Huasteca Potosina – Puente de Dios

Huasteca Potosina Puente de dios

Nachdem ich unter Wasserfällen in Tamasopo baden war, besuchte ich die Puente de Dios. Dabei handelt es sich um ein Wasserloch im Dschungel der Huasteca Potosina, umgeben von Felswänden und Wasserfällen.



Die Puente de Dios (Brücke Gottes) befindet sich im Gegenzug zu den Cascadas nordwestlich von Tamasopo. Von den Cascadas aus muss man erst zurück zur Stadt fahren und diese im Nordosten wieder verlassen. Schon vor dem Parkplatz winken Jungen und möchten beim Einparken helfen. Für 20 Peso wird man einem Parkplatz zugewiesen. Im Anschluss läuft man durch eine kleine Siedlung mit mehreren Imbissständen über Bahnschienen zum Eingang. Der Eintritt ist günstig und kostet nur 30 Peso. Danach geht es über mehrere Treppen steil bergab zum Wasserloch – kurz vorher kann man sich noch entscheiden, ob man nach links in Richtung Flussursprung (Nacimiento) oder geradeaus zur Puente de Dios gehen möchte. Der Weg nach links führt lange am Fluss entlang (hier gibt es ab und an ruhige Stellen zum Baden), endet dann aber abrupt an einem betonierten kleinen Auffangbecken (noch lange nicht am Ursprung des Flusses).

Geradeaus kommt man erst zu einem kleinen Holzhaus in dem man seine Sachen abgeben kann. Richtige Schließfächer gibt es jedoch nicht, sondern man schreibt seinen Namen in ein Buch und dann legt ein Mexikaner die Sachen in ein Regal und sagt die Nummer des Faches. Ein wenig mulmig war mir dabei schon, da beim Abholen die Nummer des Faches ausreichte – am besten sollte man Wertsachen im Auto lassen (Geschäfte/Imbissstände gibt es da unten ohnehin nicht). Gleich vor dem Haus kann man das blau schimmernde Wasserloch, umgeben von steilen Felswänden, sehen. Nun gibt es drei Wege – entweder man ist mutig und springt von einem Absatz in ca. 7m Höhe in das Wasserloch oder man klettert von der Seite her hinein – ein anderer Weg führt auf die andere Seite eines Felsens und man kann sich entgegen der Strömung durch die Höhle zum Wasserloch kämpfen. Das Wasser ist übrigens kristallklar und durch die Lichteinstahlung scheint es blau zu schimmern. Durch einen kleinen Wasserfall herrscht leichte Strömung die vom Wasserloch durch eine kleine Höhle, die eigentliche Brücke Gottes, weiter flussabwärts zieht – keine Angst, es gibt überall Seile zum festhalten. In der Puente de dios kann man ein paar Fledermäuse sehen und sehr tolle Fotos schießen. Auf der anderen Seite kann man dem Flusslauf noch eine ganze Weile folgen und das ein oder andere ruhige Plätzchen finden.

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Tipps:

Genau wie bei den Cascadas sollte man auch hier Gummischuhe dabei haben und man sollte sich unbedingt eine Schwimmweste mitgeben lassen (gibt es am Eingang) – dann hat man die Hände frei um Fotos zu machen :). Bitte seid vorsichtig, beim Klettern auf den Felsen um das Wasserloch kann man sehr leicht abrutschen (ich spreche da aus Erfahrung…warum der deutsche Touri auch überall rumkraxeln muss…). Und noch ein Tipp: Fahrt nicht an einem längeren Wochenende – es sind einfach zu viele Leute und man wird fast durch die Höhle durchgeschoben.

 

Fazit:

Die Wasserfälle, das blau schimmernde Wasser und die kleine Höhle mitten im Dschungel sind ein spektakuläres Naturschauspiel und auf jeden Fall einen Besuch wert. Nicht gefallen haben mir jedoch die vielen Leute, da man gar nicht mehr richtig schwimmen konnte. Auch kann man sich beim Schwimmen durch die Strömung leicht an den Felsen am Rand verletzen. Für Familien mit Kindern empfehle ich daher lieber die Wasserfälle in Tamasopo (Cascadas de Tamasopo) – man kann aber auch beides an einem Tag besuchen, da es nicht weit voneinander entfernt liegt.

 

In der Nähe:

Las Cascadas de Tamasopo

Xilita – Skulturengarten von Edward James

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Anreise von San Luis Potosi aus:

Damit es schnell geht, nimmt man in San Luis Potosi den Highway 57 nach Norden und wechselt dann nach Villa Hidalgo auf den neuen Highway 75D Richtung Süden (Rioverde). Es sieht zwar erstmal wie ein Umweg aus, aber da man Maut zahlen muss (ca. 7€ pro Strecke), sind die Highways sehr leer und man kommt zügig voran. Von Rioverde geht es dann auf der 70 weiter in Richtung Ciudad Valles. Unterwegs sollte man sich für die Cuota der 70 entscheiden – dabei handelt es sich um einen neu gebauten Highway als Verkürzung. Dann einfach die Ausfahrt Tamasopo nehmen und die Stadt nach Nordwesten durchqueren. Fahrtzeit ca. 3-3,5h.

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