Huasteca Potosina: Sótano de las Golondrinas – Schwalbenhöhle

Sotano Golondrinas

Anfang des Jahres war ich wieder einmal in Huasteca Potosina. Dieses Mal standen die Sótano de las Golondrinas, das bunte Castillo de la Salud und die Wasserfälle von Micos und Tamasopo auf dem Programm.

Ich liebe die Huasteca Potosina! Hier gibt es so viel zu entdecken, dass ich selbst nach dem dritten Besuch noch lange nicht alles gesehen habe. Ein Kollege von mir war noch nie dort, und so haben wir Anfang des Jahres einen Wochenendtrip unternommen. Dieses Mal ging es zur Schwalbenhöhle, welche sogar noch tiefer als die bereits besuchte Sótano des las Huahuas ist. Außerdem haben wir uns das bunte Castillo de la Salud von Bete Ramón angeschaut, dieses liegt unweit von der Stadt Xilitla mit dem schönen Skulpturengarten von Edward James entfernt. Danach sind wir in Micos ganze acht Wasserfälle mit einer Höhe von 2-8 m hinunter gesprungen und haben uns auf der Heimfahrt in Tamasopo noch Las Cascadas de Tamasopo und El Trampolín angeschaut.

Hinweis beste Reisezeit: Die beste Reisezeit für die Huasteca Potosina ist Januar bis April (ihr solltet jedoch verlängerte Wochenenden und die Osterzeit vermeiden). Ab Mai kann es vereinzelt zu Regenfällen kommen, von Juli-September regnet es häufiger. Während der Regenzeit sind viele Flüsse angeschwollen und ihr könnt nicht darin schwimmen. Nachdem der Regen abgeklungen ist, dauert es einige Zeit, bis die Flüsse ihre Farbe von matschigem braun wieder in ein schimmerndes blau verwandelt haben.

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Schwalbenhöhle

Die Sótano de las Golondrinas (Schwalbenhöhle) liegt 15 km westlich von Aquismón* im Regenwald (auf der gleichen Straße kommt ihr 15 km weiter auch zur Sótano des las Huahuas. Die Schwalbenhöhle ist eine der größten Kalksteinhöhlen der Welt mit einer wahnsinnigen Tiefe von 512 m, davon 370 m freier Fall, was sie vor allem bei Extremsportlern und Basejumpern beliebt macht. Der obere Öffnungsdurchmesser beträgt 50 m und verbreitet sich nach unten hin glockenförmig auf 150 m – gigantisch, oder? Die erste Begehung der oberen Ebene erfolgte 1966. Die zweite, tiefere Ebene, welche nur durch einen engen Schacht erreichbar ist, wurde erst 1969 erforscht. Der Name kommt von den Vencejos, einer Schwalbenart (Halsbandsegler), die in der Höhle nistet. Ähnlich wie bei der Höhle der Huahuas, kann man auch hier am Morgen tausende Vögel aus der Höhle aufsteigen und am Abend mit einer extremen Geschwindigkeit wieder hinein fliegen sehen.

 

Anreise

Flug nach San Luis Potosí

Der Flughafen von San Luis Potosí wird von sieben anderen Städten direkt angeflogen (Tijuana, Mexiko-Stadt, Houston, Dallas, Monterrey, Puerto Vallarta, Querétaro, Cancún). Günstige Flüge findet ihr bei Opodo*. Manchmal kann es auch preiswerter sein nicht nach San Luis Potosí, sondern nach Leon-Guanajuato (Flughafen BJX) zu fliegen. Es gibt zwar Bustouren, ich würde euch jedoch einen eigenen Mietwagen* empfehlen, ihr seid dann viel unabhängiger unterwegs.

Mit dem Auto von San Luis Potosí am Vortag nach Ciudad Valles

Da ich beim letzten Mal das Treiben am Abend beobachtet hatte und ziemlich enttäuscht war, dass die Vögel so schnell flogen, starteten wir dieses Mal am morgen, um den Aufstieg zu beobachten (wobei sie auch dieses Mal sehr schnell waren, sodass man sie nur im Video sieht). Eine Fahrt von San Luis Potosí aus am gleichen Tag könnt ihr somit ausschließen. Am besten reist ihr den Tag vorher nach Ciudad Valles* und übernachtet dort, wie wir.

Damit es schnell geht, fahrt ihr mit dem Mietwagen* von San Luis Potosí aus den Highway 57 nach Norden und wechselt dann nach Villa Hidalgo auf den neuen Highway 75D Richtung Süden (Rioverde). Es sieht zwar erstmal wie ein Umweg aus, aber da man Maut zahlen muss (ca. 10€ pro Strecke), sind die Highways sehr leer und man kommt zügig voran. Von Rioverde geht es dann auf der 70 weiter in Richtung Ciudad Valles*. Unterwegs solltet ihr euch für die Cuota der 70 entscheiden – dabei handelt es sich um einen neu gebauten Highway als Verkürzung.

