Kuala Lumpur – Petronas Towers und Stadttour

Petronas Towers

Und da bin ich wieder. Leider ging es mit dem neuen Artikel doch nicht so schnell wie ich wollte. Momentan bin ich auf Dienstreise in Mexiko und nutze die Freizeit um weiter über den Malaysia Trip zu berichten. Was darf bei einer Besichtigung von Kuala Lumpur nicht fehlen?

Petronas Towers

Richtig – die Petronas Towers. Diese 452m hohen Zwillingstürme überragen die Stadt und sind das Wahrzeichen schlechthin von Kuala Lumpur. Die Planung begann 1992, 1994 begann man mit dem oberirdischen Bau und 1999 wurden die Tower offiziell eröffnet. Von 1998 bis 2004 waren die Petronas Towers die höchsten Gebäude der Welt (das ist ein wenig umstritten, wie man auf Wikipedia nachlesen kann). Das Design der Türme stammt vom Architekturbüro César Pelli & Associates Architects. Verbaut wurden ca. 37.000t Stahl – da Malysia aber zu wenig Stahl besaß wurden viele Teile durch Stahlbeton ersetzt, welcher das Gewicht stark nach erhöhte. Ein Turm der Petronas Towers wiegt um die 300.000t.

Ein weiteres markantes Merkmal der beiden Türme ist die Skybridge in 172m Höhe. Sie wurde im Jahr 2000 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Um Schwingungen der beiden Türme auszugleichen ist die zweistöckige Brücke auf riesigen Kugellagern angebracht.

In den Türmen befinden sich mehrere Einkaufszentren, ein Konzertsaal für die Philharmonie Malaysia, eine Kunstgalerie, das Naturwissenschaftsmuseum „Petrosains“ und Büros. Das Aufzugssystem ist eine Besonderheit, da die Geschossfläche kleiner als bei anderen Wolkenkratzern der Größenordnung ist. Es besteht aus doppelgeschossigen Hochgeschwindigkeitsaufzügen. Will man in ein Geschoss mit ungerader Nummer fahren, steigt man im Erdgeschoss ein, bei einer geraden Nummer eine Etage höher. Die Skybridge kann dabei als Umsteigestation genutzt werden (jedoch nicht für Besucher, denn für diese ist nur eine Etage der Brücke zugänglich).

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Besuch und Tickets

Normalerweise kann man die Tickets für den Besuch online kaufen. Jedoch funktionierte das mit meiner Kreditkarte nicht. Eine weitere Option ist der Kauf der Tickets am Morgen vor Ort in den Towers. Die Tickets werden immer für einen Besuch am gleichen Tag verkauft und da die Anzahl pro Tag limitiert ist, sollte man sich beeilen. Der Ticketschalter öffnet 08:30 Uhr. Wir kamen 9 Uhr an und es waren noch eine Menge Tickets verfügbar (besondere Zeiten, wie z.B. 07:30 Uhr für den Sonnenuntergang waren aber bereits ausverkauft).

Hat man seine Tickets bekommen, geht man zusammen mit einer Gruppe, die die gleiche Zeit gebucht haben, erst auf die Skybridge und dann zur Besucheretage. Die Türme sehen von Nahem und Weitem wahnsinnig faszinierend aus. Von der doppeletagigen Skybridge wird eine Etage für die Besucher genutzt, die andere ist nicht offen zugänglich. Ich fand den Besuch sehr toll und finde, dass man Kuala Lumpur nicht wirklich gesehen hat, wenn man nicht auf den Petronas Towers war.

 

Übrigens gibt es am Abend im KLCC Park hinter den Towers eine tolle Wassershow (erinnert ein wenig an die Show vorm Bellagio Hotel in Las Vegas).

 

Stadtrundfahrt

Etwas, dass ich ich immer wieder gerne mache, sind Stadtrundfahrten mit Hop-On/Off-Bussen. So eine Tour gibt es natürlich auch in Kuala Lumpur. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg möchte ich euch hier noch einige vorstellen, die ich mir genauer angeschaut habe:

Jalan Petaling Straße – Willkommen in Chinatown

Auf dieser Straße und in der Gegend drum herum herrscht das reinste Gewusel – überall gibt es Restaurants, Fressbuden und Läden. Außerdem kommen noch etliche Straßenverkäufer dazu. Der Großteil der Händler sind Chinesen, der überwiegende Teil der Waren gefälscht. Hier gilt wie auch schon in China: Handeln was das Zeug hält!

