Huasteca Potosina – Grutas de la Catedral

Grutas de la Catedral Rioverde

Da ich in letzter Zeit so viel unterwegs war, wollte ich eigentlich ein Wochenende lang ausruhen. Irgendwie überkam es mich dann aber doch und ich fuhr mit zwei Kollegen nach Rioverde, dort haben wir die Grutas de la Catedral und mal wieder Media Luna besucht.

Immer wieder die Huasteca…wobei das Gebiet um Rioverde genau genommen eher zur Media Potosina gehört (für mich geht dort aber alles ineinander über, daher: Huasteca). Was haben wir hier nicht schon alles gesehen? Den surrealistischen Garten von Xilitla, Cascadas de Tamasopo, Puente de dios, Sotano de las Golondrinas, Sotano de los Huahuas, Cascada de Tamul, Cascada el Salto, Cascada de Minas Viejas, Castillo de la Salud, Cascadas de Micos und natürlich die Lagune von Media Luna.

Die Grutas de la Catedral y el Ángel hatte ich noch nicht gesehen. So richtig wusste ich auch nicht, wo sie sich befinden. Jedoch meinte mein Spanischlehrer, dass es dort sehr toll sein soll, also machten wir uns auf den Weg.

 

Anreise

Dieses Mal fuhren wir nicht die Schnellstraße von San Luis Potosí nach Norden und dann die 75D nach Rioverde, sondern die langsame und kurvige Bundesstraße 70. Unterwegs wollten wir im Restaurant La Puerta de Alcala frühstücken (hatte man uns empfohlen), jedoch stellten wir fest, dass dieses nur sonntags öffnet. Als Ziel gaben wir in das Navi Rioverde ein, einige Kilometer vor der Stadt trafen wir jedoch auf einen Wegweiser zu den Grutas und bogen rechts ab. Es folgte eine mehr als 20 Kilometer lange Fahrt durch einige Dörfer (Cieneguillas, San José de las Flores, Los Alamitos). Unterwegs fanden wir immer wieder Wegweiser und Tafeln mit Informationen (selten für Mexiko). Schließlich stoppten wir vor einem geschlossenen Tor. Am Wärterhäuschen daneben zahlten wir pro Person 35 Peso Eintritt (und kauften gleich noch zwei Flaschen Wasser, Bier gibts übrigens auch^^). Man erklärte uns auf Spanisch, dass wir bis zum nächsten Wärterhäuschen weiterfahren und dort parken sollten. Den Rest dann zu Fuß. Gesagt, getan, fuhren wir den steinigen Feldweg entlang.

Tipp: Ihr solltet ein Auto mit etwas mehr Bodenfreiheit dabei haben.

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Die Tropfsteinhöhle

Nach einigen Minuten erreichten wir ein gut ausgebautes Picknickareal (nebst Veranstaltungsplatz, Duschen, Toiletten und Platz zum Zelten). Wir ließen das Auto dort stehen und liefen noch etwa 15 Minuten den Weg weiter entlang des Flußbettes.

Schließlich erreichten wir ein ein kleines Haus unter einer Hängebrücke. Dort wartete bereits ein Guide auf die Heerscharen an Touristen (ich habe nur ein einziges weiteres Auto gesehen, jedoch keine Leute). Er fragte, warum wir gelaufen sind – hätten doch auch bei ihm parken können (na toll… ). Der ältere Mann holte zwei Taschenlampen heraus und führte uns zum Eingang und durch die gesamte Grotte. Dabei erzählte er in Spanisch einiges über die Größe und Form der Höhle (Form einer Kirche/Kathedrale) und zeigte zig Figuren, die er in verschiedene Stalagmiten und Stalaktiten hineininterpretierte (wahrscheinlich viel Langeweile, während der auf Touris wartet…).

Die Höhle selbst war gigantisch und genial! Erst war ich skeptisch, was nach so einer langen Anreise noch kommen mag, und dann war ich baff. Der Raum, der sich vor uns öffnete, als wir die Höhle betraten, war locker über 50m hoch, überall hingen Tropfsteine von der Decke oder bildeten sich ihre Gegenpole am Boden. Viele wurde mit verschiedenen bunten Lichtern angestrahlt und erzeugten eine besondere Atmosphäre. Die Tour dauerte etwa 45 Minuten, dabei stellten wir fest, dass der alte Mann fitter im Treppensteigen war, als wir. Ab und zu hielten wir an, da unser Guide uns die besten Fotostellen zeigen wollte. Als wir schließlich wieder ans Tageslicht kamen, waren wir schwer beeindruckt so eine Höhle hier mitten im Nirgendwo zu finden. Um die Ecke soll es übrigens noch eine Zipline geben, da wir den Guide aber nicht so richtig verstanden und er uns etwas von einem Jaguar im Wald erzählte, traten wir lieber den Rückweg an^^. Auf dem Weg zum Auto kam uns dann eine Gruppe von mindestens 20 Jugendlichen entgegen – es gibt also doch noch andere Touristen hier!

 

Fazit

Wie immer in der Huasteca: Mitten im Nirgendwo findest du die tollsten Sachen. Für lachhafte 35 Peso kann man hier eine tolle Höhle besichten, die Tropfsteinhöhlen in Deutschland in nichts nachsteht. Leider ist die Anreise sehr langwierig und fast ein wenig nervig, weil man endlich ankommen will und dann immer noch ein paar Kilometer weiterfahren muss. Wer aber ohnehin eine Tour zur Media Luna plant, der kann hier einen Abstecher machen (Achtung: Der Guide spricht nur Spanisch).

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