Peking – Große Mauer bei Mutianyu und Silk-Markt

Mutianyu Great Wall

Die letzte Station unserer Reise war erneut Peking, denn von hier ging am 27.05. unser Flug zurück nach Deutschland. Am Mittwoch waren wir bei der großen Mauer bei Mutianyu und am Donnerstag haben wir im Silk-Market unser letztes Geld ausgegeben.


Also nochmal Beijing – hier kannten wir uns ja schon ein wenig aus. Unser Hotel lag diesmal direkt im Lishi-Hutong in der Innenstadt, es hieß 161Hotel*. Vom Standard her war es okay – es gab eine hübsche Lobby. Preis und Ausstattung waren aber nicht so gut wie im Nostalgia, zumal nicht mal Frühstück inbegriffen war.

 

Große Mauer bei Mutianyu

In der Nähe von Peking gibt es viele Mauerabschnitte – die bekanntesten sind Badaling (nicht empfohlen, da voller Touris) und Mutianyu (nähere Infos und weitere Abschnitte hier). Mutianyu liegt ca. 65 km nördlich von Beijing. Die Anreise kann entweder mit einer privaten Tour (mit oder ohne Guide, ca. 700 RMB Gesamt) oder per Bus/MiniVan (ca. 40-60 RMB pro Person). In einigen Hotels werden auch Touren angeboten – diese sind aber oft überteuert (in unserem Hotel z.B. 280 RMB p.P.). Wir entschieden uns für den Bus. Es gibt verschiedene Optionen – die schnellste ist der Bus 916 Express (wichtig: Express!) vom Busbahnhof nordöstlich der Metro-Station Dongzhimen. Ein Ticket kostet 12 RMB, mit der Beijing Transportation Card sogar nur 6 RMB. Man fährt von Dongzhimen zur Haltestelle Huairou Beidajie (ca. 70 Minuten, Station nicht verpassen) und von dort nimmt man am besten einen der Minivans (Vorsicht: Abzocke! Man sollte für eine Fahrt nur 50-80 RMB bzw. 10-20 RMB pro Person bezahlen!) oder Bus H23, H24, H35, H36 nach Mutianyu Roundabout. Die Verkaufsstelle für die Eintrittskarten zur Mauer ist dann aber erneut 3 km von diesem Roundabout entfernt, sodass man entweder laufen oder einen weiteren Minibus für 15 RMB pro Person nehmen muss.

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Viele Reiseführer warnen vor sogenannten Schleppern – das sind Leute, die oft im Bus 916 Express sitzen und dann die Weiterfahrt nach Mutianyu zu überteuerten Preisen anbieten – daher immer das Angebote anhören und abwägen. Auch wir wurden im Bus von einem Mann angesprochen – er hatte uns schon beim Einsteigen geholfen und wollte uns sagen, an welcher Station wir aussteigen müssen. Nachdem er dann mit uns an der richtigen Station ausgestiegen war zeigte er uns natürlich sein Auto und bot uns eine Fahrt zur Mauer an. Er wollte 30 RMB pro Person, was eigentlich viel zu viel war, aber er war sehr sympathisch und hilfsbereit. Er gab uns noch den Tipp, an der Tanke neben dem Busstopp viel Wasser zu kauen, da es dort günstiger als an der Mauer ist und da wir aufgrund der Wärme viel Wasser brauchen würden. Da seine Familie innerhalb des Tourismus-Areals um die Mauer wohnt, konnte er uns bis zum Büro für die Eintrittskarten fahren und sparte uns somit die Fahrt mit dem Minibus für 15 RMB pro Person (und schon war der Preis wieder okay ;). Angekommen bot er uns an mit seinem Auto zu warten und uns danach zum Bus zurück zu fahren (nochmal für den gleichen Preis) – wir nahmen das Angebot an, da er uns noch viele weitere Tipps gab und sehr lustig/sympathisch war. Er gab uns im Auto auf dem Weg auch schon englischsprache Broschüren und erzählte uns, dass die Obamas, Bill Clinton und nur einen Tag vor uns Mike Tyson dort waren – er hatte sogar Fotos!

Der Eintritt zum Mauerabschnitt kostete 45 RMB pro Person. Danach konnte man entscheiden, ob man zur Mauer hochwandern (=anstrengend^^) oder mit Seilbahn oder Sessellift hochfahren und ob man im Anschluss mit Seilbahn oder Sommerrodelbahn runterfahren wollte. Wir entschieden uns für den Sessellift und danach die Sommerrodelbahn für 100 RMB pro Person.

