Malaysia – Pulau Pangkor – Entspannung am Sandstrand

Pasir Bogak Beach

Meine letzten Tage in Malaysia habe ich auf dem kleinen Inselparadies Pulau Pangkor verbracht. Hier gibt es nicht nur Regenwald, Nashornvögel, kristallklares Wasser und schöne Sandstrände, sondern auch eine extrem entspannte Atmosphäre – der richtige Ort zum Abschluss meines Sightseeing-Trips durch die malaiische Halbinsel.

In den vorangegangenen Artikeln waren wir schon im quirligen Kuala Lumpur, dem Regenwald von Taman Negara, den grünen Teefeldern der Cameron Highlands, der beim Lonely Planet berühmten Stadt Ipoh und der Insel Penang. Viele würden jetzt sicher noch einen Abstecher nach Langkawi machen, ich entschied mich aber dagegen und verbrachte die letzten Tage meines Aufenthaltes auf der Insel Pangkor. Da das viele Sightseeing auch ein wenig anstrengend ist, wollte ich mich noch ein paar Tage ausruhen, bevor es wieder nach Hause ging.

 

Über Pangkor

Pangkor ist viele Touristen sicher noch kein Begriff. Die kleine Insel (nur 4 km lang und 12 km breit) befindet sich in der Straße von Melakka und von der Distanz her etwa in der Mitte zwischen Penang und Kuala Lumpur und eignete sich somit super für einen letzten Stopp auf dem Weg zurück nach KL. Das Inselinnere ist bergig, mit Dschungel bedeckt und nur schwer zugänglich. Hier kann man Nashornvögel finden, aber dazu später mehr. Der West-Teil der Insel ist touristisch erschlossen – hier findet man mehrere Hotels, Pensionen und Bungalow-Dörfer. Es ist jedoch noch nicht überlaufen, sodass man viel Ruhe an den Sandstränden genießen kann.

In den kleinen Dörfern und Siedlungen der Insel wohnen ca. 20.000 malaiische, chinesische und indische Menschen (wobei man sich die ganze Zeit fragt, wo die alle sind). Es gibt einen Flughafen und einen Hafen, an dem die Fähre von Lumut anlegt. Neben Taxis scheinen Roller das Hauptforbewegungsmittel der Einwohner zu sein, was zu Chinese New Year leider zu einer äußerst belastenden Geräuschkulisse geführt hat.

 

Anreise per Flugzeug

Pangkor bestitzt im Norden einen Flughafen (PKG), welcher früher von Berjaya Air angeflogen wurde, leider wurde der Betrieb mittlerweile eingestellt.

 

Anreise per Fähre

Neben dem Flugzeug kann man die Insel aber auch mit der Fähre von Lumut aus erreichen. Das Beste dabei: Der Busterminal von Lumut befindet sich direkt in Laufnähe zur Fähre.

  • Hin- und Rückfahrt kostet günstige 10 RM
  • Fähre fährt aller 30-45 Minuten
  • Erste Fahrt von Pangkor aus beginnt um 06:30 Uhr, von Lumut aus um 7:00 Uhr.
  • Letzte Überfahrt findet um 20:30 Uhr statt.
  • Hier müsst ihr aufpassen: Die Fähre hält an zuerst bei SPK Jetty in Sungai Pinang Kecil und dann bei Pangkor Jetty in Pangkor Town. Ihr müsst am zweiten Stopp aussteigen.
  • Hier noch ein paar Infos zur Fähre.

 

Fortbewegung auf der Insel

Der touristische Teil und die schönen Strände befinden sich auf der Westseite der Insel, entweder in der Nähe von Teluk Nipah oder Pantai Pasir Bongak. Direkt vor dem Fährterminal warten schon einige Taxis auf eure Ankunft. Für 20 RM könnt ihr auf die andere Seite der Insel fahren. In den jeweiligen Siedlungen ist alles fußläufig erreichbar. Manche Hotels und Pensionen bieten auch einen Pickup-Service von der Fähre. Wenn ihr wollt, könnt ihr aber auch einen Roller in der Nähe der Fähre mieten und für eure Inseltouren nutzen – passt aber bitte auf den Linksverkehr auf!

