Guanajuato – Die wunderschöne Stadt – Teil 1

Estatue Don Quijote
Estatue Don Quijote Guanajuato

Vor einiger Zeit war ich in Guanajuato, meiner Meinung nach einer der schönsten Städte Mexikos. Da es viel zu sehen gab, habe ich den Artikel auf drei Seiten aufgeteilt.

Die wunderschöne Kolonialstilstadt Guanajuato ist nicht weit von San Luis Potosí entfernt und liegt sehr zentral zwischen León und San Miguel de Allende. Im Gegensatz zu letzterer solltet ihr aber mehr als einen Tag für den Besuch einplanen, es gibt einfach viel zu viel zu sehen.

Tipp: Im letzten Artikel findet ihr noch drei weitere Stationen und einige Empfehlungen für Restaurants.

Der beste Reiseführer für eure Mexiko-Reise*.

 

Anreise

Mit dem Auto von San Luis Potosí aus

Von San Luis Potosí aus fahrt ihr mit dem Mietwagen* den Highway 57 in Richtung Querétaro. Kurz nach dem BMW Werk biegt ihr nach links auf den Highway 37 nach Villa de Reyes ab (naja, eher Bundesstraße^^). Bleibt auf der Straße bis San Felipe, dort wechselt ihr auf die 77 nach Silao (ein furchtbar hässliches Kaff). In Silao müsst ihr dann nur noch auf die 110D nach Guanajuato abbiegen (Achtung: Mautstraße).

Alternative: Ihr könnt auch etwas länger auf dem Highway 57 bleiben und nach etwa 85 km auf die Bundesstraße 57 nach Dolores Hidalgo abbiegen (ein kleines sehenswertes Nest, vor allem, wenn euch die mexikanischen Geschichte interessiert). Kurz vor Dolores Hidalgo kommt ihr automatisch auf die Bundesstraße 110. Diese führt euch durch die Stadt und auf der anderen Seite direkt weiter nach Guanajuato.

 

 


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Mit dem Flugzeug

Guanajuato befindet sich nur 30 Kilometer vom internationalen Flughafen León-Guanajuato (BJX – Del Bajío) entfernt. Dieser bietet 21 Verbindungen zu verschiedenen Städten in Mexiko und den USA an. Einen Direktflug nach Mexiko-Stadt gibt es ebenfalls. Bei Opodo* findet ihr günstige Verbindungen in die Gegend.

Ich habe euch den Flughafen in der Karte markiert.

 

Übernachtung

Autofahren und parken kann extrem nervig sein in Guanajuato. Aufgrund der kleinen Gassen geht es meist nur einspurig im Einbahnstraßensystem voran. Weiterhin ist ein Großteil der Stadt untertunnelt, weil man zwischen den Häusern einfach zu wenig Platz für Straßenverkehr hat. Aus diesen Gründen empfehle ich euch ein Hotel mit eigenen Parkplatz (ihr könntet euren Mietwagen* auch in einem der Tunnel parken, aber das Wiederfinden könnte kompliziert werden^^).

Bei meinem ersten Besuch in der Stadt habe ich östlich vom Zentrum im Casa Pastita* übernachtet. Die Unterkunft bietet einen kostenfreien Parkplatz, ein eigenes Frühstück, ist sehr ruhig und extrem schlecht zu finden – ich weiß nicht, wie oft ich mich verfahren habe… . Daher habe ich bei allen weiteren Besuchen ein geniales Apartment gemietet: Im Antigua Casa Bram* findet ihr drei günstige und gut ausgestattete Apartments unterschiedlicher Größe. Ein Parkplatz ist inbegriffen, gegenüber befindet sich gleich ein sehr gutes Kaffee (Café Tal mit netter Hauskatze) und falls ihr euch mal selbst etwas zubereiten wollt, dann gibt es in den Unterkünften eine komplette Küche. Der Vermieter ist super nett, ihr könnt ihn nach der Buchung per WhatsApp kontaktieren. Er braucht eure Ankunftszeit, dann ist er da und öffnet das Tor für euch. Die Lage der Apartments ist perfekt für eine Besichtigung der Stadt.