Übrigens: Vorsicht bei den chinesischen Grillständen. Das Fleisch sieht super lecker aus, schmeckt aber süßlich und ist mir nicht wirklich bekommen (ging mir China auch einmal so mit den süßen Würsten, die dort verkauft werden).

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Sri Mahamariamman Temple – ältester Hindu-Tempel Malaysias

Wie viele andere Hindu-Tempel, hat auch dieser hier einen unaussprechlichen Namen. Ich bin eigentlich kein großer Fan der Hindu-Tempel, da ich es in der Regel ein wenig ekelhaft finde wenn jeder barfuß durch die Gegend läuft (die Sauberkeit lässt dort auch oft zu wünschen übrig). Dennoch habe ich meine Schuhe neben dem Eingang abgegeben und bin kurz durchgelaufen – war ja ohnehin schon da. Es handelt sich um den ältesten Hindu-Tempel Malaysias, er wurde 1873 gegründet.

 

Central Market – wer vom Shoppen noch nicht genug hat…

Gleich in der Nähe des Tempels befindet sich der Central Market (eigentlich kann von Jalan Petaling zum Tempel und dann weiter hierher laufen). Falls ihr nach Jalan Petaling noch Geld übrig habt, dann schaut hier einfach mal rein. Aber Handeln bitte nicht vergessen!

Botanischer Garten

Der botanische Garten, Perdana Botanical Gardens (auch bekannt als „Lake Gardens“) ist die älteste Parkanlage Kuala Lumpurs und befindet sich inmitten der Stadt. Sie ist 92ha groß und beinhaltet neben dem Tasik Perdana See einen Vogelpark, einen Schmetterlingspark und einen Orchideengarten. Letzteren habe ich mir angeschaut. Der Eintritt war kostenlos (normalerweise scheint es etwas zu kosten, aber niemand hat kontrolliert). Der Garten ist sehr toll angelegt und lädt zum Verweilen und Genießen ein. Die vielen bunten Orchideen sind wirklich toll.

 

Masjid Negara – Malaysias Nationalmoschee

Vom botanischen Garten aus kann man die Jalan Lembag Straße wieder in Richtung Stadt laufen. Man kommt am Muzium Kesenian Islam Malaysia vorbei, einem sehr guten Museum für islamische Kunst (ich bin aber nicht hinein gegangen). Folgt man der Straße weiter, kommt man zur Masjid Negara, der Nationalmoschee Malaysias. Diese gigantische Moschee fasst 15.000 Gläubige. Sie wurde 1965 erbaut und hat ein 73m hohes Minarett sowie ein 18-eckiges sternförmiges Stahlbetondach (beides stellt einen geschlossenen und einen offenen Regenschirm dar). Der Eintritt ist kostenlos – Frau müssen sich jedoch verschleiern (am Eingang gibt es Roben), Männer in kurzen Hosen ebenso. Die Moschee ist sehr groß und interessant anzusehen. Nicht gefallen haben mir jedoch die vielen Prospekte, die den Islam als einzige Religion deklarieren und betonen, dass die Frauen im Islam im Gegensatz zu anderen richtig frei sind.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten entlang des Weges

Natürlich bietet die Stadt noch zig weitere Sehenswürdigkeiten. Mit dem Hop-on-off Bus kamen wir unter anderem  noch am Muzeum Negara (Nationalmuseum), dem KL Tower, dem Nationalpalast, der Masjid Jamek Moschee, dem Hauptbahnhof und dem Nationaltheater vorbei. Hier ein paar Bilder:

Im nächsten Artikel gibt es noch einen besonderen Tipp für Kuala Lumpur und danach geht es um einen Tagestrip nach Singapur – das lässt sich von Kuala Lumpur aus nämlich ganz einfach per Bus erreichen. Außerdem fehlt ja noch mein Fazit zu dieser genialen Stadt :).

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