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Übernachtung

Übernachtet habe ich im wunderschönen Nipah Guesthouse* in Taluk Nipah. Den Tipp dazu habe ich in einem Internetblog gefunden. Das Nipah Guesthouse ist eigentlich nicht nur ein Guesthouse sondern besteht aus mehreren A-förmigen kleinen Hütten mit eigenem Bad, Klimaanlage und genug Platz für Bett und Taschen, die neben einem großen Pool angeordnet sind. Neben dem Pool befinden sich unter einem kleinen Dach drei Hängematten, die zum entspannen einladen. Die nette und hilfsbereite Eigentümerin, Alicia, wohnt mit ihrem Ehemann, Kindern und einer Katze, die gelegentlich durch die Anlage schlendert im Haupthaus neben dem Eingang zur Anlage. Dort befindet sich auch der kleine Speisesaal, in dem jeden morgen ein sehr leckeres Frühstück (Eier, Toast, Marmelade, Obst, Nasi Lemak – in Papier eingepackter Reis und Pfannkuchen – die muss man allerdings selbst zubereiten) serviert wird.

Vom Strand zur Anlage kann man zu Fuß laufen, auf dem Weg kommt man an einer Fütterungsstation für Nashornvögel vorbei. Einmal am Tag kann man bei der Fütterung zuschauen oder auch selbst daran teilnehmen, indem man etwas Futter hochhält und die Vögel es aufschnappen lässt.

Da das Guesthouse nicht die ganzen vier Tage verfügbar war, habe ich meinen letzten Tag im Pangkor Coral Bay Ressort* verbracht. Das ist ein großes Hotel mit Pool im Zentrum in der Nähe des Strandes. Leider ist diese Ecke schon sehr touristisch und die Straße vor dem Hotel nicht gerade ruhig. Da Chinese New Year vor der Tür stand, war das Hotel ausgebucht und der Pool bis zum Rand mit Kindern gefüllt. Mit der Ruhe vom Guesthouse Nipah war es vorbei, vor allem aufgrund der vielen Roller auf der Straße vor dem Hotel.

Coral Bay Resort

Tipp: Sollte das Nipah Guesthouse online schon ausgebucht sein, kannst du Alicia über ihre Website auch direkt anschreiben – vielleicht wird ja kurzfristig noch etwas frei.

Ideal zum Backpacking*:

 

 

Strand und Sehenswürdigkeiten

Vom Guesthouse aus sind drei Strände schnell erreichbar – die Turtle Bay, Monkey Bay and Coral Bay. Der ruhigste ist in der Turtle Bay (Vorsicht vor den Affen!), der schönste aber in der Coral Bay – dort ist es ruhig und es gibt Hängematten und Schaukeln :).

Am Coral Bay Beach findet ihr auch zwei Restaurants – Nipah Deli und Daddy´s Cafe. Vor allem Daddy´s Cafe lohnt sich – Essen und Getränke sind lecker und man kann direkt am Strand essen :).

 

Den Strand entlang könnt ihr zum Lin Je Kong Temple laufen, der ist nicht ganz so schön, wie die anderen auf meiner Reise, aber immerhin ist der direkt am Strand. Ihr könnt euch auch ein kleines Boot mieten und zur Insel Giam und Mentagor paddeln.

Coral Bay Beach Pangkor
…dann paddelt mal los – rechts Giam, geradeaus Mentagor

Weiter im Süden gibt es noch den Pasir Bogak Beach. Hier geht es ein wenig touristischer zu – es gibt Wassersport und einige Kioske/Imbissstände. Entspannter ist es aber auf jeden Fall an den anderen drei Stränden in der Nähe von Teluk Nipah.