Hier die drei Apartments im Antigua Casa Bram:

AirBnb kann ebenfalls eine Alternative sein. Falls ihr noch nicht bei AirBnb registriert seid, könnt ihr hier* bis zu 34€ Rabatt auf eure erste Buchung erhalten. Auf der Karte findet ihr noch viele weitere Hotels:*



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Guanajuato: Geschichte und Geographie

Guanajuato ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstates und hat ca. 72.000 Einwohner. Sie ist eine der legendären Silberstädte Mexikos und war zu Beginn des 19. Jahrhunderts neben Havanna und Mexiko-Stadt die drittgrößte Stadt der westlichen Hemisphäre. Der Name Guanajuato bedeutet Froschhügel und stammt vom gleichnamigen Fluss. Die Stadt liegt auf ca. 2000 m Höhe in einem Gebirgstal, was sich an der Enge der Straße und den teilweise steilen Auf- und Abstiegen bemerkbar macht. Aufgrund dieser engen Straßen hat man im Laufe der Zeit sehr viele Tunnel unter die Stadt gebaut, um den Verkehrsfluss zu vereinfachen und Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

Im 16. Jahrhundert wurden ersten Silbervorkommen in der Nähe entdeckt und eine Garnison zur Sicherung errichtet. 1558 gingen die Melado- und die Rayas-Mine in Betrieb nachdem man 1557 Teile der größten Minerallagerstätte, der San-Bernabe-Ader entdeckt hatte. Erst ab 1663 errichteten Franziskaner einen Stadtkern und 1671 begann der Bau der größten Kirche, der Basílica Colegiata de Nuestra Señora de Guanajuato. Im 18. Jh. lebten bereits mehr als 16.000 Menschen in der Stadt und die Erzförderung wurde durch neue Entwicklungen vorangetrieben. Ende des 18. Jh. war Guanajuato der weltgrößte Silbererzerzeuger.

Zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges 1810 nahmen etwa 25.000 Aufständische unter Führung von Miguel Hidalgo y Costilla die Alhóndiga de Granaditas ein, in der sich die Verwaltung verschanzt hatte. Die Stadt fiel somit in Rebellenhände, wurde aber 2 Monate später zurückerobert.

Heutzutage ist aufgrund der besonderen Architektur und Lage der Stadt Tourismus die wichtigste Einnahmequelle.

Weitere Infos gibt es wie immer auf Wikipedia.


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Guanajuato: Sehenswürdigkeiten

Tour durch die Stadt

Diese Karte zeigt meine Route durch die Stadt (ohne die Mumien und die Hacienda; dauert manchmal ein wenig zum Laden).

 

Gleich nach meiner Ankunft begann meine Tour. Vorbei am Jardin Embajadoras (dort findet immer Markt statt) lief ich zur Estatua de don Quijote. Man findet überall in der Stadt vereinzelt Statuen von Don Quijote mit seinem Begleiter Sancho Panza. Es gibt auch ein Museo Iconográfico del Quijote, welches 800 Gemälde, Skulpturen und andere Objekte beinhaltet.

Estatua Don Quijote
Estatua Don Quijote Guanajuato

Danach ging es weiter ins Stadtzentrum zum Jardín de la Unión, einem kleinen, grünen Park umgeben von Restaurants und Straßencafes. Im Schatten der Bäume ruhen sich die Menschen aus und man findet überall Mariachis, die aus voller Kehle bekannte mexikanische Lieder singen. Übrigens gibt es überall in der Stadt, und auch hier am Park, kleine Touristenbüros – das sind Straßenstände bei denen man kostenlose Karten der Stadt bekommen kann.

Genial für Reisen nur mit Handgepäck:*

Gleich neben dem Garten findet man das berühmte Teatro Juarez. Dieses wurde von Antonio Ricas Mercado erbaut und zu Beginn des 20. Jahrhunderts fertiggestellt. Im Inneren findet man einen wunderschön verzierten Konzertsaal. Ein Besuch des Theaters lohnt sich, es kostet nur 35 Peso Eintritt.

