Key West – Schnorcheln, Sehenswürdigkeiten und Strände

Fort Zachary Historic State Park

Na, hat euch das Inselfeeling schon gepackt? Heute geht es um meinen zweiten Tag im schönen Key West.

Gestern kam ich endlich in Key West an. Die wunderschönen Sandstrände, kleinen Inseln und grünen Parks entlang des Overseas Highways versüßten mir die etwas längere Fahrt. Heute hatte ich eine Schnorcheltour gebucht, nahm mir weitere Sehenswürdigkeiten und zwei Strände von Key West vor. Die Sonne schien wie jeden Tag meines Sommerurlaubs und überall konnte man das entspannte Feeling der Inselbewohner fühlen.

 

Schnorcheltour

Meine Schnorcheltour hatte ich bei Fury Water Adventures gebucht. Die Tour sollte 09:30 Uhr beginnen, so dass ich zeitig aufstehen musste (…das im Urlaub…) und schnell das super leckere Frühstück hinunterschlingen musste (hm…Zimtkringel :). Angekommen am Pier wurde die große Masse von Touristen schnell in Gruppen auf zwei Katamarane verteilt. Nach einer kurzen, sehr lustigen Einleitung ging es hinaus aufs offene Wasser. Bei der Tour sind Getränke inklusive – man sollte aber die Finger vom Alkohol auf dem Hinweg lassen, sonst wird man das Schnorcheln nicht sehr genießen können. Die Katamarane sind sehr groß und bieten locker Platz für 30-40 Personen. Man kann sonnengeschützt unter einem kleinen Dach sitzen oder sich am Bug und den Seiten des Bootes Sonnen.

Nach etwa 30-45 Minuten Fahrt kamen wir am Schnorchel-Spot an. Alle bekamen Equipment (Flossen, Schnorchel, Brille; man konnte auch eigenes mitbringen) und schon ging es los. Das Wasser vor Ort hatte eine Tiefe von 1-1,5m, die Sicht war klar, aber es gab einige Wellen, sodass das Schnorcheln etwas anstregend war.

Die gesamte Tour dauerte 3h und kostete etwa 40 Dollar pro Person (man kann online buchen). Mitbringen solltet ihr auf jeden Fall ein Handtuch, Sonnencreme und Schwimmsachen. Eine Unterwasserkamera oder Action-Kamera* ist ebenfalls empfehlenswert.

Als ich in Key West war, fand ich die Tour ganz okay. Es gab leider nicht allzu viel zu sehen (hatte viel mehr erwartet), aber von Ablauf, Planung und Preis her war es okay. Euch würde ich jedoch empfehlen auf meine Berichte von den Bahamas zu warten: In den Bahamas sieht man schon deutlich mehr Dinge, wenn man nur mal in Strandnähe ins Wasser schaut.

Nach der Tour musste ich etwas essen (einen Key Lime Pie 🙂 und kehrte zum Hotel zurück, um mich zu duschen und meine Sightseeing Tour zu starten. Auf dem Weg machte ich noch einen Abstecher zum:

 

Harry S. Truman Little White House

Das Little White House in Key West war die Winterresidenz von President Harry S. Truman. Insgesamt verbrachte er während 11 Besuchen 175 Tage auf Key West. Nach Truman kamen auch einige weitere Präsidenten für ein paar Tage nach Key West – manchmal für Meetings, manchmal zum Ausruhen oder für Events, zum Beispiel Dwight D. Eisenhower und John Kennedy. Anfang der 90er wurde das Haus zu einem Denkmal und Museum umgewandelt, welches 1991 eröffnete. Das Haus wurde übrigens 1890 als Quartier für den ersten Offizier der U-Boot-Station gebaut und stand damals noch am Wasser – dieser Blick ist über die Zeit durch Landgewinn verloren gegangen.

Das Museum ist 365 Tage im Jahr von 09:00-16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist mit etwa 20 Dollar pro Person sehr teuer (ich hab mir das Geld gespart und nur von außen Fotos gemacht). Das Viertel, in dem das Haus steht, Truman Annex, beinhaltet noch weitere wunderschöne Kolonialstilgebäude und ist auf jeden Fall einen Spaziergang wert.

