El Meteorito San Luis Potosí – Wandern um den Krater

El Meteorito San Luis Potosi

Ihr denkt, dass ihr schon alles in San Luis Potosí gesehen habt? Den Meteoritenkrater nördlich der Stadt kennt ihr bestimmt noch nicht. Er eignet sich super für eine kleine Wanderung am Wochenende.

Nördlich von San Luis Potosí gibt es einen Krater mit einem Durchmesser von 800 m und einer Tiefe von 200 m. Bei den Menschen aus San Luis Potosí ist er nur als El Meteorito bekannt – googelt man ein wenig, findet man jedoch die Bezeichnung La Hoya Honda. Entgegen vieler Aussagen handelt es sich nicht um einen Meteoritenkrater, sondern um einen Vulkankrater mit einzigartigen Tier- und Pflanzenarten.

El Meteorito San Luis Potosi

 

Anreise

Der Krater gehört zur Gemeinde La Purísma etwa 40km nördlich der Stadt. Wie so oft im Mexiko gibt es keine Ausschilderung, nicht mal eine Hinweistafel. Und wie immer bin ich aufgebrochen, ohne mich vorher zu informieren – Ergebnis: Wir mussten mit unserem Mietwagen über verschiedene Feldwege, Schotterpisten und sogar durch eine Kuhweide, um schließlich anzukommen. Während der Wanderung haben wir aber gesehen, dass es auf der anderen Seite des Kraters sogar einen Parkplatz gibt. Leider kenne ich ich den Weg dorthin nicht, sodass ich euch hier nur unsere Anfahrt beschreiben kann:

Nehmt von San Luis Potosí aus die 57 Richtung Norden (nach Matehuala). Nach knapp 40 km Fahrt kommt ihr an der Abfahrt nach Ventura vorbei. Hier fahrt ihr runter und folgt der Straße (ihr könnt auch etwas später runterfahren, jedoch ist die Abfahrt dort nicht beschildert). Ihr überquert zwei Bahnschienen und kommt schließlich kurz vor Villa Hidalgo raus. Dort biegt ihr links ab und folgt der Straße unter dem Highway durch. Danach geht es eine ganze Weile Feldwege entlang, bis ihr schließlich erneut nach links abbiegt (keine Angst – falls das Tor geschlossen ist, könnt ihr es einfach öffnen und nach euch wieder schließen). Dem Weg folgt ihr so lange, wie es euer Fahrzeug erlaubt. Den Rest müsst ihr dann laufen.

La hoya honda
Erst noch die Kühe vorbeilassen, dann geht es links durch das Tor.

 

Wanderung

Vom geparkten Auto aus folgten wir dem Weg bis zum Rand des Kraters. Dort befindet sich linkerhand eine Holzhütte (wahrscheinlich mal als Aussichtspunkt geplant). Rund um den Krater gibt es mehrere dieser Hütten (oft auch mit einer Info-Tafel zu Tieren/Pflanzen deneben). Ausgeschilderte Wanderwege gibt es nicht, daher trampelten wir weiter nach links um den Krater herum (Achtung: Man sollte nicht gleich links von der ersten Hütte nach unten gehen, da man dort nicht weiter kommt und einen Teil zurücklaufen muss).

La hoya honda

Unterwegs trafen wir andere Touristen, die uns sagten, dass dort mal eine richtige Parkanlage mit Wanderwegen, etc. geplant war, jedoch nie abgeschlossen wurde (daher diese Hütten überall). Auf der gegenüberliegenden Seite von unserem Startpunkt kann man ein befestigtes Haus und einen Parkplatz sehen (wie oben bereits erwähnt, weiß ich leider nicht, wie man dorthin kommt). Von dieser Seite kann man auch auf einer Holztreppe in den Krater hinabsteigen.

Eine komplette Umrundung ist theoretisch nicht möglich, da Stacheldrahtzaun und kleine Mauern den Weg begrenzen. Da wir jedoch kein Verbotsschild sahen, haben wir es trotzdem gemacht (Vorsicht vor den Kakteen und stacheligen Büschen). Die komplette Umrundung dauerte 2,5h.

 

 

Fazit

Falls ihr noch nichts am Wochenende geplant habt, kann ich die kleine Wanderung sehr empfehlen. Klar, San Luis Potosí ist Wüste und auch dort sieht man außer auf dem Grund es Kraters wenig grüne Vegetation. Dennoch ist der Ausblick sehr toll und die Wanderung wenig anstrengend.

Auf die folgenden Dinge solltet ihr jedoch unbedingt achten:

  • festes Schuhwerk* (bestenfalls Wanderschuhe)
  • unbedingt lange Hosen* – in Mexiko gibt es viele gefährlich und sogar tödliche Tierarten (Klapperschlangen, Skorpione, Spinnen, etc.); die langen Hosen braucht ihr aber auch wegen den Kakteen entlang des Weges
  • Sonnencreme* – ihr seid in der Wüste auf 1900 m Höhe
  • genügend zu trinken – jeder, der schon mal in SLP war weiß, wie trocken es hier ist
  • Handy mit Offline Navigation – ihr werdet am Krater und auf dem Weg dorthin kaum Empfang haben – daher am besten die Karte in Google Maps vorher herunterladen –> als Satellitenfoto, sonst seht ihr die Wege nicht
  • bestenfalls ein offroad-taugliches Auto
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