Huasteca Potosina – Sotano de las Golondrinas

Sotano Golondrinas

Anfang des Jahres war ich wieder einmal in Huasteca Potosina. Dieses Mal standen die Sótano de las Golondrinas, das bunte Castillo de la Salud und die Wasserfälle von Micos und Tamasopo auf dem Programm.

Ich liebe die Huasteca Potosina! Hier gibt es so viel zu entdecken, dass ich selbst nach dem dritten Besuch noch lange nicht alles gesehen habe. Ein Kollege von mir war noch nie dort, und so haben wir Anfang des Jahres einen Wochenendtrip unternommen. Dieses Mal ging es zur Schwalbenhöhle, welche sogar noch tiefer als die bereits besuchte Sótano des las Huahuas ist. Außerdem haben wir uns das bute Castillo de la Salud von Bete Ramón angeschaut, dieses liegt unweit von der Stadt Xilitla mit dem schönen Skulpturengarten von Edward James entfernt. Danach sind wir in Micos ganze acht Wasserfälle mit einer Höhe von 2-8 m hinunter gesprungen und haben uns auf der Heimfahrt in Tamasopo noch Las Cascadas de Tamasopo und El Trampolín angeschaut.

 

Schwalbenhöhle

Die Sótano de las Golondrinas (Schwalbenhöhle) liegt 15 km westlich von Aquismón im Regenwald (auf der gleichen Straße kommt ihr 15 km weiter auch zur Sótano des las Huahuas. Die Schwalbenhöhle ist eine der größten Kalksteinhöhlen der Welt mit einer wahnsinnigen Tiefe von 512 m, davon 370 m freier Fall, was sie vor allem bei Extremsportlern und Basejumpern beliebt macht. Der obere Öffnungsdurchmesser beträgt 50 m und verbreitet sich nach unten hin glockenförmig auf 150 m – gigantisch, oder? Die erste Begehung der oberen Ebene erfolgte 1966. Die zweite, tiefere Ebene, welche nur durch einen engen Schacht erreichbar ist, wurde erst 1969 erforscht. Der Name kommt von den Vencejos, einer Schwalbenart (Halsbandsegler), die in der Höhle nistet. Ähnlich wie bei der Höhle der Huahuas, kann man auch hier am Morgen tausende Vögel aus der Höhle aufsteigen und am Abend mit einer extremen Geschwindigkeit wieder hinein fliegen sehen.

 

Anreise und Übernachtung

Da ich beim letzten Mal das Treiben am Abend beobachtet hatte und ziemlich enttäuscht war, dass die Vögel so schnell flogen, starteten wir dieses Mal am morgen, um den Aufstieg zu beobachten (wobei sie auch dieses Mal sehr schnell waren, sodass man sie nur im Video sieht). Um fünf Uhr morgens sind wir aufgestanden – übernachtet hatten wir wieder mal im Hotel Plaza Elite* in Ciudad Valles. Von dort aus fährt man nochmal etwa eine Stunde bis zur Höhle und wir mussten uns ziemlich beeilen (vorher hatten wir uns natürlich im Internet über die Zeit des Sonnenaufgangs informiert). Ich fahre sehr ungern in der Nacht durch Mexiko, aber dieses Mal ließ es sich nicht vermeiden.

Sotano Golondrinas
Gähn…früh 5 Uhr aufgestanden, nur um ein paar Vögel aus einem Loch fliegen zu sehen…

Ihr fahrt von Ciudad Valles aus die 85 in Richtung Süden und biegt nach ca. 45 km nach rechts in Richtung Aquismón (Höhe 82 m) ab. Von hier aus geht es 15 km auf der Straße 28 de Octubre bergauf bis auf eine Höhe von 968 m. Angekommen parkt ihr das Auto, zahlt ein wenig Eintritt (30 Peso) und steigt ein paar Treppen hinab (ihr müsst etwa 400 m laufen, dabei steigt ihr 50 m hinab, d.h. der Rückweg wird ein wenig anstrengender). Übrigens habt ihr unterwegs einen sehr tollen Ausblick über den Dschungel, den ihr auch genießen könnt, wenn ihr auf dem kleinen Zeltplatz neben dem Parkplatz zeltet (dann vermeidet ihr auch die Anfahrt).

Sotano Golondrinas
Zelten mit Blick ins Tal

 

Genialen Rucksack zum Reisen und Backpacken gesucht? Hier* werdet hier fündig.

 

Eindrücke

Auf dem Weg gibt es zwei Punkte, von denen aus ihr die Höhle besichtigen könnt. Der zweite Punkt bietet eine etwas größere Plattform, von der ihr aus die Vögel besser beobachten könnt. An beiden Aussichtpunkten befinden sich einige Mexikaner, die euch für wenige Pesos mit einem Seil sichern, damit ihr richtig nah an den Rand der Höhle gehen könnt, um nach unten zu schauen.

 

 

Fazit

Im Gegensatz zur Sótano de las Huahuas ist die der Golondrinas etwas touristischer – es gibt Parkplätze und auch ein paar Dinge zu kaufen. Überlaufen ist sie aber auf keinen Fall und die Eintrittspreise sind nur unwesentlich höher. Nach meiner zweiten Höhle muss ich sagen, dass der Besuch ein Kann, aber kein Muss ist. Die Tiefe und Ausmaße beider Löcher sind schon gigantisch – aber man kann es kaum auf ein Bild bekommen und von den Schwalben bekommt man gar nicht allzu viel mit, da sie so schnell fliegen. Mein Tipp: Eine Höhle reicht, und wenn ich entscheiden müsste, dann würde ich mich für die der Huahuas entscheiden – nicht ganz so tief, dafür kann man aber vom Rand aus besser hineinschauen.

 

Tipps

  • Unbedingt festes Schuhwerk*, eine Jacke bzw. einen Pullover (da oben ist es am morgen ziemlich frisch) und ein Mückenspray* mitnehmen (und nicht nur im Auto liegen lassen, so wie ich…).
  • Drohnen* sind in der Anlage verboten.

 

In der Nähe

Huasteca Potosina – Cascada de Tamul

Huasteca Potosina – Sótano de las Huahuas

Huasteca Potosina – Puente de Dios

Huasteca Potosina – Las Cascadas de Tamasopo

Huasteca Potosina – Las Pozas – Surrealistischer Skulpturengarten in Xilitla

Huasteca Potosina – Laguna de la Media Luna

 

Übernachtung gesucht?*



Booking.com

Genutzte Tags des Beitrags
, ,

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden!