Tequisquiapan – Noch ein schickes Pueblo Mágico

Tequisquiapan

Und noch eine schöne kleine Kolonialstilstadt für eure Tour durch Querétaro: Tequisquiapan.

Auf meinem Rückweg von den enttäuschenden Glühwürmchen habe ich neben der Ausgrabungsstätte Tula und einigen Weingütern das Pueblo Mágico Tequisquiapan erkundet. Diese kleine Stadt hat ein tolles Zentrum im Kolonialstil, nette kleine Handwerksläden und einige gute Restaurants/Cafés. Zum damaligen Zeitpunkt genau richtig, um die Chiles en Nogada Saison zu eröffnen (und dort schmeckte es wirklich phänomenal – dazu später mehr).

 

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Anreise

Wenn ihr nach Tequisquiapan wollt, dann fahrt ihr erstmal in Richtung Querétaro. Kurz vor der Stadt nehmt ihr den Highway 57D Richtung Mexiko-Stadt (Umfahrung). Etwa 40 Km später biegt ihr auf die Bundesstraße 100 ab und folgt den Schildern in Richtung Tequisquiapan. Nach etwa 8.5 Km fahrt ihr nach rechts auf die Bundesstraße 200 und folgt dieser direkt zur Stadt.

Die Karte zeigt noch einige weitere Sehenswürdigkeiten aus anderen Artikeln. Tequisquiapan liegt relativ zentral.

Meiner Meinung nach einer der leckersten Tequias Mexikos: Don Julio 70*

Geschichte

1551 gründete Nicolás de San Luis Montañez, ein indigener Anführer, der mit den Spaniern eine Allianz einging, die Siedlung Santa María de la Asuncón y de las Aguas Calientes, welche 1861 in Tequisquiapan umbenannt wurde. Viele Indigene lebten hier, vor allem Chichimeken und Otomi. 1861 wurde die Siedlung dann offiziell zur Stadt deklariert, unter dem Namen Villa de Mateos Tequisquiapan. Präsident Venustiano Carranza (1917-1920) besuchte die lokalen Thermalquellen, bevor er 1917 die mexikanische Verfassung unterzeichnete. Er deklarierte Tequisquiapan als geografisches Zentrum Mexikos – ein Denkmal erinnert daran (auch wenn heute eher Zacatecas als geografisches Zentrum gesehen wird). In den 1960er Jahren begann man mit dem Weinanbau rund um die Stadt (heute könnt ihr eine Vielzahl an Weingütern besichtigen – einige davon werde ich euch später noch vorstellen).

 

Tequisquiapan

Heutzutage ist Tequisquiapan ein beliebtes Wochenendziel für Touristen und für Einheimische aus Querétaro und Mexiko-City, die der Stadt entfliehen wollen. Das ganze Jahr über gibt es Festivals, unter anderem werden die nationale Käse- und Weinmesse oder die Stierkampfmesse hier abgehalten. Auch der Golfkurs (18 Loch) und die lokalen Bäder (Balnearios) ziehen viele Besucher von nah und fern an. Ich selbst wollte die traditionellen Häuser, tollen Plätze und Handwerkswaren sehen, die überall in der Stadt verkauft werden. Wenn euch San Miguel de Allende mit seinem großen Handwerksmarkt gefallen hat, dann werdet ihr Tequis ebenfalls lieben.

Der Miguel Hidalgo y Costilla-Platz stellt das Zentrum von Tequisquiapan dar. Seine Ostseite ist von Sandsteinbögen gesäumt unter denen oft Straßenmusiker spielen. Nördlich findet ihr die Pfarreikirche Santa María de la Asunción. Die Gebäude um das Zentrum wurden in ihrem originalen, einfachen Zustand gehalten. Meist gibt es nur zwei Etagen und Holztüren mit alten Eisenscharnieren. An den Fenstern hängen bunte Blumentöpfe. Die Pflastersteinstraßen sind immer noch sehr eng, wie zur Gründerzeit der Stadt. Dies führt, vor allem an Wochenenden, zu Staus.

Tequisquiapan ist für seine Handwerksmärkte bekannt, die meisten von ihnen findet ihr an der Calle Ezequiel Montes in der Nähe der Kreuzung Carrizal (z.B. hier).

Wenn ihr das Monument von 1916 für die geographische Mitte Mexikos besichtigen wollt, dann findet ihr es an der Calle 5 de Mayo, Kreuzung Calle Niños Heroes (hier).

Einen sehr guten Artikel über die Stadt, deren Sehenswürdigkeiten und Feste findet ihr in der englischen Wikipedia: Tequisquiapan.

 

Empfehlung für Übernachtung und Restaurant

Als ich die Stadt besuchte, begann gerade die Chiles en Nogada-Saison. Da ich ein großer Fan dieses tollen Gerichtes bin, probierte ich im Restaurant K’puchinos die süße Speise und war verzaubert. Es könnte daran gelegen haben, dass es meine erste Chiles en Nogada in diesem Jahr war, aber die war wirklich extrem gut, daher meine Empfehlung :).

Übernachtet habe ich nicht in Tequis, aber meine mexikanischen Arbeitskollegen haben Posada del Virrey* oder Gran Misiones Tequisquiapan* empfohlen.

Übrigens – falls ihr die leckere mexikanische Küche mit nach Hause nehmen wollt*:

 

Fazit

San Miguel de Allende hat euch gefallen? Dann könnt ihr bei Tequisquiapan nichts verkehrt machen. Das Zentrum mit seinen schicken alten Häusern ist bezaubernd, die Handwerksmärkte vergleichbar mit San Miguel und das Flair einfach toll. Warum nicht eine Tour nach Querétaro mit einem Ausflug nach Bernal und Tequis? Und wenn noch Zeit ist, dann bei einigen tollen Weingütern in der Gegend vorbeischauen?

 

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