Übernachtung

Wie bereits erwähnt, müsst ihr am Vortag anreise und in Ciudad Valles* übernachten. Das Grann Hotel* liegt sehr günstig für einen Aufbruch zeitig am morgen, es bietet einen schicken Pool, ein leckeres Restaurant und ein tolles Frühstück – was wollt ihr mehr?

Alternative: AirBnb’s gibt es ebenfalls wie Sand am Meer in Mexiko (falls ihr noch nicht bei AirBnb registriert seid, könnt ihr hier* bis zu 34€ Rabatt auf eure erste Buchung erhalten).

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Sótano de las Golondrinas

Um fünf Uhr morgens sind wir aufgestanden, denn man fährt von der Stadt aus nochmal etwa eine Stunde bis zur Höhle und wir mussten uns ziemlich beeilen (vorher hatten wir uns natürlich im Internet über die Zeit des Sonnenaufgangs informiert). Ich fahre sehr ungern in der Nacht durch Mexiko, aber dieses Mal ließ es sich nicht vermeiden.

Sotano Golondrinas
Gähn…früh 5 Uhr aufgestanden, nur um ein paar Vögel aus einem Loch fliegen zu sehen…

Ihr fahrt von Ciudad Valles* aus die 85 in Richtung Süden und biegt nach ca. 45 km nach rechts in Richtung Aquismón (Höhe 82 m) ab. Von hier aus geht es 15 km auf der Straße 28 de Octubre bergauf bis auf eine Höhe von 968 m. Angekommen parkt ihr das Auto, zahlt ein wenig Eintritt (30 Peso) und steigt ein paar Treppen hinab (ihr müsst etwa 400 m laufen, dabei steigt ihr 50 m hinab, d.h. der Rückweg wird ein wenig anstrengender). Übrigens habt ihr unterwegs einen sehr tollen Ausblick über den Dschungel, den ihr auch genießen könnt, wenn ihr auf dem kleinen Zeltplatz neben dem Parkplatz zeltet (dann vermeidet ihr auch die Anfahrt).

Sotano Golondrinas
Zelten mit Blick ins Tal

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Impressionen

Auf dem Weg gibt es zwei Punkte, von denen aus ihr die Höhle besichtigen könnt. Der zweite Punkt bietet eine etwas größere Plattform, von der ihr aus die Vögel besser beobachten könnt. An beiden Aussichtpunkten befinden sich einige Mexikaner, die euch für wenige Pesos mit einem Seil sichern, damit ihr richtig nah an den Rand der Höhle gehen könnt, um nach unten zu schauen.

 

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Adresse: Karte
  • Öffnungszeiten: Mo-So 05:00-19:00 Uhr
  • Eintritt: 30 Peso pro Person
  • Wie lange dauert ein Besuch?: 1,5-2 h
  • Es gibt einen Imbissstand am Eingang.
  • Warme Kleidung mitnehmen (Pullover, Jacke) – früh ist es noch ziemlich kalt.
  • Was müsst ihr mitbringen?: Wanderschuhe*, Jacke, Wasser, Mückenspray*
  • Drohnen* sind in der Anlage verboten.

Macht der Akku mal wieder schlapp? Am besten gleich unterwegs aufladen – die Sonne Mexikos machts möglich:*

 

In der Nähe

Die Huasteca Potosina ist ein Wunderland voller schöner Sehenswürdigkeiten – hier ein paar weitere Ideen:

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Fazit Sótano de las Golondrinas

Im Gegensatz zur Sótano de las Huahuas ist die der Golondrinas etwas touristischer – es gibt Parkplätze und auch ein paar Dinge zu kaufen. Überlaufen ist sie aber auf keinen Fall und die Eintrittspreise sind nur unwesentlich höher. Nach meiner zweiten Höhle muss ich sagen, dass der Besuch ein Kann, aber kein Muss ist. Die Tiefe und Ausmaße beider Löcher sind schon gigantisch – aber man kann es kaum auf ein Bild bekommen und von den Schwalben bekommt man gar nicht allzu viel mit, da sie so schnell fliegen. Mein Tipp: Eine Höhle reicht, und wenn ich entscheiden müsste, dann würde ich mich für die der Huahuas entscheiden – nicht ganz so tief, dafür kann man aber vom Rand aus besser hineinschauen.

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