Sierra Gorda – Ruinen von Tancama

Tancama Sierra Gorda

Auch in der Sierra Gorda gibt es archäologische Ausgrabungsstätten. Etwa 10 km südöstlich von Jalpan de Serra befindet sich Tancama, eine der bedeutendsten prehispanischen Siedlungen in der Gegend.

Im ersten Artikel der Serie habe ich euch einen Überblick über die Sierra Gorda gegeben. In den beiden darauffolgenden haben wir die Puente de Dios und den wunderschönen Mirador Cuatro Palos besucht. Heute geht es nach Tancama, einer kleinen Siedlung etwa 10 km südöstlich von Jalpan de Serra, in der es die bedeutendste prehispanische Siedlung der Sierra Gorda gibt.

Anreise

Wie bereits berichtet, gibt es zwei Möglichkeiten der Anreise in die Sierra Gorda – Infos im ersten Artikel. Übernachtet habe ich in Jalpan, weil es sehr zentral liegt. Von dort aus nehmt ihr die Bundesstraße 120 in Richtung Xilitla (nach Osten). Nach etwa 10 km biegt ihr rechts auf einen Feldweg in Richtung Tancama ab (ist ausgeschildert). Folgt dem Feldweg und den Beschilderungen weiter, nach etwa 2,5 km kommt ihr zum Ziel.

Folgende Karte zeigt die Anreise zur Sierra Gorda über Rioverde, den kürzesten Weg von San Luis Potosí aus. Es gibt eine Markierung für die Ausgrabungsstätte Tancama (südöstlich von Jalpan):

 

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Tancama

Stellt  das Auto neben dem kleinen Häusschen ab und zahlt 20 Peso Eintritt pro Person. Danach könnt ihr im Haus eine kleine Ausstellung zu Ausgrabungsstätten und Kulturen in der Region besuchen, bevor ihr den Rest der Anlage anschaut. Tancama kommt aus dem der Sprache der Huasteken und bedeutet „Hügel des Feuers“. Während der Wintersonnenwende entsteht ein Lichthof, wenn die Sonne auf die Spitze des künstlich angelegten Hügels Cerro Alto ausgerichtet ist. Aus der Ferne entsteht dabei der Eindruck eines brennenden Hügels, daher der Name. Errichtet wurde die Stätte, welche aus mehr als 42 Strukturen besteht, zwischen 500-900 n. Chr. (es wird jedoch angenommen, dass es bereits 200 Jahre n. Chr. hier Siedlungen gab). Zwischen 700-900 n. Chr. erreichte sie ihre Blütezeit. Die Bauwerke weisen Merkmale der huastekischen Kultur auf, z.B. runde oder halbrunde Pyramidensockel. Der Ballspielplatz ist mit nur 18 m Länge einer der kleinsten Mexikos. Rund um das Jahr 1000 n. Chr. wurde das Gebiet komplett aufgegeben und später durch Chichimeken erneut besetzt (bis die Spanier kamen und überall ihre Kloster bauten).

Kuriositäten:

In Teilen der huastekischen Kultur wurden Kleinkindern Verbände und Schienen auf dem Kopf befestigt um eine gewünschte Kopfform zu erreichen. Diese Form und angefeilte Zähne machten sie zu angesehenen Personen in der Gemeinde.

 

Achtung: Drohnenflüge* in der Nähe von ärchäologischen Stätten in Mexiko sind nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Verstöße werden teuer geahndet.

 

Fazit Tancama

Auch wenn die Stätte nicht allzu groß ist, so lohnt sich ein kurzer Abstecher, wenn ihr ohnehin in Jalpan seid. Länger als eine Stunde braucht ihr aber definitiv nicht einplanen – außer in der Ausstellung ist wenig ausgeschildert und obwohl es angeblich mehr als 42 Strukturen gibt, steht alles recht nah aneinander und man ist schnell durch.

 

Tipp für eine Übernachtung in der Nähe: Das Los Angeles Hotel* in Jalpan hat mir sehr gut gefallen aufgrund des Pools und der Bar mit vielen Artesenales. Weitere Hotels findet ihr hier (Werbung):


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