Eine Kuriosität auf unserem Weg: In Santa María del Tule in Oaxaca steht der dickste Baum der Welt, der Árbol de Tule, inmitten einer für Mexiko seltenen und wunderschönen Gartenanlage.
Erinnert ihr euch an meine Tour zum Milleniumbaum in Concá in der beeindruckenden Sierra Gorda? Damals hatte ich geschrieben, dass es in Oaxaca noch ein größeres und älteres Exemplar gibt. Dieses haben wir uns jetzt angeschaut.
Vergesst nicht bei den anderen Posts zu Mexiko reinzuschauen. Falls ihr noch Lektüre braucht, habe ich noch etwas für euch: Der Reiseführer für eure Mexiko-Reise*.
Anreise
Von San Luis Potosí aus
Einen Direktflug ab San Luis Potosí nach Oaxaca gibt es leider nicht. Ihr habt entweder die Option ab Guadalajara direkt oder ab San Luis Potosí mit Umstieg in Mexiko-Stadt zu fliegen. Es gibt jeden Tag über 10 Flüge* von SLP nach MEX sowie von MEX nach OAX, angeboten von Aeromexico, Interjet, Aeromar, Volaris und Viva Aerobus.
Von anderen Flughäfen aus
Oaxaca besitzt einen gut ausgebauten Flughafen mit zwölf Direktverbindungen (Chicago, Dallas, Los Angeles, Houston, Cancun, Mexico-City, Guadalajara, Monterrey, Tijuana, Huatulco, Merida und Tuxtla Gutiérrez; Flightsfrom.com). Günstige Flugangebote findet ihr auf Opodo*.
Mit dem Auto von Oaxaca de Juárez oder Mitla zum Árbol de Tule
Die Kleinstadt Santa María del Tule befindet sich zwischen Oaxaca de Juárez und Mitla. Von der Hauptstadt aus fahrt ihr mit dem Mietwagen* 10 km auf der 190 in Richtung Osten (folgt den Schildern), von Mitla aus 30 km in Richtung Nordwesten.
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Übernachtung
Wie bereits mehrfach erwähnt, haben wir im schicken Hostal Chocolate übernachtet. Leider gibt es die top bewertete Unterkunft nicht mehr, daher empfehle ich euch als Alternativen das NaNa Vida Hotel Oaxaca* (via Expedia*) oder das Hotel Casona Oaxaca* (via Expedia*). Beide liegen im Zentrum, haben ein tolles Design, ein Restaurant und Frühstück.
Weitere Hotels:*
Árbol de Tule
Beim Baum von Tule (Árbol de Tule) handelt es sich um eine mexikanische Sumpfzypresse (auch Montezuma-Zypresse genannt) mit einem Alter von zwischen 1400-1600 Jahren. Den Ureinwohnern Mexikos galt diese Baumart als heilig, die Zapotheken bedachten sie in ihrer Entstehungsgeschichte, bei den Azteken steht er für Autorität der Herrscher. Im Nahuatl wird der Baum āhuēhuētl genannt, was soviel wie „der alte Mann des Wassers“ bedeutet. Mit einem Durchmesser von 14,05 m ist er der dickste Baum und eines der größten Lebewesen der Erde.

Ein paar Superlative:
- Durchmesser 14,05 m (Umfang >44 m)
- Alter: 1400-1600 Jahre
- Gewicht: ca. 636 Tonnen
- Höhe 41,85 m


Einer zapotekischen Legende nach wurde der Baum vor 1400 Jahren von dem Priester Pechoca gepflanzt. Er wird auch „Baum des Lebens“ genannt, weil man Formen von Tieren in seinem Stamm deuten kann.
Leider schaden Umweltverschmutzung, Wasserknappheit und das hohe Verkehrsaufkommen auf der gleich daneben liegenden Bundesstraße dem Baum, sodass er laut Wissenschaftlern langsam abstirbt.


