Peking – Die geschichtsträchtige Stadt

Peking Forbidden City

Am Freitag, dem 13.05.2016 begann dann unsere Tour durch China. Geplant war die Route Peking – Xian – Shanghai – Putuoshan – Peking in nur 12 Tagen.

Unsere sechs Wochen in Shenyang sind wie im Flug vergangen. In der letzten Woche waren wir zum Abschied noch ein paar Mal mit den chinesischen Kollegen essen. Ich hatte eine sehr schöne Zeit hier, habe viele neue Freunde gefunden und Erfahrungen gesammelt. Einiges werde ich sicher vermissen. Jetzt beginnt aber erstmal unser Trip. Da wir jeden Tag unterwegs sein werden, weiß ich noch nicht, ob ich euch viel während des Trips schreiben kann. Vielleicht werde ich nur ein paar Bilder hochladen und dann alles zusammenschreiben, wenn ich wieder zu Hause bin. Schauen wir mal… 🙂

 

Beijing (Peking)

Peking ist die Hauptstadt Chinas und mit über 21 Millionen Einwohnern (gesamtes Verwaltungsgebiet, Kernstadt ca. 8 Millionen Einwohner) die zweitgrößte Stadt der Welt. Der Name Beijing bedeutet „nördliche Hauptstadt“, er wurde von Kaiser Yongle gewählt, nachdem sein Vorgänger Hongwu in seine Hauptstadt in Nanjing („südliche Haupstadt“) errichten ließ. Peking hat eine über 3000-jährige Geschichte aufgrund derer es ein bedeutendes Kulturerbe darstellt. Einen guten Überblick liefert der Wikipedia-Artikel.

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Am Freitagnachmittag sind wir mit sämtlichen Gepäckstücken in Shenyang mit dem Taxi zum Bahnhof gefahren. Von dort ging es knappe fünf Stunden mit dem G-Zug zum Hauptbahnhof in Beijing. Dort angekommen sahen wir die Schlange von Leuten bei den Taxis und haben uns für U-Bahn und Bus zum Hotel entschieden. Die Strecke hatte ich vorher schon mal aufgeschrieben. Also los gings – Bahnhof, dann U-Bahn 2 (Ringbahn) und danach Bus 60 nach Beijing Amusement Park und das alles mit dem ganzen Gepäck. Schließlich mussten wir noch ca. 100 m laufen und – tada! – endlich fix und fertig am Hotel angekommen. Unser Hotel hieß Nostalgia Temple of Heaven* und ist sehr zu empfehlen (Nostalgia ist eine Hotelkette,Temple of Heaven heißt der große Park in der Nähe).

Am Abend sind wir dann nur noch ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben etwas gegessen. Auf dem Weg haben wir mal wieder tanzende Chinesen gesehen – in den Städten sieht man relativ häufig Gruppen älterer chinesischer Frauen tanzen. Für uns Europäer sieht das in der Regel sehr lustig aus:

Tipp Nahverkehr: Ein einfacher Weg den Nahverkehr in Peking zu nutzen ist die sog. Transportation Smart Card. Dabei handelt es sich um eine besondere Nahverkehrskarte, die man immer wieder mit Geld aufladen und in U-Bahn, Bus und Co. nutzen kann um nicht immer neues Tickets kaufen zu müssen (vergleichbar Oyster Card in London). Als Benefit sind viele Fahrten damit auch günstiger (z.B. Ersparnis beim Busfahren). Die Karte gibt es in allen größeren Metro-Stationen gegen eine Leihgebühr von 20 RMB, dort kann sie auch aufgeladen werden. Die Rückgabe ist jedoch nur in wenigen Stationen möglich. Weitere Informationen (Englisch).

 

Samstagmorgen haben wir dann die anderen vom Flughafen abgeholt – also 5 Uhr mit dem ersten Bus nach Chongwenmen, danach mit der Ringbahn 2 nach Dongzhimen und schießlich mit dem Airport Express zum Flughafen. Es gab kurz noch ein wenig Verwirrung, wer wo ist, aber schließlich fanden wir uns alle. Nachdem alle im Hotel eingecheckt hatten, waren wir erstmal beim 08/15-Chinesen um die Ecke zum Essen. Da die anderen noch nie in China waren, konnten wir jetzt mit  unserem Wissen glänzen und haben erstmal allerlei super leckere chinesische Speisen bestellt.

