Artikelserie Mexiko-Stadt: Der wunderschöne Bosque de Chapultepec

Heute schauen wir uns einen der größten Stadtparks der westlichen Hemisphäre an, den Bosque de Chapultepec. Dort befinden sich unter anderem eines der besten Museen für Anthropologie und der einzige Königspalast Nordamerikas.

Was für eine interessante Stadt! In den letzten Artikeln haben wir uns bereits mit der Gründung Tenochtitláns auf einer Insel im See Texcoco, der darauf folgenden Eroberung durch die Spanier und dem Aufstieg von Mexiko-Stadt zur heutigen modernen Metropole beschäftigt. Danach haben wir uns um Anreise und Übernachtung gekümmert und unsere Sightseeing-Tour im Centro Histórico begonnen. Von dort ging es durch den Alameda Central zur berühmten Prunkstraße Reforma. Dieser folgten wir bis zum größten Stadtpark, dem Bosque de Chapultepec. Am Estela de Luz setzen wir unsere Sightseeing-Tour fort. Falls ihr mit der Metro zum Park kommt, dann steigt an der Station Chapultepec (Linea 1) aus und lauft dann in Richtung Norden.

Der beste Reiseführer für eure Mexiko-Reise*:

 

Überblick über den Bosque de Chapultepec

Der Bosque de Chapultepec ist der größte Park von Mexico-City und die grüne Lunge der Stadt mit einer Fläche von ca. 4 km² (größer als der Central Park in New York mit 3,41 km²). Er ist in drei Sektionen unterteilt. Die älteste Sektion ist eingezäunt und wird über Nacht geschlossen. Im Park befinden sich neun Museen, Freizeitparks, etliche Fußgängerwege, Skulpturen, Seen und Springbrunnen. Außerdem befinden sich Ruinen der Tolteken und Azteken sowie das Schloss Chapultepec auf dem Gelände. Über 100 Tier- und Vogelarten können im Park beobachtet werden.

Auf der Informationsseite findet ihr sehr viele Informationen über den Park, seine Sehenswürdigkeiten und mögliche Aktivitäten. Viele Informationen stehen auch auf Englisch zur Verfügung.

 

 

Tipp: Trotz free wifi an der ein oder anderen Ecke empfehle ich euch eine Simkarte zur Navigation in Mexiko (dann findet ihr auch die Sehenswürdigkeiten, könnt Öffnungszeiten und Preise checken, Uber nutzen, uvm.). Es gibt zwei Möglichkeiten: Kauft eine Simkarte in einem Oxxo (schaut nach Telcel Amigo), registriert euch und kauft ein Amigo Sin Limite Paket (gültig in USA, Canada, Mexiko) oder besorgt vor eurer Reise eine Karte von holafly* – dort erhaltet ihr mit dem Code alltagraus sogar noch Rabatt! Holafly ist meine Empfehlung, falls ihr wenig Spanisch sprecht und euch die Registrierung nicht zutraut.

 

Geschichte des Parks

Der Name Chapultepec kommt aus dem Nahuatl und  bedeutet Heuschreckenhügel. Vor der Ankunft der Azteken befand sich hier eine Hochburg der Tolteken. Deren letzter Herrscher Huémac soll sich nach seiner Flucht aus Tula (Reisebericht) hier erhängt haben (aufgrund von religiösen Konflikten und großer Hungersnot griffen Stämme aus dem Norden an und besiegten die Tolteken 1116). Die Azteken siedelten 1299 zum ersten Mal auf dem Hügel. Sie erkannten die strategisch wichtige Lage und 1420 wurde unter Nezahualcoyotl  der erste Tempel gebaut. Seit Moctezuma I. (1390-1469) verewigten sich aztekische Herrscher in Form von Reliefdarstellungen an einer Felswand am östlichen Ende des Bergs, ein Relief von Moctezuma II. ist dort noch gut erhalten. Moctezuma I. ließ auch das 3 km lange Tlaxpana Aquädukt bauen, das neben weiteren Einrichtungen die Trinkwasserversorgung von Tenochtitlán sicherte (Cortés nutzte diese Aquädukte bei der Eroberung von Mexiko-Stadt zu seinem Vorteil). Mocteuma II. baute Wasserreservoirs, züchtete exotische Fische und ließ Bäume aus verschiedenen Teilen des Aztekenreiches anbauen.

1521 fand eine der letzten Schlachten zwischen Cortés und Cuauhtémoc am Chapultepec-Hügel statt. Kurz darauf bauten die Franziskaner ein kleines Kloster darauf. Dieses wurde 1785 wieder abgebaut um Platz für das Castillo de Chapultepec zu machen. Der Hügel und die umliegende Gegend wurden fortan über Mauern vor der Öffentlichkeit verschlossen und als Sommerresidenz der Vizekönige und für elegante Parties genutzt.

Ihr wollt mehr über Mexiko lernen und Hintergründe verstehen? Dann kann ich euch das Länderporträt Mexiko von Jürgen Neubauer empfehlen:*

 

Nach der mexikanischen Unabhängigkeit kam es 1847 während des mexikanisch-amerikanischen Krieges zur Schlacht von Chapultepec. Unter dem Vorwand der Territorialverletzung in Texas, das bis 1836 noch zu Mexiko gehörte, war die US-Armee von Norden und von Osten (über den Hafen von Veracruz) in Mexiko eingefallen. General Winfield Scott rückte mit seinen Soldaten von Veracruz aus auf die mexikanische Hauptstadt vor. Das Castillo de Chapultepec beinhaltete zu dieser Zeit die mexikanische Militärakademie und war ein strategisch wichtiger Punkt zur Verteidigung der Stadt. Der mexikanische General Lopez de Santa Ana sollte mit seinen zahlenmäßig überlegenen Truppen die Stadt verteidigen, wusste jedoch nicht, von welcher Seite die US-Amerikaner angreifen würden. Er verstärkte seine Truppen im Süden der Stadt und verpasste dadurch den Hauptangriff aus dem Westen. Das Chapultepec Schloss wurde von General Nicolás Bravo mit 832 Soldaten und Rekruten verteidigt. Da das Schloss nie als militärische Einrichtung, sondern als Luxusresidenz geplant war, bot es wenig Schutz und man behalf sich mit Gräben und Sandsäcken, die dem Artilleriebeschuss der US-Truppen nicht stand hielten. Als Santa Ana seinen Fehler bemerkte, war es bereits zu spät. Er schickte Unterstützung nach Chapultepec, diese wurde aber im flachen Land unter dem Hügel von den US-Amerikanern abgewehrt. Der Hügel wurde gestürmt und am 13.09.1847 ergab sich General Bravo. Die US-amerikanische Flagge wurde über dem Schloss gehisst.

Trotz des befohlenen Rückzuges gaben fünf  Kadetten zwischen 13-19 Jahren und ihr Ausbilder nicht auf und kämpften bis zu ihrem Tod. Dies waren Leutnant Juan de la Barrera und die Kadetten Agustín Melgar, Juan Escutia, Vicente Suárez, Francisco Márquez und Fernando Montes de Oca. Der Legende nach wickelte sich der letzte Überlebende von ihnen, Juan Escutia, in die mexikanische Flagge ein und sprang vom Schloss aus in den Tod, damit sie nicht in feindlichen Hände fällt. So entstand die Legende der Niños Héroes, für die auch ein Denkmal angelegt wurde. Im Palast gibt es ein Wandgemälde von Gabriel Flores zu den Helden.

Der Krieg endete am 2. Februar 1848 nach Unterzeichnung des Vertrages von Guadalupe Hidalgo, durch den Mexiko knapp die Hälfte seiner Landesfläche verlor und sich die USA von Ozean zu Ozean ausdehnten. Das Castillo Chapultepec wurde renoviert und blieb bis 1940 Residenz mexikanischer Präsidenten. Danach wurde es in ein Museum umgewandelt. Seitdem wurde der Park zweimal vergrößert. 1964 kam die zweite Sektion hinzu, 1974 die dritte. Der Park wurde zwar in Schuss gehalten, jedoch wurden bis zum 21. Jahrhundert kaum Regeln erlassen und so gab es über 3.000 Bettler und Verkäufer überall auf den Wegen. Zwischen 2005-2010 schloss man den Park immer wieder abschnittsweise für Renovierungsarbeiten, Reinigungsaktionen oder für das Pflanzen neuer Bäume. Nach der Wiedereröffnung wurden Regeln erlassen und Genehmigungen stark limitiert. Die Polizei begann gegen illegale Verkaufsstände vorzugehen. Da sich die Händler aber gegenseitig warnen, sieht man auch heute noch Stände ohne Lizenz.

Sehenswürdigkeiten in Sektion 1 (Karte)

Sektion 1 ist der älteste Teil des Bosque de Chapultepec. Er hat eine Größe von 2,74 km² und ist eingezäunt. Er beinhaltet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Am Zaun um die Sektion 1 werden häufig interessante Fotos und Bilder ausgestellt.

Monumento a los Niños Héroes

Vom Estela de Luz lauft ihr in Richtung Westen und gelangt über mehrere Treppen und eine Brücke zum Monumento a las Niños Héroes. Die sechs Marmorsäulen wurden als Andenken an die sechs mutigen Kadetten aufgestellt, die für die Verteidigung des Chapultepec ihr Leben ließen (siehe Geschichte des Parks).

 

Must-See: Das wunderschöne Castillo Chapultepec

1785 ließ Vizekönig Bernardo de Gálvez y Madrid einen Sommersitz auf dem Gipfel des Chapultepec errichten. 1806 erwarb Mexiko-Stadt das Schloss, gab es aber im Unabhängigkeitskrieg auf. Ab 1833 diente es als Militärakademie. Wie bereits erwähnt wurde das Castillo im mexikanisch-amerikanischen Krieg 1847 von den US-Amerikanern erobert. Als Mexiko 1861 nach dem Ende des Bürgerkrieges zwischen Liberalen und Konservativen wirtschaftlich am Ende war, entschied man sich die ausstehenden Auslandsschulden nicht mehr zurück zu zahlen. Daraufhin unterzeichneten Frankreich, Spanien und Großbritannien den Londoner Vertrag, in dem sie festlegten, das Geld mit allen Mitteln einzutreiben. 1862 trafen britische, französische und spanische Truppen in Mexiko ein. Als Spanien und Großbritannien aber feststellten, dass Napoleon III. eher an einer Eroberung Mexikos als an der Rückzahlung der Kredite interessiert war, zogen sie ab.

Die Franzosen marschierten ein und nach einer ersten großen Niederlage schafften sie es 1863 die Hauptstadt zu erobern und Kaiser Maximilian als Marionette zur installieren (wie im Artikel über den Aufstieg der Stadt beschrieben). Maximilian ließ das Schloss, das damals noch außerhalb der Stadt lag, zur kaiserlichen Residenz umbauen. Weiterhin befahl er den Bau der Calzada del Emperador (Fahrbahn des Kaisers), eines Boulevards, der das Schloss mit dem Zentrum verband (die heutige Reforma, wie im letzten Artikel beschrieben). Nach Maximilians Sturz und seiner Enthauptung in Querétaro 1867 diente das Schloss den mexikanischen Präsidenten als offizieller Regierungssitz. Seit den 1940er Jahren beinhaltet es das Museo Nacional de Historia mit wichtigen Ausstellungsstücken aus der Zeit Neuspaniens bis zur mexikanischen Revolution. Allein schon wegen der beeindruckenden Wandgemälde ist es sehenswert. Im östlichen Teil des Schlosses findet ihr prunkvoll eingerichtete Räumlichkeiten und eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf die Stadt, hier wohnten Kaiser Maximilian und Charlotte. Auf dem Dach befindet sich ein kleiner Hof mit einem Turm.

Direkt hinter dem Monumento a los Niños Héroes beginnt der Weg auf den Chapultepec-Berg. Castillo Öffnungszeiten: Mo-So 09:00-17:30 Uhr. Eintritt: 85 Pesos pro Person (Studenten, Lehrer, Kinder unter 13 Jahren, Erwachsene über 60 Jahre und Behinderte frei). Sonntags freier Eintritt für Mexikaner und Ausländer mit Wohnsitz in Mexiko. Mehr Informationen, Karte.

 

Museo de Arte Moderno

In diesem Museum könnt ihr Werke berühmter mexikanischer Künstler des 20. Jahrhunderts betrachten. Darunter befinden Stücke von Diego Rivera, Frida Kahlo, Rufino Tamayo, José Clemente Orozco uvm. Das Museum befindet sich nördlich des Monumento a los Niños Héroes. Öffnungszeiten: Di-So 10:15-17:30 Uhr; Eintritt: 70 Pesos pro Person; Lehrer, Studierende und Rentner mit Ausweis zahlen keinen Eintritt; Sonntag freier Eintritt für alle; mehr Informationen, Karte.

Botanischer Garten – Jardín Botánico

Westlich des Museo de Arte Moderno befindet sich der 5,3 ha große botanische Garten. Er beinhaltet Pflanzen aus allen Teilen Mexikos und unzählige Orchideen. Öffnungszeiten Di-So 09:00-18:00 Uhr; Guided Tours 10 Uhr und 13 Uhr; Orchideenhaus 09:00-15:00 Uhr; mehr Informationen, Karte.

 

Museo Tamayo

Nördlich des botanischen Gartens könnt ihr die Reforma überqueren und gelangt zum Museo Tamayo. Ausgestellt werden Werke internationaler Kunst, die der mexikanische Künstler Rufino Tamayo stiftete. Öffnungszeiten: D-So 11:00-17:00 Uhr, Eintritt: 80 Pesos pro Person (nur Cash; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren, Studenten, Lehrer und Rentner mit Ausweis); Sonntag freier Eintritt für alle; mehr Informationen, Karte.

Tipp: Ihr solltet immer eine Powerbank dabei haben, falls der Akku unterwegs schlapp macht*:

 

Voladores de Papantla

Vor dem Museo Nacional de Antropología (und manchmal auch an anderen Orten im Park) könnt ihr Voladores de Papantla finden. Diese indigenen Nachkommen der Olmeken und Totonaken führen in traditioneller Kleidung einen zeremoniellen Tanz auf, den Danza del Volador: Fünf Männer klettern auf einen etwa 25 m hohen Pfahl. Einer der Männer, er stellt die Sonne dar, setzt sich auf eine Plattform auf der Spitze des Pfahls und schaut gen Osten. Die vier anderen Männer stellen die vier Winde dar und binden sich ein Seil um den Unterleib. Die Sonne in der Mitte beginnt mit einer kleinen Trommel und einer Flöte zu spielen und begrüßt zuerst alle Himmelsrichtungen. Danach lassen sich die vier Winde kopfüber langsam in 13 Umdrehungen um den Pfahl auf die Erde nieder. Der Mann in der Mitte spielt währenddessen weiter Trommel und Flöte. Ursprünglich handelte es sich um einen Fruchtbarkeitskult zur Ehren der Fruchtbarkeitsgötter. Seit 2009 gehört der Tanz immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

 

Must-See: Museo Nacional de Antropología

Dieses riesige Museum befindet sich westlich des Museo Tamayo (nördlich der Reforma) und ist ein Must-See in Mexiko-Stadt. Der Innenhof mit der gigantischen Regenschirm-Konstruktion (54 m x 82 m in einer Höhe von 16,80 m) ist umringt von mehreren zweistöckigen Ausstellungsräumen.Das Gebäude wurde 1964 nach einer Bauzeit von 18 Monaten eröffnet, die Ausstellungsfläche beträgt 79.700 m².

In den 12 Sälen im Erdgeschoss und auf der Freifläche werden alle präkolumbischen Kulturen des aktuellen und früheren mexikanischen Territoriums durch eine archäologische Sammlung und architektonische Beispiele vorgestellt. Ganze Tempelanlagen wurden hier im Kleinformat nachgebaut. Auch originale Skulpturen, wie den berühmten Stein der Sonne, gigantische olmekische Steinköpfe  oder Masken verschiedener Götter könnt ihr hier finden. Die Ausstellung ist unterteilt in Nord, West, Maya, Golf von Mexiko, Oaxaca, Mexico, Toltec und Teotihuacán. Die Etage darüber zeigt die Lebensweise und Kultur der indigenen mexikanischen Bevölkerung seit der spanischen Kolonisation. Sehr häufig gibt es auch temporäre Ausstellungen über andere große Kulturen der Welt. Viele der Texte sind auf Englisch, mehrmals am Tag finden kostenlose 1-stündige Führungen statt (ab 10:30-17 Uhr).

Öffnungszeiten: Di-So 09:00-17:30 Uhr. Eintritt: 85 Pesos pro Person (Studenten, Lehrer, Kinder unter 13 Jahren, Erwachsene über 60 Jahre und Behinderte frei). Sonntags freier Eintritt für Mexikaner und Ausländer mit Wohnsitz in Mexiko. Karte, mehr Infos.

 

Zoológico Chapultepec

Dieser kostenlose Zoo mit etwa 2.000 Tieren befindet sich südlich des Museo Nacional de Antropología (wieder südlich der Reforma). Er war der erste Zoo außerhalb Chinas, in dem Pandabären in Gefangenschaft Nachwuchs bekommen haben. Karte des Zoos, Öffnungszeiten: Di-So 09:00-16:30 Uhr, Eintritt gratis.

Nicht vergessen: Hut* und Sonnencreme* für eure Sightseeing-Tour. Auch wenn es euch nicht so vorkommt: Ihr befindet euch auf 2300 m Höhe, einen Sonnenbrand bekommt man hier relativ schnell. Angebote gibt es auf Amazon*.

 

Los Pinos

Ganz im Süden der ersten Sektion des Parks findet ihr Los Pinos, die ehemalige Residenz der Präsidenten Mexikos von 1934-2018. Nach der spanischen Eroberung wurde hier eine Getreidemühle gebaut. Über die Jahre wurde die Mühle so wichtig für die Stadt, dass man sie Molino del Rey (die königliche Mühle) taufte. 1853 kaufte Dr. José Pablo Martinze del Rio die Mühle und baute eine Ranch auf dem Gelände (Rancho La Homiga – die Ameisenfarm). 1865 kaufte Kaiser Maximilian das Grundstück, nach dessen Niedergang wurde es aber 1872 an Dr. Martinez del Rio zurückgegeben. 1917 enteignete Präsident Venustiano Caranza das Grundstück und baute eine Residenz für wichtige Kabinettsmitglieder (Castillo Chapultepec war damals die offizielle Residenz des Präsidenten). Álvaro Obregón war der erste Bewohner, nach ihm blieb die Residenz ungenutzt, bis 1934 Präsident Lázaro Cárdenas einzog (er hielt das Castillo zu pompös). Er änderte den Namen der Ameisenfarm in Los Pinos (die Pinien). Seitdem haben in Los Pinos 13 der 14 Präsidenten gelebt. Nachdem Andrés Manuel López Obrador 2018 die Wahl zum mexikanischen Präsidenten gewonnen hatte, öffnete er Los Pinos als Kulturzentrum für die Öffentlichkeit. AMLO selbst wohnt im Nationalpalast im Centro Histórico. Öffnungszeiten: Di-So 11:00-18:00 Uhr, Eintritt frei, mehr Informationen, Karte.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in Sektion 1:

  • Auditorio Nacional: Angeblich eine der besten Veranstaltungsstätten weltweit. Vor dem Gebäude befindet sich eine Haltestopp vieler Touribus-Touren. Karte.
  • Galería de Historia Museo del Caracol: Geschichtsmuseum in Form einer Schnecke am Aufgang zum Castillo Chapultepec. Alle Ausstellungshallen sind um einen zentralen Turm in der Mitte angeordnet. Es beinhaltet Ausstellungsstücke aus der mexikanischen Geschichte. Vom Unabhängigkeitskrieg über die erste mexikanische Republik, den mexikanisch-amerikanischen Krieg, Reformen und Revolution. Dabei handelt es sich nicht um originale Stücke aus der Zeit, sondern um Modelle, Dokumente, Fotografien, etc.. Öffnungszeiten: Di-So 09:00-16:15 Uhr; Eintritt: 85 Pesos; Sonntags freier Eintritt für Mexikaner und Ausländer mit Residence Card; mehr Informationen, Karte.
  • Unzählige weitere kleine und große Monumente, weitere kleine Museen und Ausstellungen, Fressbuden, eine Baumschule, Cafés/Restaurants, der See Lago de Chapultepec (hier könnt ihr auch Boot fahren), uvm.. Informationsseite

Ihr wollt kochen wie die Mexikaner? Dann kann ich euch folgendes Buch empfehlen*:

 

Sehenswürdigkeiten in Sektion 2 (Karte)

La Feria de Chapultepec

La Feria war ein Freizeitpark in Sektion 2 des Bosque de Chapultepec. Er öffnete als Juegos Mecánicos de Chapultepec 1964 und wurde durch die mexikanische Regierung betrieben. 1992 wurde er durch Grupo Mágico International und 2015 durch Ventura Entertainment übernommen. Der Park schloss am 13.10.2019 nachdem am 28.09.2019 ein Wagen der Achterbahn Quimera entgleiste (es gab zwei Tote und fünf Verletzte). Ventura Entertainment wurde die Betriebserlaubnis entzogen. Der Großteil der Einrichtungen wurde mittlerweile abgebaut und die Stadt sucht nach einem neuen Betreiber eines Freizeitparks.

 

Papalote Museo del Niño

Papalote Museo del Niño ist ein beliebtes interaktives Museum für Kinder. Die Ausstellungen sind thematisch geordnet von einem Supermarkt für Kinder über ein Programm für kleine Wissenschaftler bis hin zu archäologischen Ausgrabungen. Ein Planetarium und IMAX-Kino runden das Programm ab. Öffnungszeiten: Di-So 10:00-18:00 Uhr; Eintritt: ab 159 Pesos pro Person; Tickets am besten online kaufen und mind. 5h planen; mehr Informationen, Karte.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten in Sektion 2:

  • Museo Jardín del Agua: Diego Rivera malte zur Einweihung von Chapultepecs Wasserwerk mehrere Wandgemälde. Vor dem Gebäude befindet sich der Fuente de Tláloc (Brunnen des Tláloc) mit einer riesigen Skulptur des aztektischen Gottes Tláloc. Öffnungszeiten: Di-So 10:00-17:00 Uhr; Eintritt: 21,50 Pesos pro Person; mehr Informationen, Karte. Die Eintrittskarte gilt auch für das Naturkundemuseum.
  • Fuente Xochipilli: wunderschöner Stufenbrunnen rund um eine Pyramide. Etwa 150 m nördlich des Museo Jardín del Agua.
  • Museo de Historia Natural: Naturkundemuseum mit Ausstellungen über die Entstehung des Lebens, die Evolution, Tierwelt und Mensch. Öffnungszeiten: Di-So 10:00-17:00 Uhr; Eintritt 30 Pesos pro Person (Rabatt für Lehrer, Studenten und Kinder zwischen 4-12 Jahren; frei für Senioren, Behinderte und Kinder unter 3 Jahren); mehr Informationen, Karte. Die Eintrittskarte gilt auch für das Museo Jardín del Agua.

 

Sehenswürdigkeiten in Sektion 3 (Karte)

Hier gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Es gibt ein paar Skateparks, Mountainbiketrails und Joggingstrecken.

 

Im kommenden Artikel begeben wir uns zu den berühmten schwimmenden Gärten von Xochimilco.

 

Ihr sucht noch ein Hotel in der Stadt (Tipps gibt es hier)?*



Booking.com

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden!