Sierra Gorda – Mirador Cuatro Palos

Mirador Cuatro Palos

Was für ein Ausblick und was für eine Ruhe hier oben! Aus 2.700 m Höhe schaut ihr steil bergab in einen gigantischen Canyon. Absolut sehenswert: Der Mirador Cuatro Palos.

Und weiter geht es in der Sierra Gorda. Die letzten beiden Artikel haben euch bereits einen Überblick und einige Infos zur Puente de Dios gegeben. Heute geht es um eine kleine Wanderung auf einen hohen Berg und eine phänomenale Aussicht.

Nicht vergessen: Wichtigstes Accessoire auf eurer Mexiko Reise*.

 

Anreise

Wie bereits berichtet, gibt es zwei Möglichkeiten der Anreise in die Sierra Gorda – Infos im ersten Artikel. Übernachtet habe ich in Jalpan, weil es sehr zentral liegt. Von dort aus nehmt ihr die Bundesstraße 120 in Richtung Querétaro. Nach etwa 48 km biegt ihr links ab in Richtung Mirador Cuatro Palos (der Abzweig liegt in einer Haarnadelkurve). Folgt dem Feldweg (ein Auto mit etwas mehr Bodenfreiheit wird empfohlen). Nach ca. 4 km kommt ihr in eine kleine Siedlung. Hier stellt ihr das Auto auf dem Parkplatz ab und lauft weiter bergauf in Richtung Mirador.

Folgende Karte zeigt die Anreise zur Sierra Gorda über Rioverde, den kürzesten Weg von San Luis Potosí aus. Es gibt eine Markierung für den Mirador Cuatro Palos (westlich von Jalpan):

 

Mirador Cuatro Palos

Gleich neben dem Parkplatz befindet sich ein kleines Wärterhäusschen – hier zahlt ihr pro Person 20 Peso Eintritt. Danach geht es steil bergauf – lasst euch Zeit für den Aufstieg, ihr befindet euch bereits auf einer Höhe von mehr als 2500 m. Nach einer Weile habt ihr links des Weges bereits einen malerischen Ausblick. Es geht aber noch weiter durch den alten Nebelwald bergauf, bis ihr auf ein kleines Plateau kommt. Ihr befindet euch jetzt auf einem der höchsten Punkte der Sierra Gorda, genauer gesagt auf 2727 m. Der Canyon vor euch ist 1.700 m tief!

Die Aussicht ist fantastisch und die Ruhe (zumindest bei meinem ersten Besuch) atemberaubend. Ihr wisst gar nicht, wie gut es tut, wenn man in einem Land, in dem jeder laut am Schnattern oder Krach machen ist, einen Ort totaler Ruhe findet. Mein Tipp: Kleines Picknick mitnehmen und ein wenig ausharren – so ruhig wird es lange nicht mehr (bei meinem zweiten Besuch musste leider unten im Dorf einer seine dämliche Cumbia-Musik so laut aufdrehen, dass man es sogar auf dem Gipfel noch gehört hat – sie können es einfach nicht lassen…).

Auf dem Plateau gibt es Toiletten und eine Rotunde – ich vermute, dass man hier oben auch übernachten kann, vielleicht plane ich das Mal (auf dem Weg nach oben kommt man bereits an einem kleinen Zeltplatz vorbei). Wahrscheinlich ist es wunderschön, am morgen den Nebel in den Tälern hängen zu sehen.

 

Update vom 03.11.19:

Bei meinem dritten Besuch des Miradors habe ich es geschafft: Ich kam zwischen 10-11 Uhr auf dem Gipfel an – und vor mir hing noch alles im Nebel. Nach etwa 15 Minuten wollte ich bereits wieder gehen, als sich innerhalb von 10 Sekunden durch die Sonne der Nebel komplett auflöste – hier die Bilder:

 

 

Ein paar Tipps für eure Reise:

  • genügend Wasser für die Wanderung mitnehmen und Zeit lassen – es geht steil bergauf
  • Sonnenschutz* braucht ihr unbedingt
  • Wanderschuhe sind kein Muss, der Weg ist relativ gut ausgebaut

Achtung: Fliegen mit der Drohne* war fast unmöglich – am Berg gibt es so starke Aufwinde, dass ich dachte, dass die Drohne jeden Moment abdriftet und abstürzt.

 

Tipp für eine Übernachtung in der Nähe: Das Los Angeles Hotel* in Jalpan hat mir sehr gut gefallen aufgrund des Pools und der Bar mit vielen Artesenales. Weitere Hotels findet ihr hier (Werbung):


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