 

Zurück im Hotel und fertig geduscht überlegte ich mir, wie man sich bei so einem Wetter am besten viele Sehenswürdigkeiten und Strände anschaut. – Richtig, mit dem Fahrrad 🙂 (kann man für 12 Dollar pro Tag am Guesthouse* ausleihen).

Fahrrad Key West

 

Ernest Hemingway House

Während ich gestern abend nach Norden zum Mallory Square lief, nahm ich mir heute den Süden der Insel vor. Erster Stopp in der Whitehead Street: Das Ernest Hemingway House (Hausnummer 907). Hemingway lebte mit seiner Frau und seinen Katzen von 1931-1939 gleich gegenüber dem Leuchtturm in der Whitehead Street. Das zweietagige Haus im französischen Kolonialstil wurde 1851 vom Marinearchitekt Asa Tift auf einer Höhe von 4,9m über NN errichtet (dem zweithöchsten Grundstück der Insel^^). Der Onkel von Ernests zweiter Frau Pauline kaufte das Haus als Hochzeitsgeschenk für Ernest und sie.

Bei einer Tour kann man viel über das Haus erfahren – zum Beispiel war es das erste Haus mit Swimming Pool in Key West. Auch wurden Szenen einiger Filme im Haus gedreht (bspw. James Bond Lizenz zum Töten, Das Leuchten der Erinnerung).

Übrigens streunen Ernests Katzen noch immer auf dem Grundstück (kurios: 2009 äußerte ein Museumsbesucher Zweifel an der Gesundheit der Tiere, durch einen Gerichtsbeschluss wurde das Museum daraufhin dazu verdonnert, sich um die Katzen zu kümmern, sie zu kennzeichnen und ihnen richtige Unterkunft zu bieten).

Das Museum im Haus hat 365 Tage im Jahr von 09:00-17:00 Uhr geöffnet. Eintritt kostet üppige 14 Dollar pro Person und beinhaltet eine 30-minütige Guided Tour.

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Key West Lighthouse

Gleich gegenüber des Hemingway House an der Whitehead Street befindet sich das Key West Lighthouse. Dieser 1825 gebaute, 20m hohe Leuchtturm, wurde durch den Great Havana Hurricane 1846 zerstört und 1848 wieder aufgebaut (dieses Mal nur 15m hoch). 1873 wurde die Spitze des Turmes erneuert, damit wuchs er um weitere drei Fuß. Als die umliegenden Bäume größer wurden, wurde der Turm 1894 um weitere 20 Fuß erhöht.

Leuchtturm

Heutzutage betreibt die Key West Arts and Historical Society das Light House and Keeper´s Quarters Museum im Turm. Es ist täglich von 09:30-16:30 Uhr geöffnet und kostet 12 Dollar Eintritt (habe ich mir aus Zeitgründen gespart, wollte ja noch an den Strand :).

 

Southernmmost Point

Am Ende der Whitehead Street (Ecke South Street) befindet sich der südlichste Punkt der kontinentalen Vereinigten Staaten. Von hier aus sind es nur 90 Meilen nach Cuba. Die Boje, die den Ort markiert, ist wahrscheinlich eins der am meisten fotografierten Motive von Key West. Mittlerweile bilden sich lange Touristenschlangen davor, da jeder ein Foto machen möchte (nur ich nicht, ich hatte ja früher schon mal eins gemacht :).

Southernmost Point
…anstehen für ein Foto mit einer Boje…

Übrigens handelt es sich natürlich nicht um den südlichsten Punkt. Der südlichste Punkt liegt in der Navy Basis neben der Boje und wenn man den Overseas-Highway nicht als Landverbindung akzeptiert, dann liegt der südlichste Punkt im Ort Flamingo in den Everglades.