Als alle satt waren, es aber immer noch stark regnete, entschieden wir uns für eine Planänderung – wir ließen den Temple of Heaven Park erstmal weg (kommen ja später nochmal wieder) und gingen in das YongHe Lama-Kloster. Dieses besteht aus sehr schönen und bunten Tempeln, gefüllt mit allerlei verschiedenen Buddhas. In der letzten Halle steht sogar ein 27 m hoher Buddha, der angeblich aus einem kompletten Baum geschnitzt wurde. Bei diesem Kloster handelt es sich um das wichtigste buddhistische Kloster außerhalb Tibets. Die Räume und die Gestaltung waren überwältigend schön. Überall sah man betende Chinesen und man konnte Räucherstäbchen anzünden. Der viele Rauch hatte einige Teile der Anlage schon ganz schön vernebelt.

 

Im Anschluss ging es in die sogenannten Hutongs. Dabei handelt es sich um kleine Gassen mit Lädchen an beiden Seiten. Früher sah es überall in Peking so aus, aber mit der Zeit verschwanden diese traditionellen Viertel immer mehr aus dem Stadtbild. Man kann man dort gut einkaufen, wobei einiges schon ein wenig touristisch (=teurer) erschien. Am Ende der Tour kamen wir noch am Bell- und Drumtower vorbei, hatten jedoch keine Zeit für Fotos, da wir einen Tisch in einem guten (angeblich) Restaurant für Peking Ente bestellt hatten (Restaurant JingZun). Die Ente war dann doch nicht so toll und das Restaurant konnte man bestenfalls als mittelmäßig betrachten. Immerhin sah es von außen gut aus^^.

 

Am Sonntag sind wir zeitig aufgestanden, haben gefrühstückt, ausgecheckt und sind mit den Massen zur verbotenen Stadt gepilgert. Die Eintrittskarten hatten wir uns von einem Arbeitskollegen vorbestellen lassen und mussten sie vor 12 Uhr abholen (was gerade noch so geklappt hat). Es war riesiges Glück, dass unsere Pässe nicht nochmal kontrolliert wurden, denn ich hatte meinen nicht dabei :/ (Achtung: Normalerweise muss man zum Abholen/Kaufen von Tickets den Pass vorlegen!). Die verbotene Stadt war der Wahnsinn – viel größer und imposanter als die in Shenyang. Es reihen sich unzählige Hallen und Tempel aneinander und zwischendrin schieben sich die Touris durch. Wir haben uns am Eingang einen Audioguide gekauft, welcher bei den
wichtigen Stellen immer von allein zu sprechen beginnen sollte. Leider hat das nicht funktioniert – entweder kam gar kein Kommentar oder die Sprache passte nicht.

 

Nach der verbotenen Stadt sind wir nochmal über einen Essmarkt geschlendert und haben mal wieder einige interessante Speisen gesehen und probiert. So gab es einen Stand mit Skorpionen, Mehlwürmern, Seesternen, Seepferdchen und weiterem am Spieß. Die Skorpione werden sogar lebend aufgespießt und dann in die Fritteuse gesteckt.

Am Sonntagabend sind wir dann mit dem Nachtzug von Beijing nach Xi’An gefahren. Es gibt verschiedene Zugklassen (hatte ich schon mal erwähnt) und wir haben und für ein Abteil mit Soft-Sleeper-Bettern entschieden. In so einem Abteil befinden sich immer 4 Betten. Über die Website China DIY Travel kann man die Zugtickets buchen, der jeweilige Ansprechpartner versucht alle Tickets zusammen (=gleiches Abteil) zu bekommen. Im Gegensatz zu den D- und G-Zügen war der Nachtzug schon sehr alt (Z-Zug). Die Abteile waren klein, es gab keine Duschen (nur Waschbecken) und die Hygiene (z.B. saubere Bettlaken) war nicht so toll… . Dennoch schafften wir es, eine Nacht mit dem Zug zu fahren. Am Montagmorgen 08:30 Uhr sind wir dann im schönen Xi’An angekommen. Aber dazu später mehr.

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Fazit Beijing:

Peking hat mir sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu Shenyang geht hier alles viel entspannter zu (vor allem der Verkehr). Die Straßen sind größer und grüner und es ist nicht alles künstlich neu gebaut sondern besteht schon seit vielen Jahren. Unzählige Hochhäuser sieht man hier auch nicht, eher auch mal normale kleinere Stadtgebäude. Zum Glück kommen wir am Ende nochmal hierher zurück, aber auch zwei Tage mehr werden für diese Stadt nicht reichen. Es gibt extrem viel zu sehen und zu erleben. Für einen Besuch der verbotenen Stadt sollte man die Karten am besten vorher Online reservieren lassen, denn dort sind gefühlt Millionen Touris unterwegs.

 

Karte:

 

Links und Infos:

 

Nützliche Apps:

  • Explore Beijing (Metro-Plan)
  • OsmAnd mit China Karte (Open Street Map)
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