 

Tipp 1: In der Nähe vom Pasir Bogak Beach werden Wassersport und Bootstouren angeboten. Die Bootstouren gibt es auch von Teluk Nipah aus, sie sind meist überteuert und zeigen euch ein paar sinnlose Dinge, wie einen Stein, der wie ein Elephant oder eine Schildkröte aussieht. Verzichtet lieber darauf!

Tipp 2: Wer es etwas exklusiver möchte, der kann sich auf im Luxusressort* auf der Insel Pankor Laut einmieten. Die Insel befindet sich in Privatbesitz des Ressorts und bietet wunderschöne weiße Sandstrände, mehrere Pools, Gästebungalows und Villas, die keinen Luxus vermissen lassen.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten

Viele Sehenswürdigkeiten hat Pangkor nicht zu bieten, man ist ja schließlich zum Entspannen dort. Wenn ihr aber, so wie ich, nicht allzu lange stillhalten könnt, dann hier noch ein paar Tipps:

  • Geht Schnorchlen oder tauchen
  • Leiht euch ein Boot, JetSki oder Roller und erkundet die Insel
  • Wandert durch den Regenwald auf dem Jungle Trek und schaut beim Wasserfall vorbei.
  • Besucht die Ruine des Forts Kota Belanda, das die niederländische Ostindien Kompanie 1680 errichtet hat.
  • Oder schaut euch den Fu Lin Kung oder den Sri Pathira Kaliamman Tempel an

Eine Karte hab ich auch noch gefunden.

 

Und wie ging es weiter?

Pangkor war die letzte Station meiner Reise durch die malaiische Halbinsel. Im Anschluss nahm ich erneut die Fähre nach Lumut, einen Bus nach Kuala Lumpur und begab mich voller neuer Eindrücke und schon ein wenig Sehnsucht auf den Heimweg nach Deutschland. Malaysia war eines der Länder, die eigentlich nicht sehr weit oben auf meiner Liste standen. Da es aber sehr günstige Flüge gab, dachte ich mir, warum nicht? Im Nachhinein muss ich sagen, dass sich die Reise sehr gelohnt hat – ich habe unheimlich viele freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen, hatte jeden Tag gutes Wetter, hab sehr lecker und günstig gegessen und extrem viele verschiedene Eindrücke gesammelt (Großstadt, Dschungel, grünes Hochland, Inselparadiese).

Malaysia ist:

  • vielfältig (verschiedene Kulturen und Religionen leben hier ganz friedlich nebeneinander)
  • interessant (Tempel, Teefelder, Regenwald, Inselparadiese uvm.)
  • Hip (Street-Art, alternative Cafes und Bars)
  • einfach zu bereisen (alle sprechen Englisch und sind superfreundlich, es gibt günstige Bus- und Flugverbindungen zwischen den meisten größeren Städten)
  • günstig (man kann für weniger als 10€ sehr gut essen)
  • lecker (hier gibt es einen bunten Mix aus der chinesischen, indischen und malaiischen Küche)
  • warm (tropisches Klima, da kommt man ganz schön ins Schwitzen)
  • bunt (vor allem die indischen Tempel)
  • sicher (ich hatte während meiner Reise keinerlei schlechte Erfahrungen)

 

Jedem Backpacking-Einsteiger kann ich Malaysia nur ans Herz legen. Hier macht ihr nichts verkehrt: Die Leute sind Backpacker gewohnt, alle sprechen Englisch, es ist günstig und sicher. Würde ich die Reise erneut antreten, würde ich Ipoh raus lassen (hat sich nicht so wirklich gelohnt) und dafür lieber einen Tag länger in Penang bleiben. Vielleicht würde ich mir auch noch Langkawi anschauen.

Für eure Reise nach Malaysia wünsche ich euch alles Gute! Ihr könnt mir gerne einen Kommentar mit euren Erfahrungen hinterlassen.

 

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