 

Endlich mit aktiver Geräuschunterdrückung:*

Auch die Iglesia de San Diego, gegenüber des Jardín de la Unión lohnt einen Besuch. Diese Kirche wurde 1663 erbaut und ist eine der ersten Kirchen von Guanajuato.

 

 

 

Weiter ging es zum Plaza de la Paz, dem großen Platz vor der Basílica Colegiata de Nuestra Señora de Guanajuato, sie ist die größte Kirche der Stadt, ihr Bau begann 1671. Neben vielen weiteren Bauwerken sollte man auch hier einen Blick hineinwagen, es lohnt sich (wenn nicht gerade eine der vielen Hochzeiten stattfindet).

Folgt man dann der Calle Ponciano Aguilar nach Nordosten kommt man zu einer weiteren beeindruckenden Kirche, Templo de la Compañía de Jesús. Sie wurde 1747 errichtet und bietet eine sehr interessante Südfassade.

Entlang der Calle Pedro Lascurain de Retana Richtung Westen kommt man nun zur Universidad de Guanajuato, welche ebenfalls in einem sehr imposanten Gebäude untergebracht ist. Die Uni wurde im 18. Jahrhundert gegründet und heutzutage studieren dort 26.000 Stunden. Es lohnt sich die Treppen vor dem Hauptgebäude hinaufzusteigen – von hier hat man einen tollen Ausblick über die Stadt.

Geniale Smartwatch mit Sprachsteuerung und Alexa-Integration:*

Museo Casa Diego Rivera

Weiter entlang der Straße Positos kommt man an einigen Museen vorbei, zum Beispiel dem Museo del Pueblo de Guanajuato und dem Museo Casa Diego Rivera, ein Museum im Geburtsthaus von Diego Rivera, einem der berühmtesten Maler Mexikos. Diego Rivera ist zusammen mit seinem Zwillingsbruder am 13.12.1886 in Guanajuato geboren. Bis 1892 lebte die Familie Rivera in Guanajuato bevor sie nach Mexiko-Stadt umsiedelte. Das Museum zeigt die Einrichtung des Hauses und viele Werke aus den Anfangsjahren Diegos. Es wird auch kurz auf Frida Kahlo, seine spätere Frau eingegangen. Im oberen Geschoss findet man eine Wechselausstellung (derzeit über eine Fotografin). Der Besuch lohnt sich, es kostet 25 Peso Eintritt, Fotos sind nur in einigen Bereichen erlaubt und ich habe dort ca. 1 h verbracht.

Im folgenden Teil des Berichts über Guanajuato geht es weiter zur Alhóndiga de Granaditas, einem ehemaligen Kornspeicher, der nun ein Museum beinhaltet in dem man sehr viel über die mexikanische Geschichte lernen kann. Im Anschluss ging es zur Markthalle und dann zur berühmten Callejon de los besos, über die es auch eine tolle Legende zu erzählen gibt. Bevor ich mich dann am Abend einer singenden Studentengruppe angeschlossen habe, fuhr ich noch mit einer Bahn zur Pípila-Statue auf einem Hügel in der Mitte der Stadt und beobachtete den Sonnenuntergang. Es lohnt sich also weiterzulesen :).


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In der Nähe:

Guanajuato liegt sehr zentral, daher gibt es viele weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Die Links in der folgenden Auswahl bringen euch zu meinen Reiseberichten:

  • UNESCO Weltkulturerbe und geschichtsträchtige Großstadt Santiago de Querétaro
  • koloniales Juwel, eine der touristischsten und saubersten Städte Mexikos San Miguel de Allende
  • Stadtpunkt der mexikanischen Revolution und beschauliche Kleinstadt Dolores Hidalgo
  • Ledermarkt in León: Hier war ich erst einmal und habe bisher noch keinen Bericht verfasst. In León bekommt ihr alles aus Leder zu sehr günstigen Preisen.
  • El Coporó – kleine Ausgrabungsstätte und sehr schöne Wanderung.

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