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Gartenanlagen in Santa María del Tule
Wenn ihr schon mal vor Ort seid, dann solltet ihr unbedingt durch die wunderschöne Parkanlage im Zentrum von Santa María del Tule schlendern. Eine solch gepflegte Anlage findet man eher selten in Mexiko. Die kleine Kirche Templo Santa María de la Asunción direkt neben dem Árbol de Tule gibt mit ihrer weißen Fassade und den hellblauen bzw. roten Säulen ein sehr schönes Fotomotiv ab. Auch der örtliche Regierungssitz (Presidencia municipal Santa María del Tule) im hellblauen Gebäude ist schick anzusehen.




Árbol Milenario in der Sierra Concá
Beim Árbol Milenario, über den ich in meinem Artikel zu Concá in der Sierra Gorda berichtet habe, handelt es sich ebenfalls um eine Sumpfzypresse. Er ist etwa 1.000 Jahre alt und der zweitdickste Baum in Mexiko. Im Gegensatz zum Árbol de Tule befindet er sich nicht in unmittelbarer Nähe einer Straße, sondern im Grünen gleich neben sprudelnden Wasserquellen. Der Árbol Milenario ist auch nicht durch einen Zaun abgesperrt, sodass ihr seinen gigantischen Schatten genießen oder in den Wasserquellen in der Nähe baden könnt.
Perfekt für Reisen nur mit Handgepäck:*
Das wichtigste im Überblick
- Adresse: 2 de Abril, 8va Etapa IVO Fracc el Retiro, Santa María del Tule, Oax.
- Öffnungszeiten: Mo-So 08:00-20:00 Uhr
- Eintritt: 15 Peso pro Person
- Wie lange dauert ein Besuch?: 0,5-1h
- Was müsst ihr mitbringen?: Hut*, Sonnencreme*, ausreichend Flüssigkeit
Weitere Aktivitäten in Oaxaca*:
Fazit Árbol de Tule
Beeindruckend! Wir hatten und den Árbol de Tule vor der Reise nicht als Ziel herausgesucht, sondern sind auf ihn aufmerksam geworden, als wir die 190 von Mitla zurück nach Oaxaca de Juárez fuhren. Der Baum ist wirklich riesig groß – man hat Probleme seine gesamt Breite auf ein normales Fotos zu bekommen. Als man 1996 abgestorbenes Holz entfernen wollte, vielen mal eben 10 Tonnen an – Wahnsinn. Falls ihr ohnehin auf dem Weg von Hierve El Agua oder Mitla nach Oaxaca seid, bietet ihr ein kurzer Stopp an.
Im nächsten Artikel sprechen wir über die schicke Kolonialstadt Oaxaca de Juárez, bleibt dran :).
Unverzichtbar für Frequent-Traveller. Mit diesen Kopfhörern kannst du endlich vernünftig schlafen im Flugzeug:*
In der Nähe
- Mezcal und Mole in Oaxaca
- Dominikanerkloster Ex-Convento de Cuilapan de Guerrero in Oaxaca
- Ausgrabungsstätte Monte Albán in Oaxaca
- Oaxaca de Juárez: UNESCO Weltkulturerbe und Zentrum indigener Traditionen
- Árbol de Tule in Oaxaca: Der dickste Baum der Welt
- Ausgrabungsstätte Mitla in Oaxaca: Einzigartige Steinmosaiken (UNESCO Weltkulturerbe)
- Oaxaca – Hierve El Agua – „gefrorene“ Wasserfälle
- Puerto Escondido – Mein Lieblingsort an der Pazifikküste


















Einfach nur wieder Mal erstaunlich was die Natur alles so hervorbringen kann. Diesen Baum muss ich unbedingt mal in meinem Leben sehen! Kann man den Baum auch anfassen oder ist er abgesperrt und man kann ihn nur von weitem betrachten?
Liebe Grüße Nadia
Hallo Nadia,
der Baum ist leider eingezäunt, man kommt aber bis auf ein paar Meter ran. Zudem ist der so groß, dass seine Äste weit über den Zaun reichen.
Liebe Grüße
Robert