabhängig. Fernsehen ist kaum möglich, da aller fünf Minuten für fünf Minuten Werbung kommt (zum Vgl. hier beginnen Filme 20:15 Uhr und gehen meist bis ca. 22:30 Uhr, dort gehen Filme von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr aufgrund der Werbung). Ähnlich verhält es sich beim Sport, egal ob Football, Baseball oder Basketball – wenn nicht mindestens alle drei Minuten eine Unterbrechung kommt, verlieren die Leute das Interesse bzw. die Konzentration.
  • Die Leute sind verrückt nach Waffen: Das stimmt nur für einen Teil der USA. Auch hier sieht man ein sehr großes Gefälle zwischen Nord und Süd. Was ich in den Südstaaten gesehen habe, war einfach nur noch krank: Der Kollege auf Arbeit freute sich, dass er aufgrund einer Umschulung jetzt die Waffe in jedem Bundesstaat am Halfter tragen darf (er braucht das, wenn er in den Urlaub fährt). Der nächste hat die Waffe im Handschuhfach vom Auto – man weiß ja nie. Ein anderer steht im Garten und verschießt seine restliche Munition, weil er aufgrund einer Sehschwäche seine Lizenz verloren hat.
  • Die Arbeitswelt ist ein Graus: Hire&Fire, wenig Urlaub (im Schnitt nur 7-12 Tage, danach unbezahlt), keine oder wenige Krankheitstage (man darf nur 2-3 Tage im Jahr krank sein, sonst muss man unbezahlt frei nehmen), horrende Studiengebühren (viele Amerikaner verschulden sich während des Studiums), keine Absicherung (Mutterschutz, Kündigungsschutz, Elternzeit, …), zu viel Zeitarbeit und damit einhergehende befristete Arbeitsverträge (da ist Deutschland aber auch auf dem besten Weg).

Wenn man das so liest, kann man sicher nachvollziehen, warum ich dort nicht leben möchte und man könnte meinen, dass mein Fazit sehr negativ ausfällt. Das stimmt aber nicht, denn es gibt Punkte, die dieses Land einfach perfekt für Reisen machen:

  • Die Natur: Die USA sind einfach verdammt groß und weit. Und zwischen den vielen Städten findet man unzählige wunderschöne Nationalparks. Einige davon habe ich besucht und mich in sie verliebt. Vor allem den Zion-Nationalpark kann ich jedem ans Herz legen.
  • Das Essen: Okay, man isst fast immer Burger. Aber das sind keine 0815-Burger, sondern ganz besondere Kreationen. Außerdem gibt es viele Steakhäuser und durch die vielen Ausländer auch einen riesigen Anteil an sehr gutem internationelen Essen. Und wer freut sich nicht auf Pancakes am Morgen? Man sollte jedoch auf jeden Fall ein wenig Sport machen, wenn man längere Zeit dort verbringen möchte :D.
  • Freundlichkeit: Amerikaner sind sehr freundlich, auch wenn das oft nur oberflächlich ist. Man fühlt sich viel besser, wenn die Leute freundlich, offen und kommunikativ sind. Davon könnten sich die Deutschen mal eine Scheibe abschneiden.
  • Reisen ist wunderbar einfach: Überall gibt es Hotels und Motels, man braucht eigentlich kaum etwas vorher reservieren. Überall kann man mit Kreditkarte zahlen. Flug, Zug und Bus sind günstig. Und das Beste – durch die Weltsprache Englisch versteht man auch noch alles!
  • Infrastruktur: Die USA sind ein Autoland – überall gibt es große Straßen, Parkplätze, gute Beschilderungen. Überall kann man mit dem Auto hin – das macht das Reisen viel einfacher.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich eine unvergessliche Zeit in den USA verbracht habe und dass ich jedem einen Urlaub dort empfehlen kann. Meine große Reise ist jetzt schon einige Jahre her und ich plane für die Zukunft weitere Trips – ich möchte auf jeden Fall nochmal Richtung Westküste und einige Nationalparks sehen (v.a. mehr Zeit für Zion und Yosemite einplanen), ich möchte aber auch mal die Ostküste abfahren, entlang der Outer Banks. Und natürlich fehlt noch der Yellowstone Nationalpark in der Mitte des Landes und die Niagara-Fälle, … . Ihr seht schon – irgendwann werde ich definitv nochmal zurückkommen.

Während der sieben Monate in den Staaten habe ich über zwanzig Großstädte und zehn National- und State-Parks besucht. Es haben sich mehr als 20.000 Fotos angesammelt, die danach erstmal sortiert werden mussten… . Was am Ende blieb war ein unglaubliches Erlebnis und Eindrücke, die ich niemals vergessen werde. Damit ihr eure Zeit in den USA planen und vorbereiten könnt, folgt hier nochmal eine Zusammenfassung über die Dinge, die wir in den letzten Monaten gelesen haben.
 




 

Tipps:

  • Die vereinigten Staaten der USA sind sehr groß – je nachdem wo man hin möchte oder was man vor hat sollte man sich vorher über notwendige Reiseimpfungen informieren. Wo ihr das macht und wie eure Krankenkasse die kosten übernimmt, findet ihr in meinem Artikel: Impfschutz für Reisen
  • Eine ganze tolle Sache ist der Annual Pass für die Nationalparks und die Erholungsgebiete der USA. Mit diesem Kärtchen kann man über 2000 National- und Erholungsparks der USA für ein Jahr lang kostenlos besichtigen. Der Pass kostet 80$ und erlaubt zwei Personen die Zufahrt mit einem privaten Auto. Wird der Eintrittspreis pro Auto abgerechnet, können sogar vier Personen einen Pass nutzen. Das kleine Kärtchen kann online unter dem Link bestellt werden, bei einigen Natinalparks kann man den Pass auch vor Ort kaufen.
  • Wie in einem meiner ersten Artikel beschrieben, hatte ich Probleme mit meiner Kreditkarte. Ich wurde beim Geldabheben nach meiner Postleitzahl gefragt – die funktioniert jedoch nicht. Dem Automat genügte es aber eine Postleitzahl aus der Nähe einzugeben, in meinem Fall eine von New York, z.B. 10002 (Manhattan).
  • Die verschiedenen Staaten haben verschiedene Gesetze im Straßenverkehr – am besten vorher informieren oder so wie die anderen Fahren. Beispielsweise darf man in New Jersey nur links überholen, in anderen Staaten auf allen Spuren. Auch auf Geschwindigkeitslimits sollte man achten, die sind meist recht niedrig und werden ab und zu kontrolliert.
  • Öffentlich Alkohol trinken ist nur an sehr wenigen Orten in den USA gestattet, z.B. im French Quarter in New Orleans, einigen Teilen von Charleston, zu einer bestimmten Uhrzeit in einem abgesperrten Bereich in Greenville, … . Bitte vorher informieren um Probleme zu vermeiden.
  • Alkohol sollte im Auto immer im Kofferraum transportiert werden.
  • In einigen Restaurants ist der Ausschan von Alkohol verboten, wenn man das vorher weiß, kann man sein Bier o.ä. selbst mitbringen.
  • Vor allem im Süden rednet man nicht so gerne über Politik und wenn dann haben die Leute meist sehr eigenwillige Meinungen – das Thema am besten vermeiden.
  • Unbedingt eine Auslandsreiseversicherung abschließen – bei einem längeren Aufenthalt eine amerikanische, z.B. MAWISTA. Vorteil der amerikanischen Versicherung ist, dass man die Kosten im Krankheitsfall nicht vorschießen muss. Arztbesuche sind i.d.R. extrem teuer (und die ganzen Versicherungen bekommen Rabatte, die man als Privatperson nicht bekommt). Ich war in den USA für eine Weile krank, was ich dabei erlebt habe, hab ich hier beschrieben.
  • Viele Versicherungen sind in den USA teurer als bei uns. Man kann aber durch Tricks meist ein wenig sparen – Beispiel Autoversicherung: Man spart Geld durch die Zugehörigkeit zu einem Automobilclub (z.B. ADAC, AAA), wenn man ein guter Fahrer ist (Nachweis brauchen die meist für Ausländer nicht), wenn man ein Fahrsicherheitstraining absolviert hat (auch hier für Ausländer kaum Nachweise gefordert), wenn man den Jahresbetrag in einer Rate zahlt. Am besten bei den Versicherungen anrufen und nachfragen.
  • In den USA braucht man einen Reisestecker, den kann man am besten gleich bei Amazon bestellen. Es gibt verschiedene Adapter – zu empfehlen sind die Adapter mit drei Pins, der dritte runde Pin ist der Schutzleiter. Leider lassen sich nicht alle unsere Geräte in den USA verwenden, da das Stromnetz unterschiedlich ist. Es können nur Geräte aus Deutschland verwendet werden, auf denen irgendwo steht: 110-240V~/50-60Hz

 

Reisevorbereitung:

Will man als Deutscher nur mal kurz in die USA reisen (bis zu 90 Tage), dann reicht die Beantragung einer Reisegenehmigung beim Electronic System For Travel Authorization ESTA. Das kann online gemacht werden, dauert keine 30 Minuten und kostet um die 14$. Während des Prozesses werden einem teilweise recht sinnfreie Fragen gestellt, wie „Sind Sie ein Terrorrist?“, „Haben Sie vor in den USA Geldwäsche zu betreiben?“, … . Die Genehmigungen sind bis zu zwei Jahre gültig bzw. bis zum Ablauf des Reisepasses, falls das eher eintritt. Mehrfache Einreise ist in dieser Zeit gestattet. Läuft die Genehmigung ab, während man in den USA ist, wird die Abreise davon nicht beeinflusst.

Will man länger in den USA bleiben, so braucht man entweder eine Green Card oder ein besonderes Visum. Deren Beantragung ist nicht ohne Weiteres möglich – man braucht eine Menge Geld und Unterlage, muss vorsprechen u.v.m.. Über meine Reisevorbereitung und die Beantragung meines J1- Visums handelte mein erster USA-Artikel:

Prakitkum in South Carolina – Reisevorbereitungen

Reisen während des Praktikums:

Die folgenden Artikel handeln von den Reisen und Ausflügen während meines Praktikums:

09.03.2012 | Auf dem Weg nach South Carolina – Washingston D.C., New York

18.03.2012 | Erste Arbeitswoche, Problem mit dem Auto, St. Patricks Day in Charlotte

09.04.2012 | New Orleans – Amsterdam der USA

16.04.2012 | Charleston – Wie im Urlaub

09.05.2012 | Mexico City

30.05.2012 | Chicago

10.06.2012 | Atlanta

19.06.2012 | Nashville

07.07.2012 | Texas – San Antonio, Austin, Houston, Space Center, Galveston

27.07.2012 | Columbia, Asheville, Chimney Rock

28.08.2012 | Savannah

29.08.2012 | Mexico City und Puebla

07.09.2012 | Everglades, Key West, Miami

 

Roadtrip zum Ende des Praktikums:

Die folgenden Artikel handeln vom Roadtrip am Ende meine Praktikums:

10.09.2012 | Überblick

15.09.2012 | Denver – Mile High City

16.09.2012 | Arches Nationalpark, Moab, Cedar City

17.09.2012 | Zion Nationalpark

18.09.2012 | Grand Canyon, Hoover Dam, Las Vegas

19.09.2012 | Las Vegas – The strip, Autoshow

20.09.2012 | Las Vegas – Downtown, Stratosphere Tower

21.09.2012 | Death Valley – Tal des Todes

22.09.2012 | Yosemite Nationalpark

23.09.2012 | Sacramento

24.09.2012 | San Francisco – Pier 39, Cable Cars, Chinatown

25.09.2012 | San Francisco – Golden Gate Bridge

26.09.2012 | San Francisco – City Hall, Coit Tower

27.09.2012 | San Francisco – Alcatraz, Highway 1

28.09.2012 | Highway 1, Los Angeles

29.09.2012 | Los Angeles – Disney Hall, Mullholland Drive

30.09.2012 | San Diego

01.10.2012 | Los Angeles – Hollywood

02.10.2012 | Venice Beach, Joshua Tree Nationalpark

03.10.2012 | Boston – Auf den Spuren der USA

04.10.2012 | Boston – Hafenrundfahrt, USS Constitution, Bunker Hill, Harvard, MIT

11.10.2012 | Vom Ende zurück zum Anfang – New York und Washingston D.C.

 

Nationalparks und State Parks:

Wie oben schon berichtet, ist der Annual Pass für die Nationalparks und die Erholungsgebiete unbedingt empfehlenswert. Mit dem Kärtchen kann man über 2000 National- und Erholungsparks der USA für ein Jahr lang kostenlos besichtigen. Es kostet 80$ und erlaubt zwei Personen die Zufahrt mit einem privaten Auto. Wird der Eintrittspreis pro Auto abgerechnet, können sogar vier Personen einen Pass nutzen. Das kleine Kärtchen kann online unter dem Link bestellt werden, bei einigen Natinalparks kann man den Pass auch vor Ort kaufen.

Hier nochmal die besuchten Nationalparks:

04.04.2012 | Ceasars Head State Park

27.07.2012 | Chimney Rock

10.08.2012 | Looking Glass Rock Mountain

07.09.2012 | Everglades National Park

16.09.2012 | Arches Nationalpark

17.09.2012 | Zion Nationalpark

18.09.2012 | Grand Canyon

21.09.2012 | Death Valley – Tal des Todes

22.09.2012 | Yosemite Nationalpark

02.10.2012 | Joshua Tree Nationalpark

 

Sonstige Aktivitäten, Sehenswürdigkeiten und Events:

02.05.2012 | Baseball, Bierfestival, Basketball, Schiessen, Speedboat

10.08.2012 | Skydive und Looking Glass Rock Mountain

10.09.2012 | Football in Clemson

 

Hostels und Hotels:

Bei Roadtrips durch die USA braucht man in der Regel keine Hotels buchen, da man überall etwas findet. Möchte man trotzdem die Reise vorher planen (typisch Deutsch :D), dann kann ich wie immer die folgenden Seiten empfehlen:

Außerdem kann ich die folgenden US-Portale empfehlen:

 

Reiseführer:

Es gibt unzählige Reiseführer für die USA, empfehlen kann ich auf jeden Fall die folgenden:

Es gibt aber auch gute Bücher, die nur einen Teil dieses riesigen Landes behandeln, z.B.:

 

Günstige Flüge und Mietwagen:

  • Zum Buchen von Flügen, Reisen und Hotels nutze ich neben den oben genannten gerne Expedia. Es vermag zwar manchmal nicht die günstigsten Flüge zu finden, jedoch vertraue ich dem Anbieter und hatte bisher keine Schwierigkeiten. Als ich meinen Flug nach Mexico City in den USA verpasste half man mir am Telefon sogar einen Flug zum gleichgünstigen Preis am gleichen Tag zu bekommen, das war toller Service.
  • Bei Mietwagen nutze ich gerne Europcar oder Hertz, auch aufgrund meiner bisherigen sehr guten Erfahrungen. Im Internet findet man auch immer ein paar Rabattcodes für beide Anbieter.

Schreibe einen Kommentar