Bernal – Eingang zur Sierra Gorda und Pueblo Mágico mit höchstem Monolithen der Welt

Pena de Bernal

Heute geht es um Bernal – ein idyllisches kleines Dorf, dass durch den höchsten Monolithen der Welt Bekanntheit erlangt hat.

Schon oft habe ich euch von der Stadt und dem Bundesstaat Querétaro berichtet. Neben einer boomenden Metropole (Querétaro), die viel über die Geschichte Mexikos zu berichten hat, gibt es im Bundesstaat auch noch das Naturparadies der Sierra Gorda. Damit aber noch nicht genug – rund um Querétaro reiht sich ein Weingut an das nächste und mit Bernal und Tequisquiapan gibt es noch zwei Pueblo Mágicos, die ihr nicht verpassen solltet.

 

Anreise

Von San Luis Potosí aus ist Bernal denkbar einfach zu erreichen: Ihr nehmt einfach wieder den Highway 57 in Richtung Querétaro. Kurz vor der Stadt biegt ihr auf die Umfahrung 57D ab. Nach etwa 80 km kommt ein Abzweig auf die Bundesstraße 100 nach Bernal. Dieser folgt ihr noch etwa 40 km. Ihr werdet den Monolithen schon von weitem sehen. Die folgende Karte beinhaltet einen Pin für Bernal sowie den Weg in die Sierra Gorda:

 

Geschichte

Der Ort Bernal (bzw. San Sebastían Bernal) wurde 1642 durch spanische Familien gegründet. Da man das Land den Ureinwohnern, den Chichimeken, raubte, griffen diese häufig an und man musste eine Kaserne bauen, die später zum Gefängnis und dann zum Regierungsgebäude umgebaut wurde. Der Name Bernal kommt aus dem arabischen und bedeutet Fels. Im Laufe der Zeit kamen weitere Siedler hinzu und die Stadt entwickelte sich. Heutzutage leben etwa 4.000 Menschen in dem kleinen, aber idylilischen Städtchen.

 

Sehenswürdigkeiten

Peña de Bernal

Berühmt ist Bernal aufgrund des etwa 8,7 Millionen Jahre alten Peña de Bernal, der mit 433 m Höhe (Prominenz 350 m) höchste Monolith der Welt (vor dem Fels von Gibraltar mit 426 m und dem Zuckerhut in Brasilien mit 360 m; man findet auch Quellen im Internet, die Gegensätzliches behaupten, nachgemessen habe ich nicht^^). Da ihm die Mexikaner magische Kräfte andichten, ist er Ziel vieler Hippies und spiritueller Pilgerer. Einmal in Jahr, zur Tagundnachtgleiche, treffen sich hier tausende Pilger um die Energie des Felsens aufzunehmen. Übrigens wurde der Fels 2009 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt – wie alles andere in Mexiko… . Als Besucher und Wanderer könnt ihr den Peña bis zur halben Höhe erklimmen. Festes Schuhwerk* ist empfohlen, da es teilweise über Steine sehr steil nach oben geht. Der Aufstieg dauert ca. 30-45 Minuten bei normaler Kondition. Weiter kommt man nur als professioneller Bergsteiger.

Mittlerweile wurde der Aufstieg umgeleitet und man muss 20 Peso Eintritt bezahlen. Gleich neben dem Wärterhäusschen befindet sich ein großes Restaurant (El Oasis), in dem ihr euch nach den Strapazen des Auf- und Abstieges eine Kokosnuss gönnen könnt.

Kokosnuss Bernal

Wenn man nicht hochlaufen kann, so darf man immerhin mit der Drohne* um den Gipfel fliegen:

 

Zentrum

Das Zentrum von Bernal befindet sich rund um die kleine Kirche Templo de San Sebastián Bernal. Hier gibt es einen kleinen Park, ein tolles Kunsthandwerksgeschäft (Centro Artesanal La Aurora) und sehr viele Restaurants und Bars, da das verschlafene Nest am Wochenende aufgrund vieler Touristen zum Leben erwacht. Ein typisch lokales Gericht sind Gorditas nopales en penca (Teigtaschen gefüllt mit Kaktus und Käse).

 

Übernachtung und Restaurantempfehlung

In Bernal gibt es sehr viele Hotels und Pensionen. Bei meinem letzten Besuch habe ich im Hotel Feregrino* übernachtet. Das Zimmer war zwar ein wenig klein, dafür war ein gutes Frühstück inklusive und das Preis-Leistungs-Verhältnis top.

Gegessen habe ich bei meinem letzten Besuch im Restaurant Tierraciel direkt im Zentrum. Dieses bietet eine Dachterrasse (Jacke nicht vergessen) mit tollem Blick auf den Peña.

Fazit

Bernal eignet sich super für einen Wochenendausflug. Trotz der kleinen Größe ist im Ort am Wochenende einiges los und einen magischen Fels sollte jeder mal während seines Besuches in Mexiko erklimmen^^. Das Tolle: Rund um Bernal gibt es noch unzählige weitere Sehenswürdigkeiten, z.B. die Sierra Gorda, Querétaro, Tequisquiapan, etliche Weingüter, etc. … . Ein Ausflug lohnt sich also!

 

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2 Kommentare

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