Xcaret – Der schönste Freizeitpark an der Riviera Maya?

Das letzte große Highlight meines Weihnachtsurlaubes 2020 war ein Besuch des wunderschönen Xcaret Parks. Ein Tag voller Natur, Abenteuer und einer phänomenalen Show zum Abschluss.

Was war das für ein schöner Urlaub! Die ersten Tage verbrachte ich auf Isla Mujeres, danach ging es über Tulum to Punta Allen. Von dort zurück zu den Pyramiden von Cobá, auf dem Weg dorthin tauchte ich noch in den Cenotes Dos Ojos. Im Anschluss ging es Richtung Süden, ich besuchte erneut Bacalar, mit einem Abstecher nach Chetumal und den Stromschnellen von Los Rapidos. Auf dem Weg zurück nach Norden hielt ich bei Akumal und beobachtete Schildkröten. Am vorletzten Tag meines Urlaubes übernachtete ich in Playa del Carmen und besuchte den wunderschönen Xcaret Freizeitpark.

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Anreise und Übernachtung

Der Xcaret Park (Map) befindet sich etwa 70 km südlich von Cancún (7 km südlich von Playa del Carmen) am Highway 307. Auf dem Weg in Richtung Tulum könnt ihr die Abfahrt kaum verpassen, sie ist mehrfach groß ausgeschildert. Wer das nötige Kleingeld hat, der kann im Hotel Xcaret* direkt bei den Parks übernachten. Neben Jacuzi, Pool, Balkon, Hängematten, Gym, Aktivitäten für Kinder und Erwachsene sind exzellentes Essen in verschiedenen Restaurants und Eintritt in alle Parks inklusive. Das alles hat natürlich seinen Preis und der beginnt bei 600€ pro Nacht (!).


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Da mir das ein wenig zu teuer war, habe ich eine Übernachtung in Playa del Carmen gesucht und bin am nächsten Morgen mit dem Mietwagen direkt zum Park gefahren. Diese Option würde ich euch empfehlen, da ihr in Playa deutlich günstigere Hotels und Airbnbs findet. Außerdem gibt es entlang der berühmten Quinta Avenida unzählige Restaurants, Bars und Clubs zum Zeitvertreib und ein wenig Strand bietet die Stadt ebenfalls. Falls ihr keinen Mietwagen habt, könnt ihr auch per Taxi (etwa 15€ von Playa del Carmen, 80€ von Cancún) zum Park fahren, oder ihr bucht zusätzlich Transfer zu eurem Eintritt  – 10€ von Playa del Carmen oder 22€ von Cancún, jeweils hin und zurück).

Eine Auswahl empfehlenswerter Hotels in Playa del Carmen:

  • IT Boutique Hotel & Restaurant*: Ab 60€ pro Nacht, modern, 400m vom Strand, gleich um die Ecke der Calle 5, Pool und Parkplatz inklusive, Frühstück und Flughafentransfer können extra gebucht werden.
  • SILVERSANDS Hotel Boutique – 5Th Ave*: Ab 40€ pro Nacht, 400m vom Strand (aber eigener Strandbereich), Pool inklusive, Flughafentransfer kann extra gebucht werden
  • The Palm at Playa*: Ab 70€ pro Nacht, Frühstück inklusive, 2 Minuten vom Strand, Pool und Parkplatz inklusive, Spa & Wellnesscenter, Flughafentransfer kann extra gebucht werden

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Restaurant-Tipp: Bei meinem Besuch in Playa del Carmen habe ich dieses Mal im Seafood-Restaurant Buzo’s gegessen, da mir die Calle 5 zu stressig war. Die Preise sind super und das Essen war wirklich lecker! Ihr findet das Restaurant here.

 

Über den Xcaret Park

Xcaret ist Freizeitpark, Ressort und sog. Entwicklungszentrum für Ökotourismus an der Riviera Maya. Er ist der älteste Park der Xcaret Experiencia Group, welche mittlerweile mehr als sieben Einrichtungen in der Gegend betreibt. Der Xcaret Park befindet sich etwa 7 km südlich von Playa del Carmen in der Nähe der archäologischen Ausgrabungsstätte Xcaret, einer alten Mayasiedlung. Ein Teil der Ruinen liegt auf dem Gelände des Freizeitparks und ist durch diesen zugänglich.

 

Ausgrabungsstätte Xcaret

Die alte Mayasiedlung hieß vermutlich Polé, was vom Wort p’ol (Handel treiben) abgeleitet ist. Bekannt ist sie heutzutage jedoch unter dem Namen Xcaret, was soviel wie kleiner Einlass bedeutet und sich auf einen Bach bezieht, der hier mündet. Das Gebiet wurde bereits in der Zeit um 250-600 n. Chr. besiedelt, die meisten Gebäude entstanden aber erst 1200-1500 n. Chr.. Etwa ab 1200 n. Chr. wurde die Stadt zu einem bedeutenden Hafen- und Handelspunkt, viele Wohngebäude und eine Schutzmauer weisen darauf hin. Xcaret war Teil eines Küstenhandelsnetzwerkes und wichtiger Verbindungshafen zur gegenüberliegenden Insel Cozumel. Vermutlich stand es auch mit bedeutenden Inlandsstädten, wie Cobá, in Verbindung. Mit dem Eintreffen der Spanier zogen sich die Maya immer weiter zurück, die Gegend um Xcaret blieb jedoch bis zur Neuzeit bewohnt.

Falls ihr weitere Ausgrabungsstätten auf Yucatán besuchen möchtet, kann ich euch die Artikel Chichén Itzá, Cobá, Tulum and Ek’Balam empfehlen. Es gibt auch Reiseführer, die sich auf die Halbinsel spezialisiert haben:*

 

Geschichte des Freizeitparks

Ein Teil des Gebietes des heutigen Parks wurde 1984 von mehreren Gründern unter dem Architekt Miguel Quintana Pali gekauft. Als er begann das Land freizuräumen, fand er viele Cenotes und unterirdische Flüsse und ersann die Idee eines großen Ökoparks, die er zusammen mit Oscar, Marcos and Carlos Constandse bis zum Dezember 1990 umsetzte. Gleichzeitig schloss man einen Vertrag mit der INAH (Instituto Nacional de Antropología e Historia) über den Wiederaufbau der Reste der Mayasiedlung, welcher durch den Park finanziert wurde.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit passt eigentlich so gar nicht zu Massentourismus, dennoch hat man sich bei Xcaret dem Schutz und Erhalt der Natur verschrieben. Schilder im Park berichten über die Erfolge der letzten Jahre – hier eine Auswahl:

  • Aufforstung: Pro Jahr werden mehr als 270.000 Pflanzen auf dem Gebiet des Parks gezüchtet und zur Aufforstung eingesetzt.
  • Seit 1993 hat man mehr als 13.000.000 Schildkröten nach dem Schlüpfen ins Meer entlassen.
  • Durch Zucht im Park konnte die Population des vom Aussterben bedrohten roten Papageis verdoppelt werden. Die Papageien werden in den Gebieten ausgesetzt, in denen sie in den letzten Jahren verschwunden sind. 2018 wurden die ersten Geburten in freier Natur registriert.
  • 12% des anfallenden Mülls im Park werden recycelt, 75% kompostiert und nur 13% zu Deponien transportiert.

An verschiedenen Orten im Park findet ihr Wasserspender, um eure Trinkflasche aufzufüllen. Eine Zahl am Automat zeigt, wie viele Plastikflaschen durch erneutes Auffüllen bereits vermieden werden konnten.

Für Reisen nutze ich gerne eine kleine faltbare Trinkflasche – die ist praktisch und passt überall rein:*

 

Attraktionen

Die Liste an Attraktionen und Einrichtungen im Park ist gefühlt unendlich lang und übertrifft die anderer Parks (bspw. Xel-Há) bei Weitem. Es würde zu lange dauern, alles aufzuzählen, daher hier nur einige Highlights:

  • Ein unterirdischer Fluss durchzieht fast den kompletten Park. An einem Eingang könnt ihr eure Wertsachen sicher hinterlegen (bei Plus Admission), bekommt eine Schwimmweste und könnt euch durch den Fluss treiben lassen. Dabei kommt ihr unter anderem an einem nachgebauten Mayadorf vorbei.
  • Naturpools: Am Ende des unterirdischen Flusses befinden sich mehrere Naturpools direkt am karibischen Meer. Daneben findet ihr Hängematten und einen kleinen Strand.
  • Schnorcheln, Sea Trek und Snuba: In einer kleinen Bucht könnt ihr schnorcheln oder gegen Aufpreis an Snuba und Sea Trek Aktivitäten teilnehmen.
  • Schwimmen mit Delfinen: Auch im Xcaret Park könnt ihr gegen Aufpreis mit Delfinen schwimmen. Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen (z.B. Xel-Há oder Dolphin Discovery) sind die Becken hier größer, dennoch werden die Tiere meiner Meinung nach in einem viel zu kleinen Lebensraum gehalten.
  • Ausgrabungsstätte: Wie bereits erwähnt befindet sich ein Teil der Mayaruinen von Xcaret auf dem Gelände des Parks.
  • Schmetterlingszoo: Hier könnt ihr hunderte Schmetterlinge beobachten und fotografieren.
  • Vogelvoliere: Eine riesige begehbare Vogelvoliere (mit Wasserfällen und Hängebrücken) bietet Heimat für viele Vogelarten. Ihr könnt unter anderem verschiedene Papageien und Flamingos beobachten.
  • Tiergehege: Überall im Park befinden sich Tiergehege – es gibt sogar Pumas und Jaguare, Tapire und verschiedene Affenarten.
  • Aquarium: Ein tolles kleines Aquarium darf natürlich nicht fehlen.
  • Wasserkanäle und Becken im Außenbereich: Es gibt u.a. eine Aufzuchtstation für Schildkröten, Vorführungen mit Haien und Stachelrochen, die durch mehrere kleine Flüsse überall im Park schwimmen.
  • Mayadorf: Ein wirklich schön angelegtes Mayadorf mit einer tollen Kapelle und einem bunten Friedhof bringen euch Traditionen der Maya näher. An fünf verschiedenen Workshops könnt ihr dort teilnehmen (falls ihr die Zeit dafür findet^^):
    • In einem kleinen Schokoladen- und Kaffeemuseum könnt ihr eure eigene Schokolade herstellen (ohne Zusatzkosten)
    • Im Kokosnuss-Workshop lernt ihr, wie man eine Kokosnuss richtig öffnet, tolle Geschenke aus Palmblättern faltet, ein sehr leckeres Kokosnussdessert kocht, Kokosnussmilch gewinnt und was man damit macht und man zeigt euch, wie die Maya jeden Teil einer Kokosnusspalme sinnvoll nutzen (ohne Zusatzkosten).
    • Keramikkunst: In diesem Workshop lernt ihr mexikanisches Kunstwerk und Keramikmalerei (das Objekt zum Bemalen muss extra gezahlt werden).
    • Töpferworkshop: Hier könnt ihr mit euren Händen Dinge aus Lehm herstellen (muss extra bezahlt werden).
    • Wollwerkstatt: Hier lernt ihr traditionelles spinnen und weben kennen. Ihr lernt, wie die einzelnen Fäden hergestellt und gefärbt wurden und könnt euer eigenes kleines Stück Stoff stricken (ohne Zusatzkosten).
  • Ein mexikanisches Folkloremuseum in einer Hacienda neben einer tollen kleinen Kapelle zu Ehren der heiligen Guadalupe.
  • Pferdeshow: Zu verschiedenen Tageszeiten findet in der Nähe des Eingangs eine große Pferdeshow statt. Mexikanische Cowboys präsentieren ihre Reitkünste zu traditioneller Musik.
  • Xcaret México Espectacular: Jeder Abend im Park endet mit einer gigantischen Show über die Geschichte Mexikos. Angefangen bei den Mayas (u.a. wird das traditionelle Ballspiel vorgeführt) über die Eroberung durch die Spanier bis zur Neuzeit. Das Anstehen lohnt sich, denn das Spektakel ist atemberaubend und zaubert dem ein oder anderen Fan der mexikanischen Kultur sicher Tränen in die Augen.
  • Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen, u.a. könnt ihr Speedboat fahren (Aufpreis), Parasailing (Aufpreis), Gewächshäuser für Orchideen besichtigen, euch in 18 Restaurants und Cafés verwöhnen lassen, einen großen Aussichtsturm besteigen, … . Zeitig kommen lohnt sich, dennoch werdet ihr an einem Tag kaum alles schaffen können.

Hint: Auf dem Xcaret Blog findet ihr weitere Informationen zu den verschiedenen Parks und einige Geheimtipps. Here gibt es auch Ideen für euren ersten Besuch.

 

Preise und Pakete

So viele Attraktionen haben natürlich auch ihren Preis. Ähnlich wie bei Xel-Há zahlt ihr alleine für den Eintritt bereits ca. 100€ pro Person. Zusatzoptionen, wie Schwimmen mit Delfinen, ein Fotopass (dann werden an verschiedenen Stellen im Park Fotos von euch gemacht), Speedboat fahren, etc., kosten ordentlich Aufpreis. Wer mit der Familie kommt, sollte daher die dicke Brieftasche einpacken. Hier die wichtigsten Infos:

Wasserschuhe dürfen auf keinem Mexikourlaub fehlen:*

 

Pakete:

  • Xcaret Admission Standard, ca. 80€ p.P.: Beinhaltet den Großteil der Attraktionen, Schwimmwesten, Parken und Services. Schorchelequipment muss für 11 USD pro Person geliehen werden (+25 USD Pfand). Da beim Standardpaket kein Buffet enthalten ist (und die Restaurants relativ teuer sind), rate ich euch von dieser Option ab.
  • Xcaret Plus Admission, ca. 100€ p.P.: Beinhaltet zusätzlich ein Buffetessen in einem Restaurant eurer Wahl (inkl. einem Bier und unbegrenzt alkoholfreien Getränken), Zugang zur Plusarea mit besserem Service (Schließfächer, Umkleiden, etc.), keine Leihgebühr für Schnorchelequipment (nur 10 USD Pfand).
  • Xcaret Total Admission, ca. 130€ p.P.: Beinhaltet zusätzlich eine der folgenden drei Attraktionen: Adrenaline (Speedboat), Snuba oder Seatrek (unter Wasser laufen).
  • Xcaret at Night, ca. 65€ p.P.: Eintritt zum Park erst ab 16 Uhr, Inhalt des Standardeintritts. Weiterhin könnt ihr für 30 USD einen besonderen Platz in der Abendshow mit einer kleinen Flasche Möet & Chandon reservieren.
  • Bustransfer (hin & zurück) steht ebenfalls zur Wahl während der Buchung: Ab 10€ von Playa del Carmen bzw. 22€ von Cancún aus.

Wichtig: Wer zeitig bucht, bekommt Rabatt:

  • 10% bei Buchung 7-20 Tage vor dem Besuch
  • 15% bei Buchung bis spätestens 21 Tage vor dem Besuch
  • 20% Discount, falls ihr zwei Parks besucht
  • 25% Discount, falls ihr drei Parks besucht

Die Eintrittskarten kauf ihr online auf der Website des Parks.

Ich habe mich für das Plus Paket entschieden, da Buffet, Schnorchelequipment und Schließfächer den Unterschied zum Standardeintritt wert sind. Auf die Attraktionen in Xcaret Total kann ich gerne verzichten und Xcaret at Night lohnt sich nicht, da ihr für den kompletten Park locker mehr als einen Tag braucht und viele Attraktionen ab 18 Uhr schließen.

 

Sicherheit und Hygiene

Unter dem Namen Xeguridad 360° Xafety haben sich die Parkbetreiber ein äußerst umfangreiches Hygienekonzept einfallen und zertifizieren lassen. Am Eingang des Parks müsst ihr Schuhe und Hände mit Desinfektionsmittel säubern, es wird eure Temperatur gemessen und bei Auffälligkeiten könnt ihr direkt einen Test durchführen (Antigen, ab 19 USD). Im Park müsst ihr Maske tragen (wo es geht) und ihr findet überall Desinfektionsmittelspender und Bodenmarkierungen für den Abstand zueinander. Schwimmwesten und Schnorchelequipment werden mit biologisch abbaubarem Desinfektionsmittel desinfiziert. Während der großen Show am Abend werden einige Reihen frei gelassen, um für genügend Abstand zu sorgen. Auch wenn es hier und da mal eng wurde (z.B. während der Pferdeshow), habe ich mit zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt.

 

 

Fazit Xcaret

Xcaret ist der zweite Park, den ich an der Riviera Maya besucht habe. Durch seine unzähligen Attraktionen bietet er Spaß für die ganze Familie. Aufbau, Einrichtungen und Shows sind perfekt aufeinander abgestimmt und werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Vor allem die Liebe zu kleinen Details, wie auf dem kunterbunten Mayafriedhof oder der gigantischen Abendshow, machen Xcaret zu etwas ganz Besonderem. Wenn ich mit Xel-Há vergleiche, dann verliert Xel-Há auf ganzer Linie. Für den gleichen Preis bekommt ihr in Xcaret bedeutend mehr geboten. Da die meisten Attraktionen für die ganze Familie ausgelegt sind, würde ich Adrenalinjunkies aber eher einen Tag im Xplor Park empfehlen.

Mein Fazit: Daumen hoch – wer etwas Kleingeld übrig hat und einen wirklich tollen Tag verbringen möchte, der ist hier richtig aufgehoben!

 

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