 

Fort Zachary Taylor

Eine fünfminütige Fahrradtour Richtung Westen brachte mich zum Fort Zachary. Hier gibt es den südlichsten State Park Floridas, ein altes Fort und einen wunderschönen Strand. Der Bau des Forts begann 1845 und galt der Verteidigung der Südküste der USA. Aufgrund der abgelegenen Lage, Hurricanes und Krankheiten der Arbeiter wurde es erst 1866, nach Ende des Bürgerkriegs, beendet. Im Bürgerkrieg diente es den Nordstaaten als Festung und zur Blockade des Golfs von Mexiko für konföderierte Schiffe. Nach weiterem Ausbau ab 1889 diente das Fort im Spanisch-Amerikanischen Krieg als Küstenartilleriestellung und im ersten und zweiten Weltkrieg als Übungsgelände. 1947 gab die Army die Anlage auf. 1968 begannen Freiwillige mit Ausgrabungen auf dem Gelände, dies führte zur Eröffnung als State Park 1976.

Kurios: Ursprünglich lag das Fort 350m vor der Küste von Key West – auch hier wirkte mittlerweile die Landgewinnung.

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Der schönste Strand von Key West

Nachdem ich schon einiges von Key West gesehen habe, steht für mich fest, dass der Strand im Fort Zachary Taylor Historic State Park der schönste der Insel ist.

Leider gab es auch hier wieder eine Menge Braunalgen am Strand und im Wasser. Im Gegensatz zum etwas weiter östlich gelegenen Higgs Beach war der Geruch noch nicht vorhanden und man konnte zumindest noch ein wenig planschen gehen. Die Nachrichten berichteten dieses Jahr häufig über die giftige Algenblüte im Golf von Mexiko, deren Ursache noch nicht ganz klar zu sein scheint. So schlimm wie im Artikel der Zeit war es aber nicht – zumindest im State Park konnte man noch schwimmen gehen und ein Geruch war nicht zu vernehmen.

 

Und was gab es heute zu Essen?

Nach einem erfolgreichen Tag mit Schnorcheln, Sightseeing und Strand, kehrte ich am Abend zum Guesthouse zurück. Erneut begab ich mich in die Duval Street, um etwas zu Essen zu suchen und etwas gegen den Bierdurst zu tun. Heute landete ich bei DJs Clam Shack, einem ausgezeichneten Meeresfrüchte-Imbiss. Besonders beliebt ist hier die Lobster Roll (Hummer) für etwa 20 Dollar (ja, Key West ist nicht günstig…).

 

Tipps für Key West:

  • es gibt einen kostenlosen Bus, der sog. Duval Loop; fährt von 06:00-24:00 Uhr alle 15-30 Minuten und hält an wichtigen Stationen in der Innenstadt
  • Fahrradfahren ist cool – Fahrräder gibt es so ziemlich an allen Ecken der Insel; Kosten ca. 10-15 Dollar pro Tag (im Guesthouse ebenfalls ausleihbar)
  • überlegt euch vorher, welche Sehenswürdigkeiten euch wirklich wichtig sind – die Eintrittspreise sind nicht gerade günstig für das, was man zu sehen bekommt
  • vergesst den Higgs Beach, geht direkt zum Fort Zachary State Park
  • die angebotenen Schnorcheltouren sind ganz nett, aber nicht vergleichbar mit dem, was in meinen nächsten Artikeln über die Bahamas kommt; falls ihr nicht auf die Bahamas weiter reist, dann macht eine Tour auf Key West, ihr werdet Spaß haben, auch wenn es nicht so viel zu sehen gibt
  • Essen auf Key West ist teuer – wollt ihr es etwas günstiger, dann sucht nicht in der Duval Street, sondern lauft ein paar Straßen Richtung Osten; meine beiden Restaurant-Tipps funktionieren aber auch mit dem etwas schmaleren Geldbeutel
  • Parken in Key West ist nicht ohne – an vielen Straßen darf man nicht parken, an anderen findet man einfach keinen Platz – Tipp: bucht eine Unterkunft mit Parkplatz*
  • ich verstehe nicht, warum alle Touris zum Mallory Square rennen, um den Sonnenuntergang anzuschauen – man schaut ja eigentlich direkt auf den Sunset Key; probiert doch mal einen anderen Ort

 

Wie geht es weiter?

Am folgenden Tag fuhr ich wieder zurück nach Miami und stieg in den Flieger nach Nassau. Was ich unterwegs noch gesehen habe und welches blöde Malheur mir vor Abflug noch passiert ist, lest ihr im nächsten Artikel.

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