San Miguel de Allende

Vor kurzem war ich in San Miguel de Allende, einer Stadt unweit von San Luis Potosi, die aufgrund ihres typischen Charakters und ihrer tollen Bauten des mexikanischen Barocks als UNESCO Weltkulturerbe gilt.

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San Miguel de Allende liegt 170km südlich von San Luis Potosi – bei normaler Fahrweise braucht man dafür etwa 2h, sodass sich die Stadt gut für einen Tagesausflug eignet. Obwohl man nur kurz unterwegs ist, verlässt man schon den Bundesstaat San Luis Potosi und landet im Bundesstaat Guanajuato. San Miguel de Allende besitzt um die 70.000 Einwohner und trägt seit 2008 den Titel UNESCO Weltkulturerbe. Davor gehörte die Stadt zu den Pueblos Mágicos (magische Orte), das sind Ortschaften, die aufgrund des typischen Charakters als besonders sehenswert gelten (eine Liste gibt es übrigens auf Wikipedia).

Die Stadtbesichtigung beginnt man am besten in der Nähe des Jardín Allende (Garten von Allende) genau im Zentrum der Stadt. Das Auto kann man in einem der Parkhäuser in der Gegend für wenig Geld parken. Der Jardín Allende ist der zentrale Platz der Stadt. Hier wird abends getanzt und es spielen Mariachis, tagsüber ruhen sich die Menschen im Schatten der Bäume aus. Gleich nördlich am Platz gibt es ein Tourismusbüro (Consejo Turístico de San Miguel). Dort kann man sich kostenlos eine Karte der Stadt mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten geben lassen.

Südlich des Gartens befindet sich die Kathedrale Parroquia de San Miguel Arcángel, welche im 17. Jahrhundert rosafarben im gotischen Stil gebaut und im 19. Jahrhundert nach Vorlage des Ulmer Münsters umgebaut wurde. Sie ist definitiv einen Blick wert.

Gleich westlich der Kathedrale befindet sich das Museo Histórico Casa de Allende, welches die Geschichte der Stadt erläutert. Die Stadt wurde 1542 als San Miguel el Grande von einem Franziskaner gegründet. Das Haus, in dem sich das Museum befindet, war das Haus von Ignacio Allende – einem General und Revolutionär, der eine wichtige Rolle im mexikanischen Unabhängigkeitskrieg gespielt hat. Er wurde 1811 in Chihuahua verraten und hingerichtet. 1826 wurde zu seinen Ehren die Stadt in San Miguel de Allende umbenannt. Das Museum stellt Dinge aus der Geschichte der Stadt und aus dem Leben Allendes dar. Es ist kostenlos, bietet interessante Informationen auf Deutsch und Englisch und manchmal finden sogar Vorführungen mit Schauspielern statt. Ein Besuch lohnt sich und dauert ca. 1-2h.
 
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Weiter geht es Richtung Westen zum Centro Cultural Ignacio Ramírez el Nigromante, zu einem Kulturzentrum, welches verschiedene Wechselausstellungen beinhaltet und dessen grüner Innenhof zum Verweilen einlädt. Hat man sich ausgeruht und satt gesehen, so kann man Richtung Süden zum schönen Benito Juárez Park laufen.

Danach geht es steil bergauf Richtung Osten zum El Mirador (Aussichtspunkt), an dem man über die gesamte Stadt sehen kann. Auf dem Rückweg zum Zentrum kann man sich noch das Museo de Juguete (Spielzeugmuseum) und die schöne Kirche Templo de San Francisco (im Churriguerra-Stil) anschauen.

Auf dem Rückweg nach San Luis Potosi lohnt sich noch ein Besuch der jesuitischen Wallfahrtskirche Jesús Nazareno de Atotonilco. Diese ist ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe. Sie enthält wunderschöne Wandgemälde und wird deswegen oft als kleine sixtinische Kapelle bezeichnet.

 

Was gibt es noch in der Umgebung?

Nördlich von San Miguel de Allende gibt es Thermalquellen (zum Beispiel hier: http://www.escondidoplace.com/). Außerdem gibt es südwestlich noch eine Pyramide (Cañada de la Virgen) – Achtung, hier ist die Ortsangabe in Google falsch – am besten Bing verwenden: https://binged.it/2t09MFq. Ich war leider nicht dort, jedoch habe ich gelesen, dass es eine Tour zur Besichtigung gibt, die ca. 2h dauert.

 

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