Huasteca Potosina – Sótano de las Huahuas

Die letzten drei Wochen habe ich in San Luis Potosí verbracht und damit es euch zu Hause nicht langweilig wird, war ich erneut in Huasteca Potosina. Dieses Mal war ich erneut in Xilitla, habe mir die Sótano de las Huahuas angeschaut und eine Bootstour zum Wasserfall von Tamul unternommen.

Vergangenes Jahr war ich schon mal in Huasteca Potosina. Damals hatte ich den Skulpturengarten von Edward James in Xilita, die Wasserfälle von Tamasopo (las cascadas de Tamasopo) und die Brücke Gottes (puente des dios) besucht. Dieses Mal war ich erneut in Xilitla und habe weiterhin noch ein großes Loch im Boden (Sótano de las Huahuas) und den Wasserfall von Tamul (mit seinem wunderschönen Wasser – Artikel folgt noch) besucht. Im Gegensatz zum letzten Mal war ich nicht an einem verlängerten Wochenende unterwegs – das war genial: Kein Anstehen, keine nervenden Menschenmassen :).

Die Fahrt ging zuerst nach Xilita, davon hatte ich euch ja bereits berichtet. Danach ging es weiter zur Sótano des las Huahuas und am folgenden Tag zum Wasserfall von Tamul. Übernachtet habe ich wieder in Ciudad Valles, dieses Mal jedoch im Hotel El Rincon de Villa* bei einem supernetten Gastgeber, der so allerhand Informationen zu Huasteca Potosina hatte. Das Hotel ist von Location her nicht allzu toll – jedoch gibt es um die Ecke ein super Restaurant – Laca Laca.

 

Sótano de las Huahuas

In Huasteca Potosina gibt es zwei gigantische Erdlöcher/Höhlen – die Sótano des los Golondrinas (Schwalbenhöhle) und die Sótano des las Huahuas. Beide befinden sich in der Nähe der Stadt Aquismón und liegen nur wenige Autominuten auseinander. Dieses Mal habe ich mir Letztere angeschaut – beim nächsten Mal berichte ich von der anderen.

Die Sótano de las Huahuas ist eine Höhle mit einem Durchmesser von 70-90 Metern und einer maximalen Tiefe von 478m (Los Golondrinas ist sogar bis zu 512m tief!). Man erreicht die Höhle nach einer kurzen (ca. 20 minütigen), anstrengenden Wanderung über etliche Treppenstufen (erst runter, dann wieder rauf) durch den Dschungel. Plötzlich steht man an einem kleinen Plateau und vor einem befindet sich ein atemberaubend großes und tiefes Loch. Besonders interessant ist ein Besuch am Morgen (5-6 Uhr) oder am Abend (17-18 Uhr). Früh verlassen tausende Vögel die Höhle und am Abend kehren sie zurück. Leider sind die Vögel am Abend extrem schnell, man bekommt außer dem Geräusch eines Windhauches nur bei ganz genauem Hinsehen etwas mit. Ich werde euch später noch ein Video auf Youtube hochladen, dort sieht und hört man, wie schnell die Vögel sind.

Im Gegensatz zur Sótano de los Golondrinas scheint die de las Huahuas weniger touristisch zu sein. Es gibt wie immer wenig Parkplätze und kaum Ausschilderung. Der Eintritt kostete 25 Peso und entlang des Weges, der an einem Campingplatz vorbeiführt, gab es nur wenige Dinge zu kaufen (mal war es handgefertigte Kleidung, mal etwas zu essen). Im Internet habe ich gelesen, dass dort Kaffee angebaut wird und es sehr viele Obstbäume gibt – hatte ich jedoch vor Ort gar nicht drauf geachtet.

 

Tipps:

Unbedingt festes Schuhwerk, Sonnenschutz und ein Mückenspray mitnehmen (und nicht nur im Auto liegen lassen, so wie ich…schei.. Moskitos…).

 

In der Nähe:

Puente de Dios

Las Cascadas de Tamasopo

Xilita – Skulturengarten von Edward James

 

Anreise von San Luis Potosi aus:

Damit es schnell geht, nimmt man in San Luis Potosi den Highway 57 nach Norden und wechselt dann nach Villa Hidalgo auf den neuen Highway 75D Richtung Süden (Rioverde). Es sieht zwar erstmal wie ein Umweg aus, aber da man Maut zahlen muss (ca. 7€ pro Strecke, auf dem Weg zurück war es sogar ca. 15€!), sind die Highways sehr leer und man kommt zügig voran. Von Rioverde aus geht es dann auf der 70 weiter in Richtung Ciudad Valles. Unterwegs sollte man sich für die Cuota der 70 entscheiden – dabei handelt es sich um einen neu gebauten Highway als Verkürzung. Kurz vor Ciudad Valles muss mann dann aufpassen, dass man nicht in Richtung Stadt fährt sondern der Straße weiter folgt (Lib. Ciudad Valles – Tamuín). Nach Ciudad Valles biegt man dann auf die 85 Richtung Xilita ab, dieser folgt man ca. 42km bis man nach den Restaurant Don Beto rechts abbiegt. Von dort aus sind es nochmal 8,5km zur Höhle, welche beim Ort Tampaxal liegt.

Eine andere Option ist schon nach ca. 35km auf der 85 nach rechts in Richtung Aquismón abzubiegen. Von Aquismón folgt man dann der Beschilderung zur Sótano des los Golondrinas. An dieser fährt man vorbei und folgt der Straße weitere 15km nach Tampaxal – mit dieser Variante braucht man jedoch deutlich länger (etwa 25 Minuten mehr).

 

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