Der normal zugängliche Mauerabschnitt ist 5.4 km lang und enthält mehrere Wachtürme. Neben der Mauer gibt es immer mal Toiletten und Snackstationen. Wir gingen Westwärts und kamen dann nach einer riesigen Treppe zum Ende des restaurierten Stückes. Nachdem wir über eine kleine Mauer geklettert waren, kamen wir zur alten, wenig/nicht restaurierten Mauer, auf der wir noch einige Minuten weiterliefen, bis wir die Spitze eines Berges erreicht hatten. Auf diesem Mauerstück war jedoch Vorsicht geboten, da es steil bergauf ging, jedoch keine Treppen vorhanden waren. Wir mussten uns am Rand festhalten, damit wir nicht wegrutschten, aber schaut selbst:

 

Silk-Market

Auch in Beijing gibt es mehrere Märkte – am bekanntesten ist der Silk-Market (eine Übersicht weiterer Märkte gibt es hier). Er befindet sich neben der U-Bahn-Station Yonganli. Hier haben wir an unserem letzten Tag unser letztes Geld verprasst. Natürlich war wieder handeln an der Tagesordnung – aber mittlerweile haben wir da Erfahrung drin. Hier einige unserer besten Preise:

  • Softshell-Jacke (North Face Fake): 100 RMB
  • Bluetooth In-Ear-Phones (super Quali): 80 RMB
  • Bluetooth-Speaker: 100 RMB
  • GoPro 4K Fake: 120 RMB
  • Mini-Qadrocopter mit Kamera 180 RMB
  • Tee-Tasse mit Deckel, Innensieb, Tellerchen: 50 RMB

Da wir unter der Woche waren, war auch dieser Markt sehr entspannt. Aber Vorsicht: Die angebotenen Preise sind meist viel zu hoch. Je nach Produkt sollte man beim Handeln versuchen auf 10%-20% des Angebotspreises zu kommen. So haben wir ein Kleidungsstück gekauft – der Preis der Verkäufern war 980 RMB, wir haben es auf 100 RMB runtergehandelt.

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Am Abend waren wir nochmal gemeinsam essen und dann ging es mit zwei Taxis (5 Personen + Gepäck) zum Flughafen. Hier darauf achten, dass die Taxometer eingeschaltet sind – man zahlt für die Fahrt 60-100 RMB.

 

Kosten:

  • Bus 916 Express: eine Strecke 12 RMB, 6 RMB wenn man die Transportation Card nutzt
  • Minivan von Bushaltestelle Huairou Beidajie zu Mutianyu Roundabout: 10-20 RMB p. P. (bei uns mehr)
  • Minibus von Mutianyu Roundabout zum Ticket Office (falls benötigt): 15 RMB
  • komplette Tour von Peking mit einem Minivan + Guide: ca. 700 RMB Gesamt
  • Eintritt Mutianyu Great Wall: 45 RMB p.P.
  • Sessellift einzeln 60 RMB, Rodelbahn einzeln 60 RMB, Komplettpaket 100 RMB p.P.

 

Fazit:

Zu Peking hatte ich ja bereits beim letzten Mal ein Fazit geschrieben. Bleibt nur noch zu sagen, dass auch zwei weitere Tage nicht genug waren, um alles zu sehen. Es gibt sehr viele Sehenswürdigkeiten in Peking und immer wieder etwas Neues zu entdecken – vielleicht komme ich nochmal wieder :).

Unsere Reise ist nun am Ende angekommen. Donnerstagnacht sind wir todmüde in den Flieger eingestiegen und zurück nach Deutschland geflogen. Nach einem entspannten Wochenende bin ich bereits wieder auf Arbeit. Wir haben so viele Dinge gesehen und erlebt, dass es sicher eine Weile dauern wird, bis ich alles verarbeitet habe und vor allem bis ich die 20 GB Fotos und Videos sortiert habe :D. Zu gegebener Zeit möchte ich nochmal ein komplettes Fazit über den Aufenthalt in China schreiben – nur soviel Vorweg: Das Land hat mich sehr positiv überrascht und ich werde meine Zeit dort nie vergessen :).

 

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