Essen im Flugzeug

Airplane Food

In letzter Zeit war ich mal wieder beruflich unterwegs und ein Flug mit Air France brachte mich auf die Idee einen Artikel über das Essen im Flieger zu schreiben…

Essen im Flieger – wie ist das normalerweise?

In der Economy Class gibt es meist erst ab zwei und mehr Stunden etwas Kleines zu essen. Auf Langstrecken mit mehr als fünf Stunden gibt es dann auch mindestens eine größere Mahlzeit und Getränke zwischendurch. Die Zusammenstellung des Menüs und der Getränke ist jedoch bei jeder Airline etwas anders und meine Erfahrungen waren meist sehr durchwachsen. So kann ich mich an einen dreistündigen Flug mit Condor in die Türkei erinnern auf dem es nur diese eine Waffel gab:

Ein Kollege meinte noch, ich soll doch bitte nicht alles auf einmal essen^^. Alkoholische Getränke gibt es in der Economy meist nur gegen Aufpreis – da finde ich KLM ganz gut, denn da kann man zumindest auf Langstrecken immer kostenfrei Heineken bekommen :). Billigflieger wie Ryan Air und Easy Jet bieten natürlich keine kostenfreie Versorgung – der Flug war ja schon billig genug. Aber wer Hunger und Durst hat, kann meist im Flugzeug etwas kaufen – die Preise sind jedoch nicht unbedingt günstig.

 

Das alles wisst ihr natürlich bereits – also wie komme ich jetzt zu meinem Artikel?

Auslöser war ein Langstrecken-Business-Class-Flug nach Mexiko mit Air France. Normalerweise bekommt man nach dem Einsteigen einen Sekt oder O-Saft und dann ein Menü, aus dem man wählen kann. Mittlerweile kann man sogar bei vielen Airlines (auch Air France) im Vorfeld online aus verschiedenen Gerichten wählen.
Als ich beim besagten Flug das Menü bekam, lachte mir auf der ersten Seite schon so ein Michelin-Sternekoch an – und da wusste ich schon, was jetzt kommt, kann nur schlecht werden… .

Und so kam es dann auch: Als Appetizer wurde Pannacotta serviert – zumindest war das das einzige Wort, dass ich vom Französisch der Stewardess verstanden hatte. Ich freute mich natürlich schon auf etwas Süßes und Leckeres (wer isst nicht gerne Pannacotta?). Gleich nach dem ersten Bissen gab ich das Glas aber wieder zurück – es handelte sich um Pannacotta mit süß-saurer Soße und Pilzen (wer macht denn sowas?).

Im Anschluss gab es eine Vorspeisenplatte. Diese bestand aus verschiedenen Wurstpasteten, Salat (ohne alles), einem Brot, Butter und kalten Linsen. Wer bitteschön kommt auf die Idee von kalten Linsen? Erstens schmeckts sch…e und zweiten weiß doch jedes Kind, dass Linsen blähen – und so ein Flugzeug ist jetzt nicht unbedingt so groß, dass sich die Gerüche furzender Passagiere gut verteilen können (am besten hat man Schnupfen oder stopft sich die Ohrenstöpsel in die Nase, wenn es bei Air France Essen gibt – die Ohrenstöpsel findet man übrigens in der Waschtasche).

Airplane Food

Danach gab es das Hauptgericht – theoretisch Hühnchen mit Reis. Es hätte aber auch irgendein anderes Fleisch sein können – hat man eh nicht geschmeckt.

Als Abschluss des Hauptgerichtes gab es eine Käseplatte mit zwei Stücken. Der eine Käse hat so gerochen, wie der andere geschmeckt hat… . Mittlerweile hatten sich die Gerüche der Passagiere schon wieder ein wenig verzogen und da legen die Franzosen halt so einen Stinkerkäse nach – geht’s noch? Wo waren doch gleiche meine Ohrstöpsel für die Nase…

Das Einzige, was wirklich gut war, waren die Desserts im Anschluss (hey, es gibt ja doch noch richtige Pannacotta).

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Der Rückflug war dann zum Glück mit Aero Mexico – normales Essen (keine Tacos oder sowas). Vielen Dank an die Mexikaner, dass sie nicht den Franzosen folgen und allen Menschen jetzt Tortillas und Micheladas aufzwingen (ich hätte mich aber gefreut^^). Der Anschlussflug von Paris nach München war jedoch wieder Air France – und es gab zerkochtes, kaltes Gemüse mit Zitrone – toll :/.

Beim nächsten Business-Class-Flug mit Air France habe ich mir dann übrigens Thai-Food vorher online bestellt (manchmal klappt das dann auch). Jedoch ändern die dann nur das Hauptgericht und nicht die Vorspeisen. Die hab ich dann einfach mal weg gelassen (würg…).

Liebe Franzosen, liebe Michelin- oder Sonst-was-Sterneköche: Ich weiß, ihr genießt Essen mehr als alles andere und ich weiß auch, dass ihr ein Bisschen etepetete sein wollt und die verückteste Kreation erschaffen wollt, der ihr dann noch einen ganz besonders bescheidenen Namen gebt. Aber bitte, zwingt nicht eure Kreationen anderen Leuten auf. Es mag sein, dass einige wenige Menschen Pannacotta mit Pilzen und kalte Linsen erregend finden, aber ich denke doch, dass dem Großteil der Passagiere eine gute Luft im Flugzeug wichtiger ist. Es muss nicht immer eine besonders verrückte Zusammenstellung sein. Es geht doch sicher auch mal einfach, oder?

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