Miami – Wynwood Walls, Villa Vizcaya, Little Havana, Miami Beach

Miami Beach

Hier kommt der erste Bericht meines Sommerurlaubs 2018. Miami war der Ausgangspunkt der Reise, von hier aus ging es mit dem Mietwagen die Keys runter und danach per Flugzeug auf die Bahamas.

In Miami war ich vor einigen Jahren schon einmal – als ich als Praktikant bei BMW in der Nähe von Greenville, South Carolina, gewohnt habe. Damals habe ich mit drei Kollegen an einem Wochenende den Everglades Nationalpark, Miami und Key West besichtigt – und das mit dem Auto von Greenville aus! Viel Zeit zum richtigen Sightseeing blieb da nicht – aus diesem Grund wollte ich erneut nach Miami reisen.

Miami, Everglades und Key West Reiseführer*.

 

Anreise

Von San Luis Potosí aus flog ich erst nach Mexico City und dann Miami. Der Flug kostete ca. 300€ (hin- und zurück) und beinhaltete kein Gepräck – das scheint bei den günstigen Flügen von AeroMexico normal zu sein. In die USA kann man sich jedoch für 25 Dollar ein Gepäckstück zusätzlich kaufen (wenn man SkyTeam Elite Plus Status hat, ist das Gepäckstück kostenlos). Vom Flughafen aus ging es mit einem Mietwagen von Sixt (hier haben viele Firmen Mitarbeiterrabatt – einfach mal nachschauen) nach Miami North.

Am Abend des 11.08. kam ich endlich in meiner Unterkunft an. Übernachtet habe ich in einem tollen AirBnb mit Pool in North Miami. Da Hotels in Miami nicht allzu günstig sind und ich die Privatsphäre einer kompletten eigenen Unterkunft schätze, habe ich den Großteil meiner Übernachtungen dieses Mal auf AirBnb gebucht – da gibt es echt interessante Angebote (hier könnt ihr euch bei AirBnb registrieren und Übernachtungen oder Attraktionen buchen*).

 

Parken in Miami

In großen Teilen Miamis muss man bezahlen, wenn man an der Straße parken möchte. Je nach Zone variieren die Preise (in Miami Beach kann es bspw. relativ teuer sein). Ihr werdet euch jedoch wundern, dass es kaum Parkautomaten gibt, sondern nur Schilder mit einer Nummer für die Parkzone und dem Anbieter. Geparkt und bezahlt wird hier größtenteils per App (wobei es mindestens zwei verschiedene Anbieter gibt). Ich hatte Glück, denn meine mexikanische Sim-Karte funktioniert auch in den USA ohne Einschränken (d.h. Datenvolumen, etc. bleibt erhalten und es ist auch nicht teurer). Falls euer Vertrag in den USA nicht funktioniert, empfehle ich euch lokal eine Sim-Karte zu kaufen und die Apps zum Parken herunterzuladen. Die Apps informieren euch nicht nur über den Ablauf eures Parktickets, sondern erlauben ein ganz bequemes verlängern der Zeit per Kreditkarte von unterwegs.

 

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Wynwood Walls – Kunst und das teuerste Eis meines Lebens

Gleich am folgenden Morgen fuhr ich mit dem Auto zu den Wynwood Walls. Bevor ich jedoch den von Streetart-Künstlern aus aller Welt gestalteten Park betrat, aß ich auf der gegenüberliegenden Seite in Bertoni Gelato ein Eis. Schon an der Schaufensterscheibe konnte man lesen, dass es Eis in tollen Eigenkreationen gab; mich wunderte nur, dass keine Preise angegeben waren. Schlussendlich bestellte ich zwei Kugeln und zahle unglaubliche 17 Dollar! Was für eine Abzocke! Das Eis war zwar lecker, aber keine zwei Kugeln Eis in der Welt sind 17 Dollar wert – also erkundigt euch besser vorher, was die Kugel Eis kostet.

Zurück zu den Wynwood Walls. Dieser große, von Tony Goldman gestaltete Open Air Street Art Park eröffnete 2009 für Publikum aus aller Welt. Der Stadtteil Wynwood war lange Zeit eine lose Anordnung von Lagerhäusern. Tony Goldmann gelang es, den Stadtteil wiederzubeleben und in ein Mekka der internationalen Graffiti und Street-Art Szene zu verwandeln. Während die Kunstwerke im Park sorgfältig gepflegt werden, findet man im ganzen Stadtviertel unzählige besprühte Wände, deren Bilder sich permanent ändern.

Die Beste Zeit für einen Besuch ist jeder zweite Samstag im Monat, zum Wynwood Art Walk. An diesem Tag verwandelt sich das Viertel in ein Kunstfestival mit Food-Trucks, Live Musik und Kunstgallerien. Aber prinzipiell ist der Park jeden Tag ab 10:30 Uhr geöffnet. Ihr könnt direkt davor an der Straße parken und per App bezahlen (eine Stunde kostet 1.75 USD). Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenlos, neben vielen Kunstwerken und einer wechselnden Wanderausstellung beinhaltet der Park auch ein Cafe/Restaurant und einen Shop.

 

Villa Vizcaya

Die Villa Vizcaya im noblen Stadtteil Coconut Groove hatte ich schon einmal besucht. Das schlossartige Gebäude im Stil einer norditalienischen Villa wurde 1914-1916 von dem Großindustriellen James Deering errichtet. Es besitzt mehr als 70 Salons und Schlafzimmer, welche in verschiedenen europäischen Stilen gestaltet sind. Die wunderschönen Gärten wurden in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts fertiggestellt.

Das Museum hat Mittwoch bis Montag von 09:30-16:30 Uhr geöffnet, Eintritt kostet pro Person 22 Dollar. Ein Besuch ist Pflicht, wenn ihr mal in Miami seid. Das Haus, gelegen an der Biscayne Bay, mit dem tollen Pool und den sich anschließenden, wunderschönen Gärten, muss man einfach gesehen haben. Für eine Besichtigung sollte man etwa 2h einplanen.

Wenn ihr schon mal in Coconut Groove seid, solltet ihr euch die Zeit nehmen, um ein wenig durch das Viertel zu schlendern. Hier wohnen die Reichen und Schönen Miamis und tolle Parkanlagen schmiegen sich an das Ufer der Biscayne Bay. Vielleicht findet ihr ja auch den Eiswagen von A.C. – dieser hat sich schon zu einer Touristenattraktion entwickelt. Hier kann man Slushies mit verschiedenen Geschmacksrichtungen kaufen, außerdem gibt es mittlerweile T-Shirts und andere Merchandising-Artikel.

A.C. Slush Ice Miami

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Little Havana

Da der Großteil der Bevölkerung Miamis lateinamerikanische Wurzeln hat und die Stadt eine extrem hohe Anzahl an kubanischen Migranten beheimatet, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Name Little Havana, der in dern 1960ern erstmalig erwähnt wurde, zum Namen des Stadtteils entwickelte. Bekannt ist das Viertel vor allem aufgrund seiner vielen Feste und Aktivitäten, die teilweise weltweit im Fernsehen übertragen werden (u.a. Drei-Königs-Parade und Miami Karneval). Wichtige Sehenswürdigkeiten sind ua.a die Calle Ocho, der Domingo Park (hier wird wirklich noch Domino gespielt), der Walk of the Stars (erinnert ein wenig an den Walk of fame in L.A., nur dass man sich hier auf lateinarmerikanische Stars konzentriert) und der Cuban Memorial Boulevard. Hier findet man Zigarrenfabriken, tolle Restaurants (teilweise mit Live-Musik), Salsa-Bars und lebhafte Straßen.

Little Havana besucht ihr am besten am letzten Freitag im Monat, denn dann findet der Viernes Culturales statt. Diese Kulturmesse findet auf der Calle Ocho statt – sie dreht sich um verschiedene Facetten des lateinamerikanischen Lebends und beinhaltet Kunstausstellungen, Live-Aufführungen, Musikkonzerte, Tastings und vieles mehr. Das Calle Ocho Festival, der Miami Karneval, findet einmal jährlich auf der Calle Ocho statt. Es zählt zu den größten Festivals weltweit mit über einer Million Besuchern.

 

Miami Beach

Auch in Miami Beach war ich bereits in der Vergangenheit. Diese, auf einer langgestreckten Insel an der Biscayne Bay errichtete, Stadt beheimatet etliche Hotels, Ferienhäuser, Nachtclubs und Restaurants. Viele Stars haben hier ein Luxusapartment – hier gilt sehen und gesehenw werden. Der schöne und lange Sandstrand sowie das Art-Deco Viertel entlang des Ocean Boulevards sind die Hauptsehenswürdigkeiten. Parken ist auch hier ein großes Problem – falls ihr länger Zeit am Strand verbringen wollt, solltet ihr euch nach einem Parkhaus umschauen. Parken an der Straße ist in der Regel etwas teurer hier und es ist alles andere als einfach einen freien Parkplatz zu finden.

Wenn ihr in Miami Beach seid, müsst ihr den Ocean-Boulevard, die berühmteste Flaniermeile, entlang laufen. Der Boulevard führt direkt durch den Art-Deco Distrikt, welcher 960 historische Gebäude in diesem tollen Baustil beinhaltet. Übrigens sollten die Bauten in der Mitte des 20. Jahrhunderts abgerissen werden – zum Glück verhinderten Bürgerinitiativen die Umsetzung des Vorhabens. Heutzutage beinhalten viele Gebäude Hotels und Restaurants. Nachts fahren die Reichen hier mit ihren teuren Autos den Boulevard ab (von Rolls-Royce über Lamborghin sieht man hier alles).

Durch die große Ausdehnung des Strandes findet (auch in der Breite) man selbst in der Saison hier und da noch ein halbwegs ruhiges Plätzchen. An die Bahamas kommen Strände und Wasser natürlich nicht heran, dafür hat man hier jedoch gleich eine riesige Stadt mit tollen Bars und Restaurants um die Ecke.

Bezüglich Essen solltet ihr ein dickeres Portemonnaie dabei haben – in der Regel kostet hier alles ein wenig mehr als in Miami (welches mittlerweile ebenfalls nicht mehr günstig ist). Gegessen habe ich im Restaurant Puerto Sagua (angeblich das berühmteste kubanisch-amerikanische Restaurant in South Beach). Dort gibt es authentisches kubanisches Essen (wobei mich das nicht wirklich vom Hocker gehauen hat). Die Bewertungen des Restaurants sind gut, geschmacklich war das Essen okay, jedoch erinnert das Ambiente eher ein wenig an einen Schnellimbiss als an ein Restaurant.

Die Lincoln Road Mall solltet ihr ebenfalls ansteuern, wenn ihr in Miami Beach seid. Zwischen Alton Road und Collins Avenue befinden sich unzählige Geschäfte, Restaurants und Bars entlang der Lincoln Road – hier könnt ihr shoppen, bis der Arzt kommt.

Super Rucksack für eure nächsten Reisen*.

 

Fazit Miami und Miami Beach

Als ich das letzte Mal in Miami war, war ich nicht so richtig von der Stadt überzeugt. Dieses Mal war es anders. Zwar hält sich die Anzahl an Sehenswürdigkeiten in Grenzen, jedoch gibt es unzählige tolle Restaurants, Bars und Clubs zu entdecken. Der Strand war interessanterweise relativ leer – vielleicht lag es auch an der Saison. Dennoch ist es hier ähnlich wie in Barcelona, New York, Chicago oder L.A. – eine tolle Stadt und direkt davor Strand, das gefällt mir sehr gut :). Irgendwann komme ich sicher mal wieder zurück – aber es gibt erstmal noch so viel mehr zur entdecken.

Die wichtigsten Tipps für euch in Miami:

  • packt Geld ein – die Stadt ist nicht günstig, v.a. für Essen in Restaurants sollte man einen Puffer einplanen
  • nutzt die Apps um Geld beim Parken zu sparen – damit zahlt ihr auch wirklich nur den Zeitraum, den ihr parkt
  • falls möglich, solltet ihr auch Uber zurückgreifen, wenn ihr nach South Beach geht – hier einen Parkplatz suchen ist ein Krampf
  • falls euch die lokalen Hotels zu teuer sind, solltet ihr euch mal bei AirBnb umschauen – in der Regel sind Hotels in Miami North (nicht am Strand) etwas günstiger

Im nächsten Artikel geht es dann weiter nach Homestead – unterwegs ein kurzer Stopp am Coral Castle und anschließend zur Everglades Alligator